Mittwoch, 21.01.2026 17:36 Uhr

Deutschland und Schweiz 2 neue Entwicklungsländer ?

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Schweiz + BRD, 06.01.2026, 00:50 Uhr
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Ein Bild deckt beide Themen ab
Ein Bild deckt beide Themen ab  Bild: Boyan Chen / Pixabay.de

Schweiz + BRD [ENA] Auch ich mit über 60 Jahren muß immer wieder dazu lernen; in den letzten Tagen habe ich gelernt, das entgegen meiner früheren Ansichten Deutschland und auch die Schweiz eher zu den Entwicklungsländern in manchen Bereichen zählen. Hier und heute Thema Gesundheit / Katastrophenschutz.

Ich fange gleich einmal mit Deutschland an. Vor 2 Tagen beginnt das Übel: Linksextremistische Gewalttäter beschädigen in Berlin eine Stromanlage, genau gesagt haben die ein Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde sabotiert. Es kam zu Stromausfällen in den Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee. Rund 45.000 Bewohner sind seitdem ohne Strom, aber auch Betriebe, Alten- und Pflegeheime, produzierendes Gewerbe, alle möglichen weiteren Auswirkungen sind einfach mal so hingenommen worden. Das Besitzen und Benutzen von Gehirnen sind ja auch bekanntermaßen 2 verschiedene Dinge. Aber das Drama kommt richtig in Gang.

Offenbar fehlende schnelle Koordination, fehlende Schlafplätze, Versorgung mit Trinken und Lebensmittel, alles dauert und dauert, bis ein paar wenig unzureichende Sammelstellen eingerichtet sind, da fehlt ein LKW um Feldbetten zu transportieren, da werden 98 jährige auf Feldbetten wie in Kriegszeiten platziert, Personen mit Pflegestufe 4 warten offensichtlich Stunden auf einem Stuhl, bis sich endlich Gegenwehr regt und die Aufmerksamkeit vor Kameras dem Bürgermeister Wegener CDU und der Innensenatorin Iris Spranger SPD so gar nicht passen, ebensowenig wie der Wutausbruch des Sohnes der 98 jährigen. Frau Spranger versucht zu beschwichtigen und das vor Kameras zu verbergen, zum Glück gelingt es ihr nicht.

Denn was hier scheinbar unmöglich ist, bis sich massive Gegenwehr rührt, ist bei Migranten selbstverständlich. Eine Flüchtlingsunterkunft wegen des Stromausfalls wurde schnell geräumt und 200 Personen im Flughafen Tegel untergebracht. Innerhalb von 2 Stunden war dort alles am Laufen. Für Normalbürger: Erst stehen nur Feldbetten und Notunterkünfte bereit, dann (wie großtzügig) dürfen auch deutsche Bürger in Hotels, sollen aber 70 Euro als Sonderpreis pro Nacht zahlen. Als die Widerstände hochkochen, will Berlin doch die vollen Kosten auf Nachweis der Betroffenheit erstatten. Und der alte Mann mit Pflegestufe 4: Nach Protesten wird er in einem Krankenwagen erst einmal ins Krankenhaus gefahren.

Ein würdevoller Umgang mit alten gebrechlichen Menschen sieht anders aus. Fehlleistungen ziehen sich durch das gesamte Krisenmanagement: Die Versorgung der Bürger läßt zu wünschen übrig, viele beklagen in Interviews fehlende Aufklärung, Benachrichtigung, wo sie Versorgung bekommen, warmes Wasser. Es fehlt an allen Ecken und Enden, nur schleppend kommt so etwas wie Hilfe in Gang, nicht zuletzt dank vieler privater Helfer und Dienstleistungsbetriebe, die kurzerhand auf einem Parkplatz 600 warme Würstchen mit Brötchen, einen warmen Tee und auf Wunsch sogar warmes Wasser mit in die Wohnung geben.

Denn es gibt noch viele Bürger, die in ihren Wohnungen ausharren. Eine andere Bewohnerin berichtet, mit Mütze und Jacke schlafen zu müssen. Derzeit habe sie um die 9 Grad in der Wohnung. Hier und da soll es heute Abend wieder Strom gegeben haben, die Kernaussage ist aber: Bis Donnerstag durchhalten, und das bei starken Minustemperaturen. Da hilft auch kein Polizeiwagen, der zu Beginn durch die Strassen fährt und den Bürgern rät, Taschenlampen und Kerzen zu verwenden. Da wäre ich und viele andere gar nicht drauf gekommen. Angesichts dieses eher Chaos, wie ich finde, mutet es dann doch seltsam an, gerade vor wenigen Tagen mal so eben 90 Milliarden Euro in die Ukraine verschoben zu haben.

Und dann nochmals 170 Millionen Euro Winter-/Nothilfe zu schenken. Aber in Deutschland ist es nicht möglich, mit Benzin betreibbare Stromaggregate zu verteilen, zumindest einer pro Häuserblock, denn die sind ja alle in der Ukraine und weitere sollen folgen. Aber jetzt erklären sich für mich 2 Dinge, die ich früher nicht verstanden habe: Das ist die sicherlich von Habeck angesprochene Dunkelflaute, und Gauck, unser früherer Bundespräsident, propagandierte ja den Spruch: Man könne ja wohl mal für die Ukraine ein bißchen frieren. Wisster Bescheid.

Für mich ist es auch interessant, ob die verantwortlichen regierenden Personen mal endlich massiv gegen die Straftäter vorgehen, bekannt sind die schon seit geschätzt 15 Jahren. Wie schreibt es so schön die Berliner Zeitung (Zitat): Seit 15 Jahren terrorisieren Linksextremisten die Einwohner. Doch Politik und Justiz setzen die Prioritäten anders. Mich wundert das nicht: Linke sitzen im Bundestag, Antifa und linke Krawalltäter werden mit Geldern von höchster Stelle gesponsert, also ? Ich sage: Nix wird passieren, in 3 Wochen fragt keiner mehr.

2. Fall. Der schwere Brand in einer schweizer Bar in Crans Montana. 40 Tote und 119 größtenteils Schwerstverletzte sind zu beklagen, meist mit hochgradigen Verbrennungen mit über 60 % Körperregionen. Nach ersten Auskünften eines nahegelegenden Krankenhauses wurden viele in umliegende Krankenhäuser verteilt und erstversorgt, doch bei vielen muß Haut transplantiert werden, eine vollständige Genesung wird teils Monate dauern. Wie konnte es dazu kommen ? Großer dunkler Nebel zu Beginn, keiner will raus mit der Sprache, nur die Bestürzung und Trauer ist groß. Doch dann kommen immer mehr Wahrheiten ans Licht; unbequeme Wahrheiten. Gäste waren Personen ab 14 Jahren, 16 Jahren, die gar nicht hätten eingelassen werden dürfen.

Unzureichende Notausgänge und Sicherheitsmaßnahmen in den Innenräumen, dazu offensichtlich leicht brennbare Deckenverkleidung, und leichtsinniger Umgang mit Wunderkerzen, die in Flaschen gesteckt in die Höhe gehalten worden sind. Angeblich seien Personen auf die Tische gestiegen, dabei habe die Deckenverkleidung Feuer gefangen. Das perfide: Obwohl der Brand sich schon ausbreitete, wird weitergefeiert, Personen machen sogar vom Brand Aufnahmen mit den Handys. Bis auch der Letzte merkt, das die Lage lebensbedrohlich ist, ist es für viele zu spät. Die einzige nach oben führende Treppe hoffnungslos überladen, es geht nix mehr. Soweit in Kürze die Fakten.

Zuerst heisst es, Brandopfer seien in Spezialzentren in Zürich und Lausanne gekommen, 22 und rund 12 seien das. Zürich besitzt im Universitätsspital als erstes in Europa ein besonderes Brandverletztenzentrum, DAS führende in ganz Europa. Auch Lausanne ist so ein Verbrennungszentrum zugegliedert. Die Werbung lautet: Eines der besten Krankenhäuser der Welt. Mit 12844 Mitarbeiter ein riesiger Komplex. 2 Milliarden Schweizer Franken Jahresbudget. Können aber nur 12 Patienten aufnehmen. Mit Bern, Genf, Basel, selbst Lyon in Frankreich stehen diverse Krankenhäuser nahe zur Verfügung. Aber plötzlich die Info, rund die Hälfte wurden ins Ausland verfrachtet.

Nanu, wo doch die Schweiz so so hochgelobtes Gesundheitssystem hat, kommen die mit 119 Verbrennungsopfern nicht klar ? Sorry, das wundert mich. Selbst Mailand wäre eine Adresse viel näher gewesen. Aber stattdessen werden Verletzte an 5 Orten in Deutschland behandelt. Ist mir ein Rätsel. Und öffentlich rechtliche Medien wissen auch nix genaues: Während der MDR von 11 Verletzten mit Behandlungen in Deutschland schreibt, behauptet der WDR, das insgesamt 9 in Deutschland behandelt werden. Ausserdem sei es üblich, das Verbrennungsopfer aus der Schweiz aus Kapazitätsgründen in Deutschland behandelt würden.

Mein Fazit in beiden Fällen: Beides sind minimale Vorkommnisse, die wenige Bürger betreffen. Das zeigt, wie verwundbar Europa ist, das sich immer so stark darstellt. Was passiert eigentlich, wenn wir aufgrund eines Krieges Zehntausende Bürger mit Verbrennungen haben in ganz Europa ? Dann gibt es eine Triage und 9000 müssen wohl sterben, wenn jedes Land nur 20 – 30 behandeln kann. Wie hat das eigentlich damals Hiroshima gemacht bei rund 70.000 verletzten Personen, viele mit starken Brandverletzungen ?

Das gleiche gilt für die Wiederherstellung und der Dauer der Wiederherstellung der Stromversorgung: In der Ukraine wird das innerhalb 24 Stunden erledigt mit viel größeren Schäden, so wird in den Medien berichtet, in Deutschland dauert es 5 Tage bei 45.000 Einwohnern. Das macht echt Mut für den möglichen anstehenden 3. Weltkrieg.

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