Montag, 03.08.2020 17:09 Uhr

Silber – das verkannte Edelmetall

Verantwortlicher Autor: Peter Michael Neuen Mannheim, 09.06.2020, 12:43 Uhr
Kommentar: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 5536x gelesen

Mannheim [ENA] Gerade jetzt in den Zeiten von Corona liest man sehr viel über Anlagen in Gold, sei es nun in Barren oder Münzen und der Goldkurs hat kräftig angezogen. Aber gibt es in diesen Krisenzeiten keine günstigeren Möglichkeiten zur Vorsorge? Durch Zufall fiel mir ein altes 5 DM-Stück aus den 60er Jahren in die Hand und ich beschloss, mich mit dem Thema „Silber“ zu beschäftigen.

Allgemeininformationen beschaffte ich mit über das Internet und wollte einen Edelmetallhändler um Detailinformationen bitten. Ich stand also in der Warteschlange vor seinem Geschäft und kam mit einem der dort Wartenden ins Gespräch. Er erzählte mir, dass er jeden verfügbaren Euro in Goldmünzen anlegt, da man ja in diesen krisengeschüttelten Zeiten nicht weiß, was noch für Überraschungen mit dem Euro bevorstehen. Dann könne man doch froh sein, wenn man Goldmünzen hat. Als ich ihn dann fragte ob es Sinn macht, eine teure Goldmünze gegen Brot beim Bäcker oder gegen Obst beim Bauern einzutauschen, schaute er mich fassungslos an und kam ins Grübeln.

Nachdem ich mich dann intensiver mit dem Thema „Silber“ beschäftigt habe, wurde mir erst bewusst, welche immensen Mengen dieses Materials von der Industrie benötigt werden, denken wir hier nur an die Foto-, Elektro- und chemische Industrie. Deshalb habe ich hier einige interessante Kurz-Informationen zum Thema „Silber“ zusammengestellt: Wenn man die Entwicklung des Silberkurses in den vergangenen 10 Jahren betrachtet, war das Silber recht großen Schwankungen unterworfen. Beim Höchststand im Jahr 2010 2010 lag die Unze (31,1 Gramm) bei knapp € 33,- und bei ihren Tiefststand Anfang 2020 bei etwa € 11,- pro Unze. Nüchtern betrachtet lag die Veränderung in den vergangenen 10 Jahren jedoch bei nur 5,93 Prozent.

Im Jahr 2017 betrug die Gesamt-Fördermenge rund 26.800 Tonnen, zu den Ländern mit den größten Fördermengen gehören beispielsweise Mexiko, Peru, China, Polen, Chile, Australien, Kanada, Russland und die USA. Zum Thema „Silber-Ressourcen“ gibt es zahlreicher Studien aus dem In- und Ausland und man kam in etlichen Studien zum Ergebnis, dass die Fördermengen bzw. Silberressourcen nur noch knapp 30 Jahre reichen, Studien aus den USA sprechen von etwas über 20 Jahren und prognostizieren, dass es dann zu einer dramatischen Verknappung kommen wird und damit zu einer höheren Preissteigerung kommen wird.

Ob und wann dieses Szenario tatsächlich eintreffen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen, aber es ist für jeden erschwinglich und ich habe einfach ein gutes Gefühl, wenn ich meinen „Heiermann“ in die Hand nehme. Und auch hier abschließend noch der Hinweis, dass es sich bei meinen Ausführungen um keine Empfehlung oder gar Reklame für den Erwerb von Silber handelt, ich fasse lediglich meine Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen.

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