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DPD und ihre Probleme mit Sendungszustellungen 2. Teil

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Bundesweit, 12.12.2025, 18:42 Uhr
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Paketzustellungen und die vielen Hürden und Tücken
Paketzustellungen und die vielen Hürden und Tücken  Bild: Alexander Fox / PlaNetFox / Pixabay.de

Bundesweit [ENA] Wie versprochen heute der 2. Teil meines Berichtes über Probleme mit Zustellungen, insbesondere von DPD. Das diese oder ähnliche Probleme auch bei anderen Zulieferern bestehen, will ich hier gar nicht bestreiten, aber aus aktuellem Anlass ist eben DPD im Bericht.

Als Einleitung möchte ich ihnen mal den original Spruch als Ansage beim Anruf der DPD bundesweiten Hotline präsentieren, an die sich die Fahrer, ob alle oder nicht, jedenfalls oftmals nicht halten. Die Ansage im Originaltext DPD: Sollten sie doch mal nicht zu Hause sein, leiten wir ihr Paket mit unseren Änderungsoptionen ganz bequem um, an einen Pickup – Paketshop zum Beispiel. Alle Infos dazu in der DPD App oder auf dpd.de

Ach, gar keine Rede davon, das das Paket einfach im Hausflur abgestellt wird und der Fahrer den Zustellbeleg selber unterschreibt. Schauen wir einmal auf dpd.de. Unter „ Empfangen „ gleich als Überschrift „ Glückliche Empfänger „. Ja, wenn man die Sendung dann auch bekommt. Desweiteren steht da, wenn keiner zu Hause ist, bekommt der Empfänger eine Benachrichtigungskarte. Weit gefehlt, die wird schon seit langem nicht mehr eingeworfen, noch nicht einmal, wenn das Paket bei einem Nachbarn abgegeben wird. Wer die Online – Sendungsverfolgung nicht hat, sieht alt aus. Interessanterweise gibt es auch den Punkt, das das Paket als „ zugestellt „ deklariert wäre obwohl noch keine Zustellung erfolgt ist.

Wenn die Sendung nicht aufzufinden ist, solle man sich an den Costumer Service wenden, der wäre gerne für den Empfänger da. Das habe ich gemerkt: Vorgefertigte Emails, die mir Aufgaben auftragen und DPD, die keine Ermittlungen nach der Sendung einleitet. Und bei Anruf und Nachfrage nur den Inhalt der Email vorlesen weil derjenige selber keine Ahnung hat (wurde selbst vom DPD Service so gesagt !).

Interessant auch das Thema, warum nicht der nächstliegende Pickup – Paketshop zur Ablage gewählt wird. Das betrifft übrigens ganz extrem GLS und DHL, die oftmals einen weit entfernten Shop nutzen. DPD erklärt ausdrücklich, das immer der nächste Shop vom Wohnort her gewählt wird, aber (Zitat): … aufgrund einer individuellen Entscheidung ein Pickup Paketshop gewählt wird, der nicht Ihre erste Wahl ist. (Zitatende). Die Rede ist ein einem Mißverständnis. Ach, bei wem wohl ?

Neben eigenen Erfahrungen gibt es eine glänzende Beschwerde auf dem Portal Reddit.com zu diesem Thema. Denn die Ausrede von DHL, nähere Packstation wären halt besetzt gewesen oder zu kleine Fächer vorhanden, stimmt oftmals nicht. Vielmehr geht es um Bequemlichkeit der Fahrer und Zeitersparnis: Die häufig genutzte Packstation/Paketshop liegt direkt in der Hauptstrasse zum Rückweg zum Depot. Damit der Fahrer nicht jedes Paket umständlich in eine andere Packstation geben muß, gibt er eben alle in der sozusagen letzten Station ab.

Diese meine These stützt genau die Beschwerde und nicht die Aussage von DHL, denn der Beschwerder schreibt (Zitat): Hier im Umkreis von 5-10min Fußweg gibt es insgesamt drei Packstation und zwei Postfilialen. Wenn also die Packstation voll ist gibt es viele Möglichkeiten einer Alternative. DHL macht das aber nie. Diesmal soll ich zu einer 8km entfernten Poststation fahren. (Zitatende) Weiter schreibt er zum Schluß, Beschwerden bei DHL führen zu nix. GENAU das habe ich auch erfahren.

Nach diesem Exkurs zurück zu DPD. Nach einem offiziellen Einblick nun noch ein kurzer Einblick in das eigentlich verborgene DPD. Sie kennen sicherlich Günter Wallraff, der mit vielen Undercoverberichten aus Unternehmen viele schlechte Bedingungen und Unzulänglichkeiten aufgedeckt und veröffentlicht hat. Sei es nun Kaufland, Zustände in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, kein Unternehmen ist sicher. Bekannt werden die Zustände aber häufig erst mit Nachweisbarkeit wenn sich Undercover Personen bewerben und als vermeintlich echte Mitarbeiter die Zustände filmen und notieren. Denn Mitarbeiter, die anonym über firmeninterne Abwicklungen sprechen, egal ob noch angestellt oder nicht, werden oftmals als „ Rächer „ dargestellt.

Weil sie ihren Job verloren haben, oder die Firmen stellen das Geschilderte einfach als „ unwahr „ dar. So auch bei DPD. Wie auch bei anderen Paketdienstleistern werden quasi permanent neue Fahrer gesucht, die in der Regel über einen Subunternehmer angestellt werden. Und die Zustellungen ? Aufgrund der großen Menge an Sendungen möchte man vermeiden, unzustellbare Pakete wieder ins Depot fahren zu müssen, deshalb versuche man die Pakete beim Nachbarn oder notfalls ohne Abstellgenehmigung abzustellen, obwohl man wisse, das das nicht zulässig sei.

Zitat aus meinem Gedächtnis: (Die blaue Tonne sei der beste Freund) (Zitatende). Und Sendungen, die aussen beschädigt sind: Die sollen eigentlich im Depot bleiben und werden neu verklebt, aber wenn man so ein Paket dabei hat, versuchen, das beim Kunden loszuwerden. Zitat aus meinem Gedächtnis: (Dann sind wir erst einmal alle Sorgen los). (Zitatende). Ein weiteres Thema, das ich auch aktuell hier behandelt habe: Die Unterschrift des Empfängers. Die scheint in einigen Fällen einfach vom Fahrer geleistet zu werden, weil das schneller geht.

Zitat aus meinem Gedächtnis: Aber nicht den original Namen nehmen, interessiert eh keine Sau) (Zitatende). Soweit aus dem „ Undercover „ Einsatz. Das komplette Video über den Undercover Einsatz bei DPD gibt es übrigens bei YouTube zu sehen mit dem Titel: „ So arbeiten Paketzusteller bei DPD „ und wurde vom MDR, Voss & Team am 22. Juni 2025 gesendet in Zusammenarbeit mit quintus-media produziert. Daher stammen die hier gemachten Zitate. Sie können die komplette Sendung in der ARD Mediathek noch bis 24. Juni 2026 unter folgendem Link sehen: https://tinyurl.com/28ejlfz4 .

Klar ist, das die hier gemachten Schilderungen nicht zwangsläufig flächendeckend und bewußt von allen Fahrern und Mitarbeitern gemacht werden. Eigene Erfahrungen und viele Internetbewertungen zeigen aber auf das es keine Einzelfälle sind, die so arbeiten. Ich selbst hatte ja auch einen DPD Fahrer gesprochen, der ganz unverblümt gesagt hatte, das er den Zustellbeleg selbst unterschrieben habe.

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