Wadepfuhl landet großen Marokko Coup 04.05.2026
Bundesweit [ENA] Da soll mal keiner immer so negativ über die Bemühungen der Bundesregierungsmitglieder reden, das die nicht alle Hebel in Bewegung setzen würden, um Fachkräfte nach Deutschland zu holen, inzwischen aus aller Herren Länder. Und die jahrelangen Erfolgszahlen zeigen es ja.
Und da es versch. Zusammensetzungen der Bundesregierungen ja in den vergangenen 10 Jahren mit rund 7 Millionen Migranten, die oftmals nach Deutschland geschleust worden sind, nicht geschafft haben 500.000 Fachkräfte zu haben, geht man dann mal nach Südafrika, jetzt Marokko, andere Länder, die völlig aus den Nähten platzen vor Fachkräften, werden folgen. Das die Bundesregierung offensichtlich kein gesteigertes Interesse hat, inländische Arbeitslose und Bürgergeldempfänger zu qualifizieren, was viel günstiger wäre als im Ausland anzuwerben, weil die ja viele Voraussetzungen schon mitbringen, bleibt ein Geheimnis.
Das die Abermillionen ausländischer / migrantischer Bürgergeldempfänger, unter denen auch Ukrainer eine hohe Zahl darstellen, nicht angehalten werden, zu arbeiten, bleibt ebenso geheim. Stattdessen holt die Regierung immer wieder unter der Prämisse, es gäbe hier und da gute Fachkräfte, die quasi nur darauf warten würden, in ein Land, wo die Wirtschaft gerade den Bach runter geht, wo die Steuerbelastungen extrem hoch sind, wo die Energieversorgung nicht nur teuer, sondern auch nicht mehr gesichert ist, wo sozialer Unfrieden herrscht, einreisen zu dürfen. Iss klar. So also hat Wadepfuhl all sein Wissen und das seiner Berater zusammen genommen und jetzt Marokko als das Fachkräftegeberland auserkoren.
Was sagt er denn so dazu im Flugzeug ? Marokko sei ein wichtiger Partner für Deutschland, für Europa. Marokko sei der Zugang zu Afrika. Deutschland habe sehr gute wirtschaftliche Beziehungen zu Marokko. Ach ? Na so toll können die nicht sein, denn entgegen vieler Fehlinformationen im Internet gab es keine einzige marokkanische Firma, die auf der Hannovermesse 2026 ausgestellt hat. Das hat mir heute die Deutsche Messe AG bestätigt. Nanu, aber ein so wichtiger Partner. Das wollte ich genau wissen und habe im Auswärtigen Amt angerufen, und wie soll es anders sein, die Dame am Telefon konnte das auch nicht erklären, ich soll per Email nachfragen ?
Klar, dann hat man genug Zeit, sich Ausreden einfallen zu lassen. Weiter. Er wolle in Marokko Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich gewinnen, die nach Deutschland kommen. Aber auch in anderen Bereichen gäbe es eine junge interessierte gut ausgebildete Bevölkerung, die ein Interesse hat, in Deutschland zu arbeiten. Ich behaupte: Klar, weil die geködert werden, so wie es in anderen Ländern gemacht worden ist, die haben mehr Leistungen als ein Arbeitnehmer aus Deutschland. Ausserdem sollen deutsche Firmen eine Chance haben in Marokko aktiv zu sein. So, Herr Wadepfuhl, worin denn und wer will das denn ? Und wer zahlt das denn ?
Dann kommt Wadepfuhl zur Energie. Klar, wo Deutschland mit dem Rücken an der Wand steht: Mit eigner Energieproduktion längst nicht hinkommen, andere Länder vergraulen die keine Energie mehr liefern, teuer russische Energie über Drittländer kaufen und offiziell Russland sanktionieren, jetzt seit 4.5. endgültig von Russland in Sachen Energie kaltgestellt zu sein, da nimmt man jeden Strohhalm. Das verkleidet er dann so in Worten: Es lohne sich, insbesondere wirtschaftliche Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien aufzubauen. Marokko sei ein sonnenreiches Land, wo Wasserstoff erzeugt werden kann ( ach ja kann wohl noch nicht), wo Strom erzeugt werden kann (wieder kann wird wohl auch bisher nicht).
Und Marokko sei ja ein so tolles Urlaubsland. Auf der Pressekonferenz in Marokko sagt er: Das Deutschland gute wirtschaftliche Beziehungen nach Marokko habe, sei erkennbar. Ja, woran denn ? Marokko sei ein wirtschaftliches Powerhaus. Das wird die Deutsche Wirtschaft freuen. Über 300 deutsche Unternehmen würden in Marokko investieren und treffen auf gut ausgebildete marokkanische Bevölkerung. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll intensiviert werden im Automobilbereich, bei der Landwirtschaft, Energiewirtschaft und im Maschinenbau.
Alleine in den beiden letzten Jahren seinen mehr als 13500 Marokkaner seien nach Deutschland gekommen um die deutsche Wirtschaft in den Berufen zu unterstützen wo es hier fehlt; mehr als 3000 haben 2025 für eine Beschäftigung oder Ausbildung (ach, also nix Fachkraft) im Pflegebereich ein Visum bekommen. Geradezu peinlich ist ein in Marokko gedrehtes Video, wo Wadpfuhl neben einem Marokkaner in weißem Kittel steht, er in Deutsch über ihn redet der aber wohl nix versteht denn er guckt weg und zu Boden. Reine Pressenummer.
So, jetzt hat Herr Wadepfuhl genug erzählt, jetzt gucken wir uns mal Fakten über Marokko an. Und zwar aktuelle Daten. Aufgrund seiner Wirtschaftsleistung gehört Marokko weiterhin zu den Entwicklungsländern. Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 3548 Euro ist es ein Land mit niedrigem Einkommen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9 %, der Korruptionsindex bei 61, damit im unteren Drittel der Länder, im Vergleich: Deutschland liegt bei 23. Die Geburtenrate liegt bei rund 17 %, Deutschland bei rund 8 %, umgedreht liegt die Sterberate bei rund 5.6 % in Marokko, in Deutschland bei rund 12 %. Wie toll doch alles in Marokko ist, zeigen die nächsten Zahlen:
Die politische Stabilität liegt nur wenig über 50 %, die Gewährung bzw. das Vorhandensein von Bürgerrechten bei rund 40 %, die Gesundheit (Versorgung usw.) bei unter 50 %. Ach, und da gibt es so viele Fachkräfte ? Und jetzt kommen wir zu den besten Punkten: Die so tolle wirtschaftliche Zusammenarbeit. Genau, weil die Wirtschaften ja auch so sensationell zusammen passen: Das Bruttoinlandsprodukt in Marokko ist bei 142.000 Mio. Euro im Jahr, in Deutschland fast 30x zu groß. Passt echt haarklein zusammen. Auch bei den exportierten Waren ist es genauso:
Rund 60.000 Mio Euro stehen dort 1.718.000 Mio Euro in Deutschland gegenüber. Und das Thema Energie: Während die in Deutschland bei rund 2.41 Mio GWh liegt, liegt die in Marokko gerade mal bei 128.000 GWh. Entsprechend minimal der Export von Marokko: Gerade mal 462 GWh. Wo Deutschland schon alleine 520.000 GWh Energieverbrauch hat, für wieviel Minuten soll Marokko denn Energie exportieren ?
Kommen wir jetzt noch zur gesundheitlichen Situation in Marokko, um weiter zu entlarven: Während in Deutschland um die 7.5 Krankenhausbetten je 1000 Einwohner zur Verfügung stehen, sind es in Marokko gerade mal 0.7 Betten. Genauso schlecht sieht es mit den Ärzten aus: Je 1000 Einwohner gerade mal 0.7 Ärzte, in Deutschland immerhin 4.5 Ärzte. Und noch eine wichtige Zahl: Während die Verbreitung der Tuberkulose in Deutschland bei 0.05 Promille liegt, ist diese in Marokko fast bei 1 Promille.
Bildung. Da liegen nur ältere Zahlen vor, aber: Gerade nur 50 % der Schüler sind bis zum 15. Lebensjahr noch an der Schule. Die Analphabetenquote liegt bei ca. 27 %. Weniger als 15 % der Schüler erreichen das Abitur. Unter den arabischen Ländern liegt Marokko im Schulleistungsranking und Mathematik und Naturwissenschaften im hinteren Bereich. In Hochschulen soll es an Computern und Lehrbüchern fehlen. So, und jetzt beurteilen Sie bitte objektiv ob Sie glauben das Herr Wadepfuhl wirklich interessiert ist, das Deutschland von einem Land wie Marokko massiv profitieren kann ?
Zu dem gesamten Zahlenmaterial über Marokko sei angemerkt: Diese wurden mit großer Sorgfalt auf seriösen Faktenseiten im Internet recherchiert. Aber auch bei genauster Recherche ist eine Prüfung jeder Zahl nicht möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr vorbehaltlich eines möglichen Fehlers. Nur ein Beispiel für Fake Infos im Internet: Fragt man bei google wieviel marokkanische Firmen auf der Hannovermesse 2026 waren, bekommt man Firmen aufgezählt und die Info, es wären natürlich noch mehr. Wie die Messeleitung bestätigt hat, war keine einzige marokkanische Firma da.




















































