Mittwoch, 21.08.2019 17:33 Uhr

2. Demonstration gegen Dieselfahrverbot in Stuttgart

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 20.01.2019, 19:13 Uhr
Kommentar: +++ Politik +++ Bericht 11102x gelesen
2. Pro-Dieseldemo in Stuttgart am 19.01.2019
2. Pro-Dieseldemo in Stuttgart am 19.01.2019  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Am Samstag 19.01.2019 fand in Stuttgart die zweite Demonstration gegen das bestehende Dieselfahrverbot statt. Rund 700 Menschen beteiligten sich am Stuttgarter Neckartor (bei der Feinstaubmessstelle) von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr an der Demonstration.

Die Demonstration gegen Dieselfahrverbot soll nach Aussage vom Initiator nicht zur Bühne für politische Organisationen und Parteien werden, aber kann dies gehalten werden? Im Vorfeld zur 2. Demonstration gegen das Dieselfahrverbot riefen politische Organisationen zur Teilnahme an der Demo auf. Darunter die türkische „AK Parti Germany“ über ihre Facebookseite. Ebenso die AfD-nahe Gewerkschaftsliste „Zentrum“. Der ehemalige stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Heinrich Fiechtner (Mitglied des baden-württembergischen Landtags) rief ebenfalls zur Teilnahme an der Demo auf und sicherte sich sogar noch die nächsten Demo-Termine bei der Stadt Stuttgart.

Während am Samstag bei der zweiten Auflage noch dazu aufgerufen wurde, die Parteilogos auf den Plakaten zu überkleben, kann man gespannt sein, ob man dies bei der dritten Auflage auch noch fordern wird. Der Initiator der Demo gegen das Dieselfahrverbot (die Privatperson Joannis Sakkaros) ist von dieser Übernahme der Termine durch Herrn Fiechtner nicht gerade begeistert. Wird die Demonstration gegen das Dieselfahrverbot ab jetzt von Gruppierungen, die dem rechten Spektrum nahe sind vereinnahmt?

Sakkaros, selbst in der IG Metall aktiv ist deutlich angesäuert, dass die AfD-nahe Arbeitnehmervertretung „Zentrum Automobil“ damit geworben hat, sie gehe gemeinsam mit den Bürgern auf die Straße. Joannis Sakkaros möchte weiterhin versuchen, die Pro-Diesel-Demos vor Vereinnahmungsversuchen zu schützen. „Es ärgert mich, dass sich Heinrich Fiechtner die kommenden Demonstrationstermine gesichert hat“, hält er fest. Ich will nicht, dass unser Anliegen in eine bestimmte Ecke gedrängt wird und ich möchte gerne weiter als neutraler Veranstalter auftreten.“ Es wird für Herrn Sakkaros schwierig werden, sich diesen Wunsch zu erfüllen.

Aufruf der AK Pari Germany
Aufruf der AfD-nahen Liste Zentrum
Aufruf von Heinrich Fiechtner

Die Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart verteilte auf der Demonstration Handzettel mit dem Text: "Wölfe im Schafspelz. ... wie wir benutzt und für dumm verkauft werden sollen". Zuerst wurden von den Demonstrationsteilnehmer die Handzettel gerne angenommen, aber als man den Absender der Handzettel erkannt hatte, wurden die Handzettel zerknüllt und mit wüsten Beschimpfungen gegen die Verteiler geworfen. Was sogar die Polizei auf den Plan rief, die die Verteiler daraufhin begleitete.

Handzettel
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