Am Ende des Wegs: Quo vadis, CDU?
Berlin [ENA] Innerhalb der Unionsparteien versucht man derzeit der Frage auf den Grund zu gehen, ob Friedrich Merz noch Kanzler bleiben kann. Ausgangspunkt sei wohl die Ratlosigkeit in der CDU. Ja, wieso denn ratlos? Die mögliche Lösung der Probleme liegt nicht nur auf der Hand, sondern springt förmlich ins Auge. Anstatt sich vom drohenden Machtverlust lähmen zu lassen und wie das Karnickel vor der Schlange SPD zu hocken,
wäre ein Minimum an politischem Selbsterhaltungstrieb ganz nützlich. Daß der Führungsclique der Schneid fehlt, ist im Land allgemein bekannt. Warum jedoch die rund 350.000 Mitglieder willen- und tatenlos zusehen, wie die ehemalige Volkspartei geschreddert wird, versetzt den interessierten Beobachter in kopfschüttelndes Staunen. Von Merkel zum substanzlosen Wahlverein mit der einzigen Zielstellung degradiert, dem Machterhalt der großen Vorsitzenden zu dienen, erweist sich selbst diese einstige Existenzkompetenz als überholt und ist heute ohnehin fehl am Platze.
Während man Merkel zweifellos zugestehen mußte, daß sie den unbedingten Willen zur Macht hatte und diesen erfolgreich umsetzte, sieht der derzeitige Vorsitzende der Christdemokraten seine Erfüllung offensichtlich in der Rolle als Juniorpartner einer verkümmerten Sozialdemokratie. Wäre die Partei nun in sich geschlossen stark, wäre eine innerparteiliche Revolte die einzige Lösung, den untergehenden Tanker zu stabilisieren und wieder auf Kurs zu bringen. Das kann und will bei denen niemand, wie wir feststellen können.
So weit, so gut, könnten wir meinen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Erstens geht es um unser Land. Es macht Angst und kann in Panik versetzen, macht man sich bewußt, daß Deutschland durch eine Truppe an die Wand gefahren wird, die bislang nicht mal die Cojones hat, sich selbst erfolgversprechend zu organisieren. Wie will denn dieses Personal die Verantwortung für das Land tragen?
Und wir, beabsichtigen wir wirklich, förmlich sediert zuzuschauen, wie eine Partei das ganze Land und das Volk mit in den Abgrund eines erweiterten Suizids reißt? Während wir also zu überlegen scheinen, schlagen indes die Unioner in Sachsen-Anhalt den letzten Sargnagel ein und lassen zu guter Letzt zusammenwachsen, was ohnehin schon lange zusammengehört. Eine Zusammenarbeit mit der Linken.




















































