RhönEx - Anschlagszenario Großübung 2026
Oerlenbach [ENA] Tagtäglich stehen die Blaulichtorganisationen Seite an Seite für die Sicherheit der Menschen in der Region ein. Um auch komplexe Einsatzlagen erfolgreich zu bewältigen, üben Rettungsdienst und Polizei, mit organisatorischer Unterstützung durch die Feuerwehr.
Hier das gemeinsame Handeln bei einem Massenanfall von Verletzten nach einem Anschlagsszenario. Schwerpunkt ist hier einerseits die Behandlung einer Vielzahl an Menschen durch den Rettungsdienst, sowie deren Übergabe in eine polizeiliche Betreuung und der Aufbau kriminalpolizeilicher Strukturen. Hierbei werden rund 150 Übungsteilnehmer gemeinsam agieren. Die Übung selbst findet komplett innerhalb der polizeilichen Liegenschaft statt und entfaltet somit zunächst keine unmittelbare Außenwirkung.
Die gemeinsame Großübung von Rettungsdiensten und Polizei wird begleitet von dem bayerischen Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, der sich vor Ort über die gemeinsame Übung informieren wird sowie der unterfränkische Polizeivizepräsident Holger Baumbach, sowie Ansprechpartner des Organisationsteams und der Blaulichtorganisationen. Die Großübung findet am Samstag, den 14. März in Oerlenbach auf dem Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei statt.
Wie wahrscheinlich sind solche Anschlagsszenarien derzeit in Deutschland? Basierend auf aktuellen Bewertungen von Sicherheitsbehörden und internationalen Organisationen wird die Bedrohung durch terroristische Anschläge in Deutschland als anhaltend hoch eingestuft, insbesondere Szenarien mit potenziell vielen Opfern wie Fahrzeugangriffe auf Menschenmengen oder Angriffe in öffentlichen Räumen.
Dies umfasst Risiken von islamistischen Gruppen wie dem IS oder dessen Ablegern, Lone-Actor-Angreifern und möglichen Einflüssen aus Konflikten im Nahen Osten oder Iran. Seit 2023 hat sich die Lage weiter verschärft, mit einer Zunahme verhinderter und durchgeführter Angriffe – darunter Fahrzeugangriffe in Städten wie München, Magdeburg und Mannheim, die mehrere Tote und Verletzte forderten.
Behörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und Europol warnen vor einer “erhöhten” oder “persistierend hohen” Gefahr, die durch Radikalisierung online, Kleinzellen oder Einzeltäter verstärkt wird. Internationale Quellen wie das US-Außenministerium raten zu erhöhter Vorsicht und betonen, dass Europa insgesamt anfällig für solche Vorfälle bleibt. Eine genaue Wahrscheinlichkeitszahl ist schwierig zu quantifizieren, da sie von dynamischen Faktoren wie geopolitischen Entwicklungen abhängt, aber Experten schätzen das Risiko als signifikant höher ein als in den Jahren vor 2023. Die deutsche Regierung hat Maßnahmen wie verstärkte Grenzkontrollen, Deportationen und Sicherheitsüberwachung intensiviert, um dies einzudämmen.
Videos und weitere Informationen gibt es auf X hier: https://twitter.com/JBehr_Presse




















































