Dienstag, 23.04.2024 03:12 Uhr

Die Schanigartensaison startet in Wien

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 03.04.2024, 08:35 Uhr
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Wien [ENA] Ein fröhliches "jeder gegen jeden" spielt sich zunehmend auf Wiens Straßen ab und um den wertvollen, sowieso viel zu knappen öffentlichen Raum für immer mehr Menschen, macht sich eine Goldgräberstimmung breit. Die Gastronomie hat sicherlich dabei die Nase vorn, auch wenn die meisten der inzwischen auf 3500 angewachsenen Schanigärten meistens leerstehen und unansehnliches Mobilar allen den Platz wegnimmt.

Trotzdem dürfen sie jetzt auch im Winter offenhalten, werden tüchtig beheizt und das inmitten der sogenannten Energiekrise. Die jährliche Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der Freiluft-Saison ist auch auf dieses Thema eingegangen. Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck beteuerte " Die Schanigärten sind das verlängerte Wohnzimmer der Stadt." So sehen das auch der Obmann der Wiener Kaffeehäuser Wolfgang Binder und Bürgermeister Michael Ludwig, die gemeinsam mit der Presse im Café Engländer am Praterstern das "Frühlingserwachen" einläuteten. Gleichzeitig besiegelt diese Einigkeit auch das jahrelange Ringen um den ganzjährigen Betrieb der Schanigärten, denn zugegebenermaßen gibt es auch im Winter zunehmend viele Sonnentage.

Die Wiener Kaffeehäuser sind ein wichtiger Bestandteil des Lebensgefühls in unserer Stadt, betont der Obmann Wolfgang Binder. Wichtig dabei ist aber auch die ständige Weiterentwicklung und die Anpassung der Rahmenbedingungen. Früher musste der Diener, also der Schani, mit dem Beginn der warmen Jahreszeit, die Tische im Freien aufbauen. Deshalb wurde der Gastgarten bald Schanigarten genannt. Diese Tradition ist nun endgültig vorbei, denn seit diesem Winter können Wiens Gastronomen ihre Gärten ganzjährig betreiben.

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