Donnerstag, 21.10.2021 10:12 Uhr

Gastrobeschäftigte in Not

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 12.12.2020, 19:36 Uhr
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Gastrobeschäftigte demonstrieren
Gastrobeschäftigte demonstrieren  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Rund 100 Beschäftigte aus der Gastronomie machten heute (Samstag 12.12.2020) in Stuttgart auf ihre prekäre Lage aufmerksam. Unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen trafen sie sich um 14:30 Uhr am Rotebühlplatz. Im Anschluss an die Kundgebung zogen sie noch durch die Stuttgarter Innenstadt.

Die Redner betonten, dass gerade in der Gastronomie häufig Niedriglöhne und Mindestlöhne an die Beschäftigten bezahlt werden. So reiche einem Beschäftigten, der sich in Kurzarbeit befindet, das Kurzarbeitergeld nicht um damit seine Kosten für Miete, Strom, Wasser und Nahrungsmittel zu decken. Bei den Minijobs ist es sogar so, dass diese Leute keine Hilfen erhalten. Diese Beschäftigten fallen total durch das Raster. Hier fehlt dann sogar das Geld um sich eine Krankenversicherung leisten zu können.

Die Redner forderten deshalb für alle Beschäftigte, die derzeit nicht arbeiten können, da die Betriebe wegen Corona geschlossen haben, eine Soforthilfe von mindestens 1.000 Euro pro Monat. Es könne ja nicht angehen, dass die großen Firmen, wie Lufthansa, Sixt etc. Hilfen in Milliarden Höhe erhalten und als Dank dafür tausende Beschäftigte auf die Straße setzen. Die Hilfe komme bei den Menschen, die sie dringender bräuchten nicht an. Zu den Rednern gehörten Beschäftigte aus der Gastronomie, Joe Bauer (Kolumnist, und Journalist). Musikalisch wurde die Kundgebung begleitet von Hannibal Hiss. Im Anschluss zogen die Demonstranten noch durch die Stuttgarter Innenstadt.

Hannibal Hiss
Joe Bauer
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