Montag, 25.01.2021 17:39 Uhr

Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems

Verantwortlicher Autor: Lord Nicolaus Dinter Hamburg, 24.11.2020, 17:52 Uhr
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Plato, Höhlengleichnis
Plato, Höhlengleichnis  Bild: Lord Nicolaus Dinter

Hamburg [ENA] In der Bundesrepublik sind Neuerungen im Gesundheitssystem eingeführt worden, in den letzten fünf Jahren, die sich in der Pandemie nochmals beschleunigt haben. Krankenpfleger / innen bekommen heute weniger als die Hälfte ihres Lohnes wie vor fünf Jahren.

Therapeuten und Psychologen müssen teilweise für noch weniger arbeiten. In Deutschland war der psychische Krankenstand 2012 bei 80%, heute mit der Pandemie liegt er weit über 90%. Das sind Fälle, in denen dringen Hilfe benötigt wird, durch Fachkundiges Personal. Bis ins Jahr 2008 dauerte eine Psychologische Psychotherapeuten Ausbildung ca. 15 Jahre, heute ist sie, sofern Mensch gut auswendig lernen kann, in fünf Jahren zu schaffen. Es werden auch nur noch im kassenärztlichen System Psychologische Psychotherapeuten zugelassen, alle Anderen, teilweise spezialisierten, werden negiert.

Der Begriff Psychologloge wurde 1943 gebildet, aus der Not heraus, dass Frontsoldaten psychische Probleme zeigten; damals wurden Therapeuten eingesetzt, die für die Behandlung 76 Stunden erhielten; heute werden für Trauma – Behandlungen 25 Stunden gewährt. Unser Gesundheitssystem entlässt Menschen nach einer Operation nach zwei Tagen in die Selbstpflege. Mit dem Risiko von Langzeitschädigungen. In der Pandemie wird ein Zusammenbruch des Systems verhindert, in dem alle Behandlungen abgesagt wurden, die nicht Lebensbedrohlich sind. Was das für Langzeitschäden verursacht weiß keiner und will auch keiner wissen. Selbst das Covid-19 Langzeitschäden verursacht, rückt aus dem Focus, stattdessen wird darüber debattiert.

Ob und wie die Fachleute Langzeitschäden erfassen und wann denn die Schädigungen erfasst werden, in zwanzig Jahren oder wann auch immer, aber nicht heute. Prävention und Anerkennung von Langzeitschädigungen sind im System nicht vorhanden. Da werden Menschen sich selbst überlassen, damit die Gewinne stimmen; die heute erzielt werden können. Es wird am Personal gespart und an Lohnkosten, um die Optimierung zu steigern. Das es Menschenleben oder zukünftige, nicht überschaubare Kosten verursacht, interessiert dabei keinen. Ich habe zu dem Thema einen sehr interessanten Artikel in einer großen Tageszeitung gelesen. Quintessenz es wurde über die Problemdebatte debattiert.

Immerhin auf fünf DINA 4 Seiten blieben nur die Überschrift; „Sie brauchen Unterstützung – damit die Gesellschaft stabil bleibt.“ Keine Vorschläge, keine Lösung Ansätze, keine Ideen, nur das Problem wurde analysiert, ob es denn ein Problem ist oder werden kann und ob Prognosen möglich sind auf Grund von Erfahrungswerten oder doch besser Abwarten und in zwanzig Jahren weiter machen. Letzteres, da waren sich alle einig, zwanzig Jahre zu warten ist die billigste Lösung.

Genauso sieht es in der medizinischen Versorgung aus, oder gar in der Therapeutischen. Abwarten, was passiert und wenn alles zusammen gebrochen ist kann Mensch ja neu nachdenken. Oder warum internationale Vergleiche oder Studien heranziehen, wir in Europa machen alles anders, weil wir sind Anders. Wer hier nicht den Fehler findet, hat wirklich noch nicht gemerkt, was da auf uns zukommt; der komplette Zusammenbruch der Gesellschaft.

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