Mittwoch, 17.08.2022 05:53 Uhr

Italiens Inflation auf Höhenflug

Verantwortlicher Autor: Felix Pfitscher Frankfurt/Main, 22.06.2022, 10:30 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 17658x gelesen
 Logo der Europäische Zentralbank (EZB)
Logo der Europäische Zentralbank (EZB)  Bild: Felix Pfitscher

Frankfurt/Main [ENA] Rezessionsängste und wachsende Inflation ziehen erneut über Europa, insbesondere auch durch den Italienischen Regierungspalast. Die Teuerung in Italien hat wieder an Fahrt aufgenommen, trotz M. Draghis umfangreichem Maßnahmenpaket von mehreren Milliarden Euro.

Wir werden alles tun, was nötig ist, um zu helfen, sagte Ministerpräsident Mario Draghi. Das Bangen vor einer erneuten Eurokrise fesselt somit die Europäische Zentralbank im Kampf gegen die Inflation. Nach der europäischen Methode berechnete Verbraucherpreise (HVPI), kletterten diese im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,2 Prozent, wie das Statistikamt Istat in Rom mitteilte. Somit ist dies der höchste Wert seit der Einführung des Euro als „Buchgeld" im Jahr 1999. Mal schauen ob der ehemalige EZB- Chef Mario Draghi, nachhaltig die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, damit liebäugeln kann.

Ministerpräsident von Italien Mario Draghi

Im Vorjahresvergleich zogen in Italien insbesondere in Europa die Energie- und Lebensmittelpreise teils um mehr als 30 Prozent an. Insofern könnte die Wirtschaftsflaute im Oktober den Italienern die Lebensfreude nehmen. Es scheint, als verliere erneut eine durchaus symphatische Nation ihre Lebensfreude - und dies in ganz Italien. Nun, die erste Zinserhöhung haben Notenbankvertreter der EZB, insbesondere EZB-Präsidentin Christine Lagarde, nach langem Zögern für Juli signalisiert.

Die US-Notenbank Fed (Federal Reserve System) hingegen hat bereits zum dritten Mal im Jahr 2022 den Leitzins deutlich erhöht. Zwar wird bei der Erhöhung des Leitzinses die Nachfrage gebremst, hilft allerdings dabei die Inflationsrate zu senken, aber schwächt hingegen auch das Wirtschaftswachstum. Nahezu ungebremst rutschen wieder Europa-Indizes zur Wochenmitte (22.06.2022 - 09:20h) in die Tiefe. Fazit: Ein Teufelskreis, der mit äußerster Wachsamkeit geboten gilt.

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