Mehr Frauen ab 60 Jahren am Arbeitsmarkt
Wien [ENA] Die Präsidentin des österreichischen Seniorenbunds, die Vorsitzende der Alterssicherungskommission und die Präsidentin des Pensionistenverbandes haben bei der gemeinsamen Pressekonferenz "Faire Chancen für Frauen 50+ am Arbeitsmarkt" Wirtschaft und Politik aufgefordert älteren Arbeitnehmerinnen bessere Chancen und Bedingungen einzuräumen, nachdem seit 2024 die Zahl der beschäftigten Frauen über 60 gestiegen ist.
Gleichzeitig hat natürlich auch die Arbeitslosigkeit älterer Frauen zugenommen, denn das steigende Pensionsalter wirkt sich auch auf die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit aus, sodass damit auch die Dynamik des Arbeitsmarktes sichtbar wird, der eben nicht nur auf langfristige, sichere Arbeitsplätze ausgerichtet ist, sondern immer mehr auf kurzfristige Arbeitsverträge setzt, sodass wahrscheinlich hauptsächlich Angstelltenverhältnisse in politiknahen Bürokratien von den altersgerechten Stellen profitieren werden, während die immer größer werdende Anzahl von "Jobs" , die oft ohne wirkliches Können oder Notwendigkeit angeboten werden und zum Teil Ausdruck einer Schuldenpolitik sind, die vordergründig nach Investitionen sucht.
Trotzdem sind natürlich die Folgen der Arbeitslosigkeit für Frauen ab 60 und für das Wirtschaftssystem als Ganzes problematisch, weil neben persönlichen Belastungen für die Betroffenen, auch wertvolle Fachkräfte und geringere Beitragseinnahmen für die Sozialversicherung verloren gehen und damit auch ein wirtschafts- und sozialpolitisches Problem entstehen könnte. Die Expertinnen der Pressekonferenz Korosec, Gerstorfer und Mayrhuber sehen deshalb altbewährte Mitteln wie Weiterbildung, Unterstützung für Beschäftigte und Betriebe, Gesundheitsförderung und altersgerecht gestaltete Arbeitsbedingungen als notwendige Maßnahmen um die Erwerbstätigkeit bis zum Regelpensionsalter realistischer werden zu lassen.




















































