Montag, 06.12.2021 16:47 Uhr

Canon EOS R3 erster Eindruck

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 27.10.2021, 16:09 Uhr
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Die neu EOS R3
Die neu EOS R3  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Heute (26.10.21) wurde bei photouniversal in Fellbach die neue Canon EOS R3 vorgestellt. Auch war ein Modell der Kamera vor Ort, damit sich die Teilnehmer einen Eindruck von der Kamera machen konnten. Auslieferung erfolgt ab 26.11.2021. Zur Zeit sind nur 3 Kameras in Europa auf Canon-Tour.

Bei diesem Bericht handelt es sich um meinen persönlichen Eindruck, den die Kamera auf mich gemacht hat. Stolze 5.666,00 Euro soll der geneigte Käufer für das neue Kameramodell auf den Ladentisch legen. Die EOS R5 liegt derzeit bei 4.500,-- Euro. Preise nur für das Gehäuse ohne Objektiv. Natürlich wird die EOS R3 von Canon als Spitzenkamera dargestellt und mit der EOS 1d mark IV verglichen. Wobei klar ist, die eine ist eine Spiegelreflexkamera, die andere eine Systemkamera (ohne Spiegel). Geschwindigkeit, Megapixel und ISO-Werte sprechen für die EOS R6. Auch das Gewicht der Kamera ist sehr angenehm.

Ein Highlight der Kamera ist die AF-Steuerung (Autofocus-Steuerung) durch das Auge. Soll heißen, wenn man ein Objekt durch den Sucher anschaut, merkt das die Kamera und setzt den AF-Messpunkt automatisch auf das Objekt. Nachteil dieser Methode ist, dass sie bei Gleitsichtbrillenträger ab einer gewissen Dioptrienzahl (abhängig von der Gleitsichtbrille) nicht funktionieren kann. Hier empfiehlt Canon den Nutzer die Kamera ohne Brille zu benutzen. Allerdings lässt sich der Sucher nur bis zu einer Dioptrienzahl von bis zu 3 einstellen. Jetzt muss man sich mal vorstellen, je nach dem was man fotografiert, würde das bedeuten Brille ab, Foto machen, dann wieder Brille auf, weil man die Position wechseln muss und dann wieder Brille ab etc.

Dieser Punkt ist für mich persönlich schon der erste Minuspunkt für die EOS R3. Der zweite Minuspunkt für mich ist natürlich der stolze Preis. Die AF-Modi sind zur Erkennung von Augen, Kopf und Körper von Menschen und Tieren, Autos (hier Rennwagen und Rallyeautos) und Renn-Motorräder ausgelegt. Somit ist die EOS R3 für Sportfotografen optimiert. Für mich auch kein wirklicher Pluspunkt, da ich selbst nicht überwiegend in diesem Bereich fotografisch unterwegs bin. Mein Fazit zur Kameravorstellung: Wenn man sich eine neue Kamera zulegen möchte, sollte man sich sehr genau ein Bild darüber machen, für welche Art von Fotografie man die Kamera nutzen möchte und auch hauptsächlich nutzt.

Wenn es die Möglichkeit gibt, dann sollte man sich vor dem Kauf die Kamera ausleihen und intensiv testen. Für die Art der Fotografie, die ich betreibe (Event, Demos, Tier, Konzerte, Landschaft und Urlaub) wäre die EOS R3 zu überdimensioniert. Ich persönlich würde lieber zur EOS R5 greifen und das gesparte Geld in ein gutes Objektiv der RF-Serie investieren. Die Filmfunktion der EOS R3 habe ich nicht beleuchtet, da diese für mich als Fotograf nur eine sehr untergeordnete Bedeutung hat. Und wie geschrieben, nur mein persönlicher Eindruck und auch nur nach dem ich die Kamera zum ersten Mal in der Hand gehalten hatte und das für 10 Minuten.

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