EZB erhöht Leitzins wegen steigender Inflation
Frankfurt am Main [ENA] Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen erstmals seit fast drei Jahren infolge des Iran-Kriegs angehoben. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagensatz steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Inflationsrisiken im Euroraum,
die vor allem auf den anhaltenden Iran-Krieg und die dadurch verteuerten Energiepreise zurückgeführt werden. Nach Angaben der EZB lag die Inflationsrate zuletzt bei 3,2 Prozent und damit deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent. Vor allem die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben die Verbraucherpreise in Europa nach oben getrieben. Die Notenbank befürchtet, dass sich die Preissteigerungen auf weitere Wirtschaftsbereiche ausweiten könnten.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, die Notenbank müsse entschlossen handeln, um die Preisstabilität zu sichern. Gleichzeitig warnte sie vor den wirtschaftlichen Risiken des Konflikts im Nahen Osten. Die EZB senkte deshalb ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre leicht ab. Für Verbraucher dürfte die Entscheidung vor allem höhere Kreditkosten bedeuten. Immobilienfinanzierungen und Unternehmenskredite könnten teurer werden. Sparer hingegen können auf steigende Zinsen für Tages- und Festgeldkonten hoffen.
Ökonomen gehen davon aus, dass die weitere Entwicklung der Geldpolitik maßgeblich davon abhängen wird, wie sich der Iran-Krieg und die Energiepreise in den kommenden Monaten entwickeln. Sollten Öl- und Gaspreise weiter steigen, schließen Experten weitere Zinserhöhungen nicht aus.




















































