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Krankenkassenzusatzbeiträge erhöht - Betrug am Bürger ?

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Bundesweit, 08.03.2026, 14:25 Uhr
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Diese moderne Krankenhauszimmerausstattung garantiert stabile Beiträge bis 2050
Diese moderne Krankenhauszimmerausstattung garantiert stabile Beiträge bis 2050  Bild: StockSnap / Pixabay.de

Bundesweit [ENA] Anfang Januar 2026 hatte ich ja über die angestrebten Beitragserhöhungen des Zusatzbeitrags der gesetzlichen Krankenkassen berichtet und die ECHTEN Gründe beleuchtet, nicht die, die uns gerne präsentiert werden, von wegen besserer und moderner Medizin.

So toll findet das aber inzwischen auch Prof. Lauterbach nicht mehr. Er sagt ganz klar, das deutsche Gesundheitssystem biete trotz hoher Kosten keine optimale Behandlungsqualität. Durch Strukturreformen, insbesondere im Krankenhausbereich, könne die Qualität der medizinischen Versorgung gesteigert werden. Komisch, denn angeblich waren doch schon die Krankenhausbetten zu Coronazeiten knapp, trotzdem müssen seit der Kürzungsstruktur viele Krankenhäuser schließen selbst welche, die grüne Zahlen schreiben. Andere, die Verluste schreiben, können bleiben, nur weil die spezialisiert sind. Was viele Bürger entgegen ihres Wissens nicht wissen:

Durch die Spezialisierung verlieren sie die freie Krankenhauswahl. Denn wenn an ihrem Wohnort z.B. nur ein Krankenhaus mit einer Spezailabteilung Schlaganfälle ist, müssen sie dieses nutzen bei Nachuntersuchungen, auch wenn sie nicht zufrieden waren. Sie können nicht zu einem benachbarten Krankenhaus ausweichen, auch wenn sie z. B. die Fahrtkosten übernehmen würden. Zurück zu den Kostensteigerungen, die uns inzwischen beschert worden sind. Erste Krankenkassen gehen dazu über, nun die Patienten zu beschimpfen, nur weil diese ihr Recht in Anspruch nehmen, bei höheren Beiträgen die Kasse zu wechseln.

Das wird z. B. von einer AOK Mitabeiterin mit dem Begriff „ Kassenhopper „ quittiert und dem Zusatz, der Patient brauche sich nicht zu wundern, wenn die ganzen Umstellungen und Meldungen, die mit einem Wechsel einhergehen, mal nicht klappen. Iss klar. Das aber inzwischen die Zusatzbeiträge zwischen 2.18 % - 4.39 % schwanken und somit bis zu 2.21 % Unterschied haben, was sich insbesondere bei Personen, die im unteren Bereich verdienen oder wenig Rente bekommen, zusätzlich belasten. Und jetzt, nachdem alle Erhöhungen durchgeführt worden sind und die Bürger das akzeptiert haben, kommt eine Nachricht des GKV Gesamtverbandes vom 5.3.2026 von Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender.

Er behauptet plötzlich entgegen aller vorangegangenen Trauermeldungen wegen der Kosten, die gesetzlichen Krankenkassen haben das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 3.5 Milliarden Euro abgeschlossen. Ja, sie haben richtig gelesen, Überschuss 3.5 Milliarden Euro. Er redet aber lieber davon, wie stark die Kosten im letzten Jahr insgesamt gestiegen seien, nämlich um 7.8 % von 327 auf 352 Milliarden Euro. Dabei spielen diese Zahlspielereien gar keine Rolle, der Überschuss ist ja trotz der Ausgabensteigerung entstanden, was soll das also ? Aber damit die dummen Bürger gleich mal auf Kurs gebracht werden und nicht anfangen zu glauben, jetzt reicht es mit den Erhöhungen, legt der DAK Chef Storm gleich noch nach.

Er stützt sich auf eine Studie eines Instituts, die die zu erwartende Beitragsentwicklung bis 2035 errechnet haben. Demnach könnte die Belastung der Sozialversicherung insgesamt erstmals die 50 % erreichen. Und es wird von einer Finanzlücke von bis zu 12 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenversicherungen geredet, die 2027 drohen würde. Dieser erfordere weitere 0.6 % Erhöhung des Zusatzbeitrags zur Kompensierung. Auch bei der Pflegeversicherung drohe 2027 ein Defizit von 5.5 Milliarden Euro. Das müssen mit einer Erhöhung des Beitrags um 0.3 % kompensiert werden. Bis 2033 werden weitere 0.9 % erwartet, alleine bei der Pflege. Über die Gründe, warum das so ein soll, werde ich hier kein Wort verlieren.

Ich kann die künstlich herbeigeredeten Gründe nicht mehr hören, während Tatsachen, die uns jedes Jahr mehr belasten, einfach verschwiegen werden, weil die unpopulär sind. Dazu passt ein Artikel in einer Zeitung, die 2016 behauptet hat, ein Migrant würde in Sachen Gesundheit im Monat so 180 – 200 Euro im Durchschnitt kosten, aber natürlich längst nicht alle. Fakt ist und bleibt:

Egal wie die Beiträge steigen werden, es werden immer Gründe vorgeschoben warum die Beiträge nicht reichen werden, das ist wie mit dem deutschen Staat: Der hat soviel Einnahmen wie nie und nimmt trotzdem mehr Schulden auf als je. Weil er mit Geld nicht umgehen kann. Wer viel Geld hat, verteilt auch viel Geld. Und findet immer neue Möglichkeiten Geld auszugeben.

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