Montag, 03.08.2020 16:50 Uhr

TOP Thema Corona APP Maskomat Göttingen Diverses 16.06.20

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 16.06.2020, 16:25 Uhr
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Weltweit 8 Mill. Infektionen Deutschland 188.000 erreicht mit 8814 Toten
Weltweit 8 Mill. Infektionen Deutschland 188.000 erreicht mit 8814 Toten  Bild: Christian Daum / www.pixelio.de Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Göttingen [ENA] TOP 3 Infektionsraten: USA 2.1 Million, Russland 545.000 Fälle, Großbritannien 298.000 Fälle. Die größten 3 EU – Infektionsländer: Spanien rund 244.000, Italien rund 237.000 Fälle und Deutschland 188.000 Fälle mit 8814 Toten. Brasilien explodiert bei 888.000 Fällen. Fast 437.000 Todesfälle weltweit.

DAILY NEWS 16.06.2020: Die App ist da. Auf https://www.bundesregierung.de/breg-de kann die Corona App als Android oder Apple – Version bei Google Play oder im Apple App Store heruntergeladen werden. Schauen wir uns einmal an, wie die Bundesregierung den Bürgern erklärt, wie die App funktioniert und was sie macht. Die App muß natürlich, damit sie ihre Aufgabe aufnehmen kann, immer auf dem Smartphone aktiviert sein und das Smartphone muß auch immer eingeschaltet sein. Jedes Mal, wenn Sie sich mit ihrem Smartphone in der Nähe ( wie nah ?) einer Person aufhalten, die auch diese App installiert hat, speichert dein und das Handys der anderen Person jeweils die Bluetooth ID des Gegenübers für eine bestimmte Zeit (wie lange ?)

Sollte eine der beiden Personen später eine Corona – Infektion bekommen, wird man darüber benachrichtigt, aber nur, wenn die betreffende Person das will, bedeutet, sie muß sich im Smartphone als Infiziert outen. ( Was teilt mir denn die App mit ?). Dabei wird das Risiko einer möglichen Infektion bewertet. Wenn die Begegnung länger als 14 Tage her ist, wird das Risiko als klein bewertet (Wie lange wird denn die Begegnung gespeichert ?). Sollte man in der Risikobewertung als hoch eingestuft werden, sollte man einen Arzt kontaktieren, der weitere Maßnahmen abklärt. Die Risikobewertung wird durch 4 Faktoren ermittelt und zeigt, das nicht nur der einfache „ Kontakt „ gespeichert wird, sondern auch andere Daten, denn diese 4 Punkte zählen:

1. Wann war der letzte Kontakt zu der infizierten Person 2. Wie lange hat der Kontakt gedauert 3. Wie nah sind sich die Personen gekommen 4. Welches Übertragungsrisiko besteht bei der infizierten Person Interessant sind die beiden Punkte der Nähe zueinander und Übertragungsrisiko. Woher weiß denn die App wie nah man sich gekommen ist und auf welchen Daten stützt sich das Übertragungsrisiko der infizierten Person ? Das kann man ohne zusätzliche Daten gar nicht bewerten. Natürlich vergessen die Bundesregierung und das RKI nicht, mehrfach darauf hinzuweisen, wie sicher die App sei, das der Datenschutz vollumfänglich eingehalten sei, das mit einem Zufallscode, der nicht auf eine Person nachvollzogen werden kann, beruht und anderes mehr.

Kennen wir alles, Standard. Klingt für mich so als ob bei einem Bericht zum Schluß ganz Obligatorisch noch die Quellennachweise reinkopiert werden. Einfältig die Erklärung der Bundesregierung, warum man so unbedingt diese App nutzen sollte: Jeder trägt zur Eindämmung der Pandemie bei. Wer würde sich schon an jeden Kontakt erinnern, den man getroffen hat ? Ach ja, und warum hat man dann monatelang so getan, warum die Verfolgung der Kontaktketten das oberste Gebot sei, wenn sich die Infizierten sowieso nicht an die Kontakte erinnern könnten oder gar nicht alle kennen ? Ein Fake also.

Was natürlich die Bundesregierung verschweigt: Dank der monatelangen Entwicklungszeit ist wertvolle Zeit mal wieder verstrichen und jetzt, wo die Pandemie sowieso faktisch als beendet erklärt wurde, kommt die App. Die App hat doch in Wirklichkeit nur eine Funktion: Da klar ist, das eine Herdenimmunität nicht herbeizuführen ist, weil man dafür Millionen anstecken müßte, auf der anderen Seite immer mehr Bürger gegen die Coronaregeln verstossen, will man damit versuchen, insbesondere junge Leute weiter kontrollieren zu können, weil gerade in diesen Kreisen die Verstösse besonders häufig sind. Und im europäischen Ausland funktioniert die App derzeit nicht, man stehe derzeit im Austausch mit den Ländern Frankreich, Niederlande und der Schweiz.

Aha, also vielleicht nächstes Jahr dann ein Update ? Da fragt man sich, warum denn nicht schon in der langen Entwicklungszeit ein Austausch stattgefunden hat. Aber 2 Dinge auf einmal abklären, das geht bei der Bundesregierung nicht. Wieviel % der Bevölkerung besitzen denn überhaupt im optimalen Fall ein Smartphone, auf dem die App überhaupt funktioniert ? Huawei Handys sollen zum Beispiel gar nicht funktionieren, desweiteren Apple Modelle unter 6S und 6+, Windows Handys, unter Android 6 und Black Berry Handys, um nur einige zu nennen. Nach Berechnungen sollen im besten Fall nur 40 % der Bevölkerung überhaupt die App nutzen können, da aber nicht alle diese installieren, werden es in der Praxis eher 15 – 20 % sein.

Wenn aber nur jeder 5. die App überhaupt nutzt, welchen Sinn macht das ? Und wenn jemand seine Infektion nicht eingibt, ist auch alles passe. Mein Fazit: Zu spät, zu sinnlos. Dafür können Sie sich aber ein Glossar auf der Webseite runterladen, das alle Begriffe rund um die App nochmals erklärt; damit Sie auch wissen, was zum Beispiel ein Smartphone oder ein Labor ist; kein Scherz. Oder wußten Sie bisher, das das Ansteckungsrisiko das Risiko beschreibt, eine Ansteckung zu bekommen ? Ich nicht, aber dank des Glossars jetzt schon. Warum bin ich eigentlich froh, das ich ein Black Berry Smartphone habe ? Ach ja, wenn Sie Fragen zu der App haben, gibt es auch eine Hotline: 0800/7540001, erreichbar von 7 – 22 Uhr MO – SA.

Habe ich soeben auch gleich ausprobiert, sehr kompetent und hilfsbereit, 3 meiner Fragen wurden gleich beantwortet: Die App funktioniert im sogenannten Bluetooth Low Energy Modus und hat damit einen Wirkungsradius von 1.5 m – 2 m. Innerhalb dieses Radius werden die IDs ausgetauscht, ausserhalb dieses Bereiches nicht. Der Austausch findet erst nach 5 Minuten Kontaktdauer der Smartphones untereinander statt. Die Bluetooth Kennung ist nach 14 Tagen nicht mehr zuordnungsfähig, so daß i.d.R. Kontakte, die älter sind, nicht mehr nachverfolgbar sind. Ein paar Beispiele, wo die App gar nicht funktioniert:

Person 1 und 2 haben die App aktiviert, Person 1 steigt an Busstation A ein und setzt sich im Bus hinten auf den Sitzplatz, Person 2 steigt eine Station später ein und setzt sich im Bus vorne hin. Distanz 4m, es passiert: Nix. Person 1 und Person 2 steigen beide zusammen mit eingeschalteter App in die S-Bahn ein und stellen sich nebeneinander hin. Nach 3 Stationen steigt Person 1 aus. Datenaustausch: Nein, es passiert: Nix. In der Gastwirtschaft: Person 1 und 2 sitzen am Tisch 1, Person 3 + 4 sitzen am Tisch 2, alle mit aktivierter App, da ja der Abstand mindestens 2m ist, passiert wieder nix. Und beim Einkaufen: Mindestabstand 1.5 m – 2m. Hält nun einer mit dem Einkaufswagen mehr als 2m Abstand, auch kein Austausch. Mehr gefällig ?

Na da hat ja Herr Altmaier einen ganz tollen Coup gelandet und in eine Luftnummer investiert. Weil Deutschland ja so viel Geld übrig hat, hat er sich schnell noch 23 % an der Firma Curevac gesichert, das hat nur 300 Millionen Euro gekostet, ein Schnäppchen gegenüber den bisherigen Coronakosten. Diese Firma und übrigens noch hunderte weitere weltweit suchen verzweifelt nach einem Impfstoff gegen Corona. Er will sich damit quasi die Vorrechte erwerben, als Erster an einen Impfstoff heranzukommen. Das Dumme an seiner Rechnung: Es ist überhaupt noch nicht klar ob jemals überhaupt ein Impfstoff gefunden wird, Prof. Streeck hat schon Andeutungen in diese Richtung gemacht.

Es wäre nicht das erste Mal, das gegen einen Virus kein Impfstoff zur Verfügung steht, und zwar forever. Siehe HIV. Und solange es keinen Impfstoff und Medikamente gibt, müssen wir uns an die Coronaregeln halten. Zum Beispiel an das Tragen von Masken. Und da wird Spahn nun zum Falschspieler. Erst hat er einen Mangel an Masken und bestellt auf allen Kanälen, animiert dann sogar inländische Händler, denen er ein gutes Angebot macht, und vor allen Dingen allen zusagt, die sich melden, die Masken auch abzunehmen. Am Ende waren es dann 178 Händler, viele haben für die Bundesregierung bestellt, inzwischen haben auch diverse die Masken bekommen, doch Spahn nimmt die jetzt einfach nicht ab, bezahlen tut er aber auch nicht, jetzt droht ihm Ungemach.

Mit zahlreichen Klagen. Gerade gestern galt doch noch die Parole, 400 Millionen Masken geliefert, 2 Milliarden bestellt, kommen so bis zum Herbst oder so. Warum bestellt er nicht welche ab und nimmt die die hier inzwischen für ihn lagern ? Er steigt wohl selber nicht mehr durch. Zu Recht haben einige Händler angekündigt, das letzte Mal für die Bundesregierung einen Auftrag ausgeführt zu haben. Recht so. Und noch ein Ungemach: Alle Gastronomen de ja seit Wochen wieder geöffnet haben müssen ja diese Besucherzettel ausfüllen lassen um im Falle von Infektionen mit Corona eine Kontaktkette erkennen und verfolgen zu können. Aber wer konnte das denn ahnen ?

Die Zettelwirtschaft entspricht in keinster Weise den neuen DSGVO Bestimmungen. Oft sind die Daten der Vorgäste frei einsehbar. Auch Extra 3 berichtete in Kürze darüber und der Moderator scherzte in der Sendung: Herr Ober, ich bestelle dann das Schnitzel mit Spargel, das Frau Meyer in der Flemmingstr. 3 in Oberhausen vor mir am Tisch gehabt hat. Man fragt sich hier immer wieder: Das konnte keiner vorher wissen ? Wer hat sich denn in monatelanger gutbezahlter Arbeit diese Abwicklung überlegt ? Und über Datenschutz wurde nicht nachgedacht. Ich fasse mich an den Kopf. Was für Typen machen uns da Vorschriften ?

Sie haben auch heute Abend auf die vorher groß angekündigte Dokumentation auf SWR und später auch bei Tagesschau 24 gewartet und vielleicht schon den Rekorder programmiert: Wuhan – Chronik eines Ausbruchs ? Dann haben Sie umsonst programmiert und gewartet, die Doku ist ausgefallen; haben Sie sicherlich auch schon gemerkt. Aber wissen Sie eigentlich auch warum ? Die Doku war natürlich längst abgedreht und lag sozusagen zum Senden bereit. Was die Zuschauer als Information zu dieser Doku bei SWR aber nicht erfahren haben: Die Gebrüder Beetz Filmproduktion, die den Film für den SWR produziert hat, soll mit dem China Intercontinental Communication Center, kurz CICC, zusammengearbeitet haben.

Doch die CICC ist keine unabhängige „ Pressefirma „, sondern im Internet wird man schnell unter der Abkürzung fündig. Klingt doch erst einmal so offen: „Internationale Agentur für kulturelle Kommunikation“ und „ kooperative Beziehungen zu mehr als 40 Fernsehorganisationen in 20 Ländern „. Doch dann wird unter Beschreibung bekannt, das es sich um eine Regierungsbehörde handelt. Und damit kommt das Thema Zensur ins Spiel. Interviews mit Virologen und Ärzten aus China sollen von der CICC selbst gedreht worden sein, ein deutsches Produktionsteam war nicht vor Ort. Trotz ARD Korrespondenten in Peking vor Ort waren diese in das Projekt nicht eingebunden.

Entsprechend waren nach der Pressemitteilung des SWR der Nichtausstrahlung plötzlich die Infos zu der Doku auf diversen Webseiten verschwunden und die Seiten „ nicht erreichbar „. Lt. SWR lag das an fehlenden Filmrechten seitens der deutschen Produktionsfirma. Alles sehr undurchsichtig und nebulös. Und wieder ein Maskomat: An diesem Donnerstag wird erneut ein Flavura Maskomat aufgestellt, diesmal in München. Wer endlich einmal einen der Kult – Glücksrad – Moderatoren, in diesem Fall Frederic Meisner, live am Maskomaten erleben möchte, sollte am 17. Juni spätestens 13 Uhr bei der Netto Marken Discount – Filiale in der Bodenseestr. 279 in München vorbeischauen.

In Göttingen gibt es nach einem erneuten Ausbruch in einer großen Wohnanlage noch keine gesicherten Ergebnisse. Am heutigen Montag wurden lt. Stadt Göttingen rund 500 Bewohner getestet, wieviel Personen insgesamt in den Wohnanlagen Groner Landstr. gemeldet sind, dazu keine Angabe. Eine Pressekonferenz gab es bisher nicht. Zum Abschluß der Aral – Aktion „ Helden des Alltags „ am heutigen Tag 0 Uhr, bei der Reinigungskräfte auf Anmeldung online eine 25 Euro Supercard nach Prüfung bekommen sollten, möchte ich doch einmal darüber informieren:

Eigentlich hatten wir vorgehabt, das Klinikum Göttingen, das gerade nochmal in den letzten 2 Wochen wegen der zahlreichen Neuinfektionen gefordert war, eine gewisse Anzahl Aral Supercards für die dortigen Reinigungskräfte überreichen wollten, damit sich nicht jede einzelne Person anmelden mußte. Zumal viele gar kein Internet besitzen. Doch trotz mehrfacher Anfrage bei Aral bezüglich dieser Aktion erst nicht einmal eine Rückantwort. An den Supercards kann es nicht gelegen haben. Wenn die Werbung korrekt war, hatte Aral ja 10.000 Karten zur Verfügung gestellt und am Ende waren über 2000 Stück übrig.

Denn: Wir halten zusammen und feiern die Helden des Alltags. Wo habe ich das schon einmal gehört: Richtig: Als das Toilettenpapier, Wischtücher und die Hygieneartikel aus waren und Regale leer. Aber das ist auch schon wieder Vergangenheit. Aber halt ! Heute morgen, quasi nach Ende der Aktion, dann doch noch ein Anruf von Aral. Man sei interessiert, eine pauschale Gewährung ist aber nicht möglich, auf einer Excel – Liste muß sich jeder Mitarbeiter/in registrieren. Nach Prüfung würde dann entschieden. Okay, ich habe die Liste an das Klinikum weitergeleitet.

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