Samstag, 22.06.2024 05:51 Uhr

Seniorenrat fordert mehr gesellschaftliche Teilhabe

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 08.06.2024, 12:04 Uhr
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Wien [ENA] Mit dem Motto "Die ältere Generation ist unverzichtbar!" hat der österreichische Seniorenrat bei einer Pressekonferenz Anfang Juni 2024 wiedereinmal Forderungen an die kommende Bundesregierung gestellt und die Dringlichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe der älteren Bevölkerung für den Sozialstaat als Ganzes betont. Das geht sogar soweit, dass die Errichtung eines Bundesministeriums für Altersfragen angedacht ist.

In Anbetracht eigentlich gut ausgebauter Interessensvertretungen für Senioren und Seniorinnen in Österreich, ist diese geplante Weiterentwicklung natürlich ein großer Schritt und gleichzeitig ein Eingeständnis, dass potentiell "schwächere" Gesellschaftsgruppen noch viel besser rechtlich geschützt gehören in einer sich zu jeder Zeit politisch und ökonomisch veränderbaren Welt. Dazu soll der Paragraph 24 Abs. 3 Bundes-Seniorengesetz novelliert werden und dabei den Seniorenrat als vollwertigen Sozialpartner den gesetzlichen Interessenvertretungen der Dienstnehmer, der Wirtschaftstreibenden und der Landwirte gleichstellen. Dazu gehört auch die gesetzliche Verankerung des Verbots von Altersdiskriminierung in der Bundesverfassung.

Damit könnten Altersgrenzen zur Berechtigung der Lenkung eines KFZ, bei Versicherungen und Banken, bei Mietwagen, Kuraufenthalten oder Berufstätigkeiten, zum Beispiel von Ärzt*innen oder Geschworenen infrage gestellt werden. Wenn man bedenkt, dass die älteren Generationen den größten Teil ihres Lebens ohne Internet verbracht haben, ist es verständlich, dass der Seniorenrat das Thema analoge Antragsoptionen neben digitalen thematisiert um Ausschluss und Benachteiligung von Senior*innen zu verhindern. Damit positioniert der Seniorenrat Österreich einmal mehr als inklusive Gesellschaft, die niemanden zurücklässt. Nichtsdestotrotz drängen "dynamische" Entwicklungen im Straßenverkehr oder auch durch Zuwanderung Schwächere zunehmend an den Rand.

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