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Projekt U-Halle gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Verantwortlicher Autor: Stefan Cramer Stuttgart, 03.12.2023, 17:57 Uhr
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Stuttgart [ENA] Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur geht in diesem Jahr an das Projekt U-Halle in Mannheim. Mit ihrer Wahl würdigt die Jury die Umnutzung eines ehemaligen Distributionszentrums in einen vielseitigen Ausstellungs- und Veranstaltungsort für die Bundesgartenschau BUGA 23. Punkten konnte das Umbauprojekt außerdem mit einem stimmigen Nachnutzungskonzept über die BUGA 23 hinaus.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. vergibt Deutschlands wichtigsten Architekturpreis für nachhaltiges Bauen zusammen mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis bereits zum elften Mal. Die Preisverleihung fand am 24. November 2023 im Rahmen des 16. Deutschen Nachhaltigkeitstags in Düsseldorf statt. Bestand erhalten und diesen sinnvoll weiternutzen sei das Gebot der Stunde und mit der Transformation einer unattraktiven Lagerhalle in einen abwechslungsreichen, öffentlich zugänglichen Ort sei den Projektbeteiligten ein architektonisches Highlight ganz im Sinne einer zeitgemäßen Umbaukultur gelungen - so Prof. Amandus Samsøe Sattler.

Für die Jury zeigt das Gewinnerprojekt, dass gerade öffentliche Bauherren in der Verantwortung stehen, auch bei kleinem Budget mit gutem Beispiel voranzugehen, um in der Gesellschaft ein positives Zeichen zum Umgang mit unserer gebauten Umwelt, sprich der Baukultur, zu setzen. Über die Bundesgartenschau hinaus wurde für die Mannheimer Bevölkerung ein partizipativer und identitätsstiftender Ort geschaffen, der nicht zuletzt die jüngere Geschichte der Stadt als US-Militärbasis widerspiegelt. Die U-Halle in Mannheim ist ein ambitioniertes Beispielprojekt für die zeitgemäße, zirkulär ausgeführte Transformation bestehender Gebäude.

Die schlichte, insgesamt 700 Meter lange ehemalige Lagerhalle der amerikanischen Streitkräfte auf dem Spinelli Militärgelände wurde in einen prägnanten Ort mit Flächen für Veranstaltungen, Ausstellungen und Gastronomie verwandelt. Neben dem Verzicht auf einen temporären Neubau für die BUGA-Ausstellung setzt der Entwurf vom Berliner Architekturbüro Hütten & Paläste spannende Impulse für eine zeitgemäße Nachnutzung, die nicht nur zusätzliche graue Energie vermeidet, sondern auch zur Bewahrung der Identität des Ortes beiträgt. Weitere Informationen und Quelle: www.dgnb.de

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