Montag, 04.05.2026 19:05 Uhr

Handelsverband sieht neue Trends im Kaufverhalten

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 04.05.2026, 09:32 Uhr
Kommentar: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 511x gelesen

Wien [ENA] Bei einer Pressekonferenz in Wien im April 2026 haben der österreichische Handelsverband und RegioPlan Consulting auf neue Trends in ihrer Studie "Der große Wandel. So shoppt Österreich 2026" hingewiesen, die sich trotz Inflation, geopolitischer Konflikte, Bürokratielawine und Online-Boom etabliert haben, in einer Zeit, wenn sich das Kaufverhalten hin zu Erlebniswelten, Gesundheit oder Selbstoptimierung verschiebt.

Dass die Branche zurzeit mit den Veränderungen überfordert ist, bestätigt auch eine Händlerbefragung des HVs 2026, die zeigt, dass viele einen Umsatzrückgang befürchten. Überhaupt rechnen nur 37% der Unternehmen mit einem Gewinn. Dabei lag die einzelhandelsrelevante Kaufkraft in Österreich 2025 bei immerhin 86 Milliarden Euro brutto, d.h. nominell sogar um 3.1% über dem Vorjahr, leider aber unter der Inflationsrate von 3,6%. Welche Trends und Vorlieben zeigen sich aber langfristig? Besonders Ausgaben für Tätowierungen, Haustierbedarf, Schönheitseingriffe, Gastronomie, Sportgeräte, Urlaub, Nahrungsergänzungsmittel, Gesundheitspflege oder besonders In-Game-Käufe haben sich mehr als verdoppelt, während klassische Handelskategorien stagnieren.

Angeblich erleben wir dadurch einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel vom Haben zum Sein resümiert Romina Jenei, CEO von RegioPlan Consulting und empfiehlt heimischen Händlern ihre Konzepte an diesen Trend anzupassen, denn der Rückgang stationärer Verkaufsflächen in Österreich schrumpft seit zwölf Jahren in Österreich. Nichtsdestotrotz sind einige neue Konsumtrends wie Nahrungsergänzungsmittel, Biohacking-Tools, z.B. Smarte Ringe, Fitness-Armbänder, Tätowierungen, Zuhausetests als Nährstoff-Check oder Abnehmsprìtzen vielleicht doch nur Ausdruck einer Zeit, die übertrieben und verzweifelt einem eigentlich unerreichbaren Longevity-Boom fetischhaft hinterherläuft, wobei aber der Alkoholfrei-Trend durchaus manchmal begrüßenswert ist.

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