Freitag, 03.07.2020 15:30 Uhr

Corona Maskomat Göttingen erste Lockdowns Diverses 04.06.

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 04.06.2020, 00:37 Uhr
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Weltweit 6.390 Mill. Infektionen
Weltweit 6.390 Mill. Infektionen  Bild: Christian Daum / www.pixelio.de Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Göttingen [ENA] TOP 3 Infektionsraten:USA 1.8 Million, Russland 431.000 Fälle, Großbritannien 281.000 Fälle. Die größten 3 EU – Infektionsländer: Spanien rund 240.000, Italien rund 234.000 Fälle und Deutschland 184.000 Fälle mit 8602 Toten. Brasilien explodiert bei 555.000 Fällen. Über 383.000 Todesfälle weltweit.

DAILY NEWS 04.06.2020: Am heutigen Tage (sorry, ich meine in der heutigen Nacht) kommen 2 Hauptthemen auf den Tisch: ich werde nochmals umfassender den Maskomaten vorstellen, als zweites über die dramatische Corona – Infektionskrise in Göttingen berichten und drittens ein paar allgemeine Corona News berichten. Los geht´s wie gesagt mit dem Maskomaten. Ich berichtete bereits vor einer guten Woche und davor schon davon. Der Name läßt es erahnen, dieser Automat hat irgendetwas mit Masken zu tun. Richtig, gerade in diesen Coronazeiten, wo wir noch lange die Maskenpflicht in Läden und ÖVPN haben werden, macht es Sinn, das man, falls vergessen, auch mal schnell eine Maske vor dem Einkauf „ ziehen „ kann.

Das fand der Lebensmitteleinzelhändler Netto Marken-Discount ebenso und schon war der erste Standort in Deutschland gefunden. Die Firma Flavura aus Berlin, bekannt unter anderem als spezialisierter Automatenhersteller und Fachhändler von hochwertigen Kaffeeautomaten, hat inzwischen verschiedene Maskomaten entwickelt und der erste und gleichzeitig zweite wurde letzte Woche vor 2 Netto Filialen in Hamburg eingeweiht. Wer diese sucht, die Maskomaten stehen vor den Filialen in der Steilshooper Allee und in der Alsterdorfer Straße. Als Selbstbedienung konzipiert kann man hier für einen Euro eine verpackte Maske erwerben.

Seit 28. Mai ist das so, und Ole van Beust, ehemaliger regierender Bürgermeister von Hamburg, hatte sich zu diesem Termin gleich einmal aufgemacht, die Maskomaten offiziell einzuweihen. Über die Anzahl der im Maskomaten standardmäßig befindlichen Masken und deren Nachfüllsystem ist bisher nichts bekannt. Derzeit bietet Netto aber in ihren Filialen einen 50er Pack Masken für 33.- Euro an bzw. einen 5er Pack hochwertiger 3lagig Masken für 9.99 Euro, wer also noch Bedarf hat, die Maskenpflicht wird noch lange gelten und Klagen gegen den Maskenpflichterlass, ich berichtete gestern, sind so gut wie aussichtslos.

Fotorechte: Kur- und Tourismus GmbH Zingst

Kaum in Hamburg in Betrieb genommen, geht schon der 3. Maskomat an den Start: Als erster deutscher Urlaubsort präsentiert sich der Maskomat am Hauptübergang zur Seebrücke im Ostseeheilbad Zingst ab sofort den Bewohnern und seinen Gästen. Gestiftet wurde der Flavura Maskomat vom Hotel Stone in Zingst. Gerade rechtzeitig vor Pfingsten, denn bei dem schönen und warmen Wetter war das Ostseeheilbad sicherlich gut besucht. Wir bleiben dran und sind gespannt, wie und wann der Maskomat in Deutschland seinen Maskensiegeszug antreten wird. Zum Bild: Links: Florian Schmidt, Inhaber des Hotel Stone in Zingst Rechts: Matthias Brath, Geschäftsführer Kur- und Tourismus GmbH Zingst.

Denn die Sommerferien lauern schon, die Reisewarnungen entfallen ab 15. Juni und das EU weite Reiserecht wird sicherlich zu fast 100 % wiederhergestellt, da möchte sich der eine oder andere schnell noch eine Maske ziehen, die man im Stress des Packens wieder vergessen hat. Deshalb bieten sich sicherlich auch Standorte an, die viel besucht und zentral sind. Das nächste Thema ist leider im doppelten Sinne gar nicht schön. Zum einen weil es immer wieder Unverbesserliche Unbelehrbare DUMME Personen gibt, die einfach Ihr Gehirn ausschalten und sich ohne Einhaltung jeglicher Regeln treffen, feiern, rauchen und dann Hunderte von Personen, die teilweise gar nicht alle lokalisiert werden können, infizieren und es geht denen am Arsch vorbei.

Wenn Sie aber erst einmal krank sind, dann wollen sie behandelt werden, und die Kosten für deren Dummheit trägt die Allgemeinheit. Zum zweiten wohne ich selber in Göttingen, deshalb finde ich hier die Situation doppelt beschissen. Denn wie hat Herr Köhler, OB heute in der Pressekonferenz gesagt: Neben den ersten Maßnahmen, Schulen sind geschlossen, erst einmal bis Montag, Freibäder zu, Sportvereine dürfen keinen Kontaktsport / Mannschaftssport mehr ausüben, kann es durchaus weitere Maßnahmen Richtung Lockdown geben, wenn sich die Lage nicht kurzfristig entspannt.

Und wer glaubt schon daran, wo wir doch gerade die Spitze des Eisbergs kennen. Denn die Personen wandern ja immer noch frei und fröhlich in der Gegend herum, ein paar sind inzwischen in Quarantäne, aber Frau Broistedt, Dezernentin Soziales und Kultur, sagt es selber: Wir haben die aktuellen Zahlen gerade erst vom Krisenstab bekommen, wir werden noch heute damit beginnen die Vereine anzurufen und aufzufordern, den Mannschaftssport einzustellen. Wieviel Vereine hat denn Göttingen, Frage eines Journalisten: Weiß Sie nicht, Köhler auch nicht. Na ja. Kommt davon, wenn man zur PK kein Notebook und Internet zur Verfügung hat. Und was noch gestern galt ist heute schon anders: Entgegen der Aussage der letzten Tage,

Entgegen der Aussage der letzten Tage, eine komplette Testung des Iduna – Wohnkomplexes käme nicht in Frage, klingt heute so: Wir haben im Melderegister geschaut und werden alle rund 600 gemeldeten Personen testen, es halten sich in dem Gebäude aber rund 700 Personen auf. Aha, was macht Sie denn mit denen, wo sind die, wer sind die, hat Sie die überhaupt auf den Schirm ? Hören wir weiter zu: Diese Personen werden alle angeschrieben und aufgefordert, zu einem bestimmten Termin sich in einem von 2 Bereichen, wo Testzelte aufgebaut werden, zu melden, damit keine lange Schlange entsteht. Diese Testung ist nicht freiwillig und bußgeldbewehrt, so Broistedt weiter. Sie hofft bis zum Wochenende das Procedere erledigt zu haben.

Was glaubt Sie denn wie die Bewohner Ihre Nachricht aufnehmen werden. Mit Begeisterung wohl kaum. Dabei vergißt Sie nicht mehrfach zu betonen, das Sie NATÜRLICH keine Diskriminierung der Bewohner machen will, es gibt dort sehr viele vernünftige Bewohner, die auch froh wären, das Sie getestet werden und so eine Sicherheit hätten. Das glaubt Sie. Weiß Sie aber nicht, Sie betont 2x in Ihrer Rede Ihren Glauben. Freut mich für Sie. Glauben nützt nur nix und bescheinigt Göttingen die Schwerfälligkeit sinnvoll mit Corona umzugehen und vor allen Dingen schnell und konsequent zu handeln. Denn: Die Personen, und es sind ja nicht wenige, wandern schon seit über einer Woche und jetzt nochmal 5 Tage durch die Lande.

Sie sagt ja selber, eine Person, die jetzt im Krankenhaus liegt, hätte viele Kontakte gehabt. Da haben die Personen wenigstens die Möglichkeit, weiter andere anzustecken. Und was glaubt Sie denn, weil Sie ja so gläubig ist, wieviele am Wochenende gar nicht da sind weil sie sich verpissen, um den Maßnahmen zu entgehen. Das richtige Vorgehen wäre doch hier in einer solch dramatischen Lage: Per Aushang die Bewohner informieren, zusätzlich Einwurf in alle Briefkästen, Anordnung, am nächsten Tag zum Test zu erscheinen. 2 Zelte vor dem Gebäude auf dem Parkplatz aufzubauen, jede Stunde gemachte Tests wegzukarren und neue anzuliefern kann doch gar kein Problem sein.

Und die Krankenhäuser haben doch genügend Personal, angeblich ist doch Corona erledigt, dann kann man doch Personal in diesen Zelten einsetzen, das kann doch kein Problem sein – normalerweise, in Göttingen schon. Und auf die Frage eines Journalisten, ob man das filmen kann, zumindest teilweise, eine klare Absage von Broistedt, das wären medizinische Leistungen, das ginge da nicht. Iss klar, wäre ja auch bundesweit das erste Kamerateam, das dabei filmen dürfte.

Abgesehen davon widerspricht Herr Köhler ausdrücklich der Aussage einiger Journalisten, die Stadt Göttingen würde nicht rechtzeitig informieren. Nein, Herr Köhler, Sie haben Recht. Das Problem ist lediglich, das Wort rechtzeitig hat bei der Stadt Göttingen eine andere Bedeutung als z. B. bei google.de erklärt wird. Zahlen werden, obwohl sie bekannt sind, nicht jedem gegeben, und auf der Internetseite der Stadt stehen sie auch nicht, gewisse Medien haben sie aber schon. Das Gesundheitsamt antwortet gar nicht, das Presseamt verweist auf spätere Zahlen, nennt diese aber dann nicht und zum Thema Infizierter aus einem Altenheim in Göttingen nennt Frau Broistedt nicht den Namen des Altenheimes.

Man wolle doch erst die Bewohner und das Altenheim verständigen. Auch das Altenheim soll komplett durchgetestet werden. Kann doch nicht so lange dauern, was soll denn das Gerede ? Später läßt Sie sich immerhin dazu hinreißen, die ungefähre Zahl der Bewohner, rund 123, zu nennen. Und auch im Freibad Weende gab es eine Infizierung. WOW, Sie sagt sogar das es in Weende ist. Aber apropo rechtzeitig: Der Termin für die Pressekonferenz am morgigen Tag ist um 23:19 Uhr noch nicht online, vielleicht fällt dieser aber auch aus. Die Zahlen Stand heute Nachmittag: 105 Infizierte mit ca. 220-230 Kontakten, davon 86 aus dem Stadtgebiet. Dazu kommen 130 externe Kontakte.

Dies sind aber nur 30.8 Infizierte pro 100.000 Einwohner, also alles im grünen Bereich. Ach nee, Herr Köhler sagt, Göttingen sei aus dem grünen Bereich längst heraus. Okay, hier noch ein paar gesammelte „ Werke „ zum Abschluß: Allgemein wird ja derzeit das Ende von Corona propagandiert, indem man quasi alles freigegeben hat, was nicht zu großen Menschenansammlungen führt. Die machen die Bürger ja inzwischen sowieso selber. Interessant in diesem Bezug ist, das ja eigentlich so gut wie alle Intensivbetten frei sein müßten, denn wie hatte ja Spahn gesagt: Wir haben auf 60.000 Betten aufgestockt, wir sind bestens vorbereitet.

Aha, und jetzt, wo ja quasi kaum noch schwere Fälle sind, abgesehen von ein paar Herzanfälle und Co. , stelle ich fest, das Stand 01.06.2020 23:00 Uhr lt. DIVI Intensivregister nur rund 40 % der Intensivbetten überhaupt frei sind, und das in der Corona – Tiefzone. Was stimmt denn da nicht ? Ich komme beim Zusammenzählen aller Intensivbetten auch nicht auf die Zahl von den propagandierten 60.000 Betten lt. Spahn. Und wieder haben sich Lobbyisten zusammengefunden, Geld vom Staat zu fordern. Jetzt schnell noch mit dabeisein, bevor das Geldeinfallstor zugeht von der Bundesregierung. Zum einen will die Musikindustrie rund 590 Millionen Euro als Hilfeleistungen für Clubs, Soloartists und Co.

Und auch der ÖPNV soll und will gerne mit rund 2.5 Milliarden Euro bedacht werden, denn die Fahrgastzahlen seien sage und schreibe um 70 – 90 % eingebrochen. Nanu, wie erklärt sich das denn ? Vielleicht daher, das wir doch alle wochenlang zuhause bleiben sollten, immer noch Millionen Personen im Kurzarbeit Null sind, d.h. gar nicht arbeiten ? Eines ist doch klar: Egal welche Hilfen die ÖPNV bekommen, und wir wissen ja, das der öffentliche Nahverkehr sowieso in der Regel nur Defizite einfährt und daher von den Städten jedes Jahr sowieso Zuschüsse bekommen, was sollen also die Hilfsgelder, der ÖPNV zahlt doch sowieso seine Defizite nicht, egal ob 10 % oder 80 %. Völlig daneben.

Und noch ein Nachtnachtrag zu Göttingen: Da wohl offensichtlich doch die Sturheit einiger Göttinger in Sachen Testung und Quarantäne bekannt zu sein scheint, hat die Landesregierung eine Verlautbarung rausgegeben, das die Verweigerung eine Straftat darstelle und diese Personen auch per Gerichtsbeschluß eingewiesen werden könnten. Na endlich mal einer, durch durchgreift / durchgreifen will. Hallo, dagegen kann man doch garantiert einen aufschiebenden Widerspruch einlegen ? Weiter geht´s morgen in gewohnter Weise.

ACHTUNG liebe Leser: Leider kann ich meinen Komplettbericht über Corona nicht mehr aktualisieren. Daher muß ich jeden Tag einen Einzelbericht machen. Sie können ab sofort alle Corona - Berichte komplett auf meiner Webseite abrufen. Bitte notieren Sie sich UNBEDINGT diese Web - Adresse: www.foto-web.eu. OHNE Werbung, reine Infos und Fotos aller Art. Ebenso finden Sie dort alle meine Berichte seit 2015 zum Lesen und Download. Sie finden alle Berichte in Kürze unter: www.foto-web.eu.

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