Samstag, 11.07.2020 20:56 Uhr

Corona Maskenprobleme APP Betrügereien ansteigend 27.06.

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 27.06.2020, 13:56 Uhr
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Weltweit 9.7 Mill. Infektionen Deutschland 194.000 erreicht mit 8965 Toten
Weltweit 9.7 Mill. Infektionen Deutschland 194.000 erreicht mit 8965 Toten  Bild: Christian Daum / www.pixelio.de Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Göttingen [ENA] TOP 3 Infektionsraten: USA 2.45 Million, Russland 620.000 Fälle, Indien 490.000 Fälle. Die größten 3 EU – Infektionsländer: Spanien rund 248.000, Italien rund 240.000 und Frankreich 198.000 Fälle. Brasilien explodiert bei über 1.2 Million Fällen. Über 491.000 Todesfälle weltweit.

DAILY NEWS 27.06.2020: Inzwischen haben sich Arbeiter von Tönnies, insbesondere welche, die wieder nach Rumänien geflüchtet sind, vor der Kamera über die Zustände der Arbeitsbedingungen geäußert. Bereits infizierte Arbeiter seien weiter zur Arbeit gegangen, es habe keinen interessiert. Bis zu 10 Personen in einer Unterkunft zusammen, darunter Infizierte. Abstandsregeln am Fließband gar nicht möglich, was auch Videos aus dem Unternehmen belegen.

Allerdings ist eine Logik nicht nachzuvollziehen: Die Krankheit hätten sie, die Arbeiter, nicht nach Deutschland gebracht. Denn dort wäre die Coronazahl zu diesem Zeitpunkt schon 10x so hoch wie in Rumänien gewesen. Sagt ein Arbeiter, der aber auch weiß, das die genaue Zahl wegen fehlender Massentests in Rumänien gar nicht genau bekannt ist. Auch wenn in einem Land weniger offiziell infiziert sind als in dem Land, wo man hinreist, heisst das auch nicht automatisch, das man kein Corona mitbringt. Kontrollen wurden ja bei der Ankunft in Deutschland nicht gemacht.

Und beim Abflug in Rumänien: Fieber messen am Flughafen, wo doch nun auch der Letzte begriffen haben muß, das das überhaupt nichts aussagt und erst nach Tagen, wenn überhaupt, festgestellt werden kann. Anders dann im Flugzeug: Dichtes Gedränge, Abstand Nein Danke. Auch nicht in den Bussen, die zu den Wohncontainern fahren. Nicht in den Wohncontainern. Bei den Spargelbauern. Die Zahl derer, die zurückgekehrt sind ohne Test, sind unbekannt. So berichtet im Auslandsjournal vom ZDF. Und da ja schon Tönnies wieder am „ Abklingen „ ist, bekommen wir heute wieder eine neue Hiobsbotschaft; diesmal eine Dönerfabrik, mal wieder in NRW, genau gesagt in Moers. Dort sollen inzwischen 79 der insgesamt 275 Mitarbeiter infiziert sein.

So berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Und in diesen Tagen nur allzu verständlich, wenn jeder Kunde vom Einkaufen kommend aus dem Laden herauskommt und endlich die Maske abnehmen darf, Ausstieg aus dem Bus oder Bahn: Der erste Griff führt unweigerlich zum Abriss der Maske, gerade in diesen Tagen bei Temperaturen bis zu über 30 Grad eine extra Tortur, die auch den Kreislauf belastet. Interviews in Fahrschulen, Bäckereien und Gastronomen zeigen schon jetzt, das viele an ihre Grenzen kommen oder schon gesundheitliche Probleme wie Schwindel, Kopfschmerz und allgemeine Schlappheit bekommen. Und das nach bis zu 8 Stunden permanenter Maskentragepflicht.

Das geht inzwischen soweit, das sich eine Bäckereiangestellte vehement gegen die Maskentragepflicht eingesetzt hatte und auch nach mehreren Aufforderungen von Ordnungskräften, die Maske anzulegen, sich weigerte. Sie erwartet nun ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit. Warum die Angestellte so stur war, wurde nicht bekannt. In der Bäckerei in Düsseldorf sollen allerdings noch weitere Regelverstösse vorgefunden worden sein: Kein Plexiglasschutz an der Theke, versch. Utensilien auf den Tischen zur Selbstbedienung. Das Geschäft wurde vorerst geschlossen. Auch der Inhaber darf mit einer saftigen Rechnung rechnen.

Und Neuigkeiten gibt es von der Corona App. Statt das sich andere EU Länder dieser anschließen, schließlich wollte und sollte es doch EU weit bald möglich sein, Daten auszutauschen, zumindest was die Erkennung von Infizierten geht, bringt nun Dänemark auch eine eigene App raus. Auf NTV Online redet ein superschlauer Moderator davon, das die deutsche App z. B. auch schon auf Mallorca funktioniert.. wenn ein anderer Deutscher diese auch installiert und eingeschaltet hat, sonst nicht. Ach, diese Weisheitenverbreitung auf NTV Online hauen einen immer wieder um.

Es wird allerdings öfters von instabilen Verbindungen zwischen den App Trägern berichtet, die dann in eine Fehlermeldung münden. Man solle dann aber nicht die Hotline anrufen, hier würde sicherlich noch nachgebessert. Ach, das ist ja schön, vor- oder nach meinem Sommerurlaub ? Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit Erwin Rüddel von der CDU/CSU brachte weitere lebenswichtige Erkenntnisse an den Tag: Es gibt im Moment noch Geräte, auf den die App nicht so läuft wie wir das gerne hätten. (wie jetzt, die App läuft auf vielen alten Geräten und bestimmten aktuellen Modellen gar nicht, was heisst hier läuft nicht so…).

Weiter: Apple und Google sollten mal prüfen ob sie nicht für ältere Geräte ein Update erstellen können damit die Nutzer auch die App anwenden können. (Abgesehen davon das das viel zu teuer ist ein Update für eine App zu schreiben, warum fällt das Herrn Rüddel jetzt ein und warum hat er nicht während der monatelangen Entwicklung gleich darauf hingewiesen ?). Weiter: Ausserdem gibt es im Handel Android Geräte für 50 Euro, wo man diese App nutzen kann (Bitteschön, ist doch eine Lösung. Und mit dem Codewort WCAN (WilligerCoronaappnutzer) bekommt man im Einzelhandel sogar 20 % auf den Neukauf, wenn es wegen der App ist; habe ich gehört, kann ich aber nicht bestätigen).

Auf die Frage, warum eigentlich bei unserem Ausländeranteil die App nur auf Deutsch ist, entgegnet Rüddel: Hier steuern wir schnell nach, neben Englisch wird es diese auch auf Türkisch geben. Wir wollen in Kürze die Sprachen anbieten, die in Deutschland relevant sind. Das unsere App jemals mit anderen EU Apps, die es ja schon in anderen Ländern gibt, kompatibel wird, klingt in der Aussage Herrn Rüddel nicht so, er redet mehr von Problemen als von Lösungen. Zusammenfassend sieht er noch viel Arbeit an der App, der man sich aber stellt. Das ist schön. Wir fragen Weihnachten nochmal nach. Wollen ja nicht zu viel Druck aufbauen.

Schon lange kursieren ja Nachrichten im Internet, wonach sich so einige Wirtschaftsbetriebe, aber auch Privatpersonen mit Hilfe von Anwälten überlegen, gegen die Länder Klage zu erheben, weil manche Coronamaßnahmen zu hart, zu spät, zu lange, zu was weiß nicht nicht erfolgt sind. Und wenn erst einmal damit angefangen wird, kommt schnell eine Welle in Gang. Und schon ist es begonnen: Ein Restaurantbesitzer aus Steinhude klagt nun gegen das Land Niedersachsen am Landgericht Hannover. Angeblich ist sein belegbarer Schaden rund 50.000 Euro, er verlange aber im Rechtsstreit nur 10.000 Euro vom Land. Ein Urteil wurde gestern noch nicht gesprochen, aber es wird eine Abschmetterung seiner Forderung erwartet.

So wie die Verhandlung gestern abgelaufen ist. Schon gestern hatte ich über Coronahilfen – Betrügereien berichtet. In Berlin scheinen diese Ausmaße besonders groß zu sein. Warum ? Nach Recherchen vom Politmagazin Kontraste sollen fast alle Anträge quasi durchgewunken worden sein. Bedeutete in der Praxis: Keine Prüfung von Einträgen von Handelsregistern, keine Identitätsprüfung. Angeblich wurden hier und da sozusagen stichprobenartig Bankverbindungen gecheckt. Wie leicht die aber online zu bekommen sind, auch in der heutigen Zeit, sollten Behörden eigentlich wissen.

Aufgrund dieser Arbeitsweise wird die Betrugszahl in Kürze über 1000 Fälle ansteigen. Nicht nur das die Aufarbeitung, Nachprüfung und damit zu eröffnende Strafverfahren enormen Manpower und Gelder kostet, erst einmal müssen die Gelder zurückfliessen. Es soll sich um eine Summe weit über 1 Milliarde Euro handeln. Herzlichen Glückwunsch, echte Glanzleistung. Zu dieser Glanzleistung passt die Mitteilung über eine Sondersitzung des Berliner Senats am heutigen Tage, auf der ein weiteres Wirtschaftscoronahilfspaket für kleine Unternehmen 10 – 250 Beschäftigte beschlossen werden soll. Das ist praktisch, dann kann man gleich einen neuen Antrag nach den neuen Regeln stellen, falls der Alte dann noch nachträglich abgelehnt wird.

Dafür stehen 500 Millionen Euro zum Verpulvern zur Verfügung. Thema Türkei als Urlaubsland. Trotz der Reisewarnungen der Bundesrepublik aus bereits genannten Gründen lassen sich viele Urlauber ihre Reisepläne nicht verderben. Bis zum Wochenende sollen um die 55 Flüge in die Türkei gehen, in den nächsten 2 Wochen werden es über 200 sein, weiter steigende Buchungen. Hoffentlich sind sich die Reisenden bewußt, das es keine kostenlosen Rückbeförderungen geben wird, wenn man den Aussagen von Maaß glauben darf. Desweiteren könnten bei Infizierungen die Krankenkassen Zahlungen verweigern, eben wegen der Reisewarnungen.

Aber wir alle kennen ja unsere Pappenheimer inzwischen. Wenn die dann am Urlaubsort Probleme bekommen, dann nach der Methode: Die müssen mir ja helfen, können mich ja nicht verrecken lassen. Und eine Restinfo habe ich noch aus Göttingen. Spielort nach wie vor die Groner Landstr. Wie jetzt bekannt wurde, wurde den Bewohnern nicht nur kostenloses Essen und Trinken, Windeln, Medikamente, Alkohol und Drogen gegeben, sondern gleich mal großzügig FFP2 Masken kostenlos verteilt.

Man hat´s ja, jeder Hartz IV Empfänger oder Rentner mit kleiner Rente wird beim Kauf von Hygieneartikeln alleine gelassen, hier wir mit beiden Händen das Geld zum Fenster rausgeschmissen. Selbst jetzt nach Aufhebung der kompetten Quarantäne am gestrigen Freitag werden weiterhin die Sachen kostenlos verteilt. Hat es auch noch nicht während irgendwelcher Coronafälle in Göttingen gegeben.

ACHTUNG liebe Leser: Leider kann ich meinen Komplettbericht über Corona nicht mehr aktualisieren. Daher muß ich jeden Tag einen Einzelbericht machen. Sie können ab sofort alle Corona - Berichte komplett auf meiner Webseite abrufen. Bitte notieren Sie sich UNBEDINGT diese Web - Adresse: www.foto-web.eu. OHNE Werbung, reine Infos und Fotos aller Art. Ebenso finden Sie dort alle meine Berichte seit 2015 zum Lesen und Download. Sie finden alle Berichte in Kürze unter: www.foto-web.eu.

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