Samstag, 04.04.2026 12:52 Uhr

Stellungnahme des Hauptstadtbüros Bioenergie

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/Berlin, 25.02.2026, 09:26 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 4996x gelesen

Rom/Berlin [ENA] Neue Eckpunkte für das Gebäudemodernisierungsgesetz: Chancen und Herausforderungen für die Bioenergie. Am 24 Februar 2026 Abend vorgestellten Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes markieren einen bedeutenden Meilenstein für die Weiterentwicklung der deutschen Energiepolitik. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, sieht darin ein grundsätzlich positives Signal für die gesamte Bioenergiebranche.

Besonders hervorgehoben werden die Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils grüner Brennstoffe in neuen Heizungen sowie die Einführung einer übergreifenden Grüngasquote für Inverkehrbringer. Diese Instrumente werden als sinnvoller Mix bewertet, um sowohl neue als auch bestehende Gasheizungen zunehmend zu defossilisieren. Die Potenziale für eine stärkere Nutzung von Bioenergie sind laut Rostek vorhanden, und die Branche zeigt sich bereit, ihren Beitrag zur Wärmewende zu leisten. Besonders begrüßt wird die geplante Aufstockung und gesetzliche Regelung der Förderung von Wärmenetzen, was für mehr Investitionssicherheit sorgen dürfte.

Allerdings bleiben auch Fragen offen: Insbesondere ist derzeit unklar, wie die Klimaschutzpotenziale von ländlichen Wärmenetzen und Gebäudenetzen auf Basis von Holz und Biogas genutzt werden können, falls die bisherige 65%-Vorgabe wegfällt. Hier fordert das Hauptstadtbüro Bioenergie eine effektive und unbürokratische Nachfolgeregelung, um die Umsetzung der Klimaziele nicht zu gefährden. Ein zentrales Anliegen ist zudem die Schaffung von Planungssicherheit für alle Beteiligten. Mit den neuen Eckpunkten könnte endlich die Unsicherheit in der Wärmewende beendet werden – ein entscheidender Schritt für die Branche und die gesamte Energiewende.

Das Hauptstadtbüro Bioenergie vereint vier bedeutende Verbände – den Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE), den Deutschen Bauernverband e.V. (DBV), den Fachverband Biogas e.V. (FvB) sowie den Fachverband Holzenergie (FVH) – und vertritt die Interessen der gesamten Wertschöpfungskette von Land- und Forstwirten, Anlagenbauern bis hin zu Energieversorgern und Betreibern. Gemeinsam setzen sie sich für technologieübergreifende Lösungen in den Sektoren Strom und Wärme ein und kooperieren eng mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE), um eine nachhaltige und zukunftsfähige Energiepolitik mitzugestalten.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.