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Zehn Jahre Deutschlandstipendium: H-BRS ist top.

Verantwortlicher Autor: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg St. Augustin, 01.06.2020, 16:12 Uhr
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St. Augustin [ENA] Zehn Jahre Deutschlandstipendium: H-BRS ist top. Vom Geben und Nehmen. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gehört beim Deutschlandstipendium zu den Hochschulen, die bei der Einwerbung privater Gelder zum Wohl ihrer Studierenden hervorragende Arbeit leistet. Dies besagen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach stand die H-BRS 2019 in NRW bei den Fachhochschulen mit 206 Stipendien auf dem 4. Platz

hinter der TH Köln. Allerdings besteht für ihre Studierenden eine weitaus höhere Chance, ein Deutschlandstipendium zu erhalten: 2,3 Prozent der eingeschriebenen Studierenden erhalten statistisch gesehen ein Stipendium, damit liegt sie auf Platz 2, knapp hinter der Hochschule Niederrhein. Die H-BRS konnte 2019 diesen Erfolg mit 52 Stipendiengebern realisieren, die dafür etwas mehr 370.000 Euro gestiftet haben. Für Unternehmer stehen Aufwand und Nutzen in einem äußerst guten Verhältnis: Von den 300 Euro, die ein Stipendiat monatlich ein Jahr lang erhält, trägt die Hälfte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), bleiben 1800 Euro für die Stifter, die dadurch bei den Stipendiaten bekannt werden und an Ansehen gewinnen.

Das bestätigt auch der ehemalige Stipendiat Markus Krämer, der im März 2020 mit dem Bachelor in Betriebswirtschaftslehre die H-BRS verlassen hat. Von anderen Stipendiaten weiß er, dass der Stipendiengeber nicht selten der erste Arbeitgeber nach dem Studium ist. Beide hatten Gelegenheit, sich kennenzulernen und wissen, ob sie fachlich und persönlich voneinander zusammenpassen. "Gerade ortsansässige Unternehmen können sich unabhängig von ihrer Mitarbeiterzahl positiv aus der Menge möglicher Arbeitgeber herausheben", sagt Krämer voll Überzeugung. Darüber hinaus könnten sich Personen des öffentlichen Lebens hervortun, indem sie ein Stipendium stifteten. Auch wenn er noch weit davon entfernt ist,

eine Person des öffentlichen Lebens zu sein, kann sich Markus Krämer selbst gut vorstellen, später selbst ein Stipendium zu stiften: "Ich weiß, wie es sich anfühlt, auf diese Weise wertgeschätzt zu werden. Und zum Nehmen gehört für mich auch das Geben." Für manche Unternehmen oder Stiftungen ist das Engagement beim Deutschlandstipendium bereits fast eine Selbstverständlichkeit, wie Sabine Baumgartner in dieser Zeit gerade wieder spürt. Baumgartner kümmert sich im Fundraising an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg um das Einwerben der Deutschlandstipendien. "Wir beginnen bedingt durch Corona für dieses Jahr erst jetzt mit der Akquise für die Stipendien", sagt Baumgartner, "uns freuen uns sehr,

dass wir schon jetzt Zusagen für 39 Stipendien bekommen haben." Sie strebt wieder Stipendienzusagen für deutlich über 200 Studierende an, denn sie weiß, wie wichtig für viele Studierende der monatliche Zuschuss ist. Das bestätigt auch Markus Krämer: "Ich hatte das Glück dreimal ein Stipendium von zwei verschiedenen Stiftern zu bekommen und habe unglaublich von der Förderung profitiert." Mit dem Stipendium konnte er sich bestmöglich auf das Studium konzentrieren. Aber kaum bezahlbar sind die Kontakte, die er gewinnen konnte, und das Beiprogramm der Hochschule einerseits und das der Stifter andererseits wie ein Führungsseminar oder eine mehrtägige Veranstaltung zu unternehmerischem Denken und Handeln.

Bis er im Herbst ein Masterstudium in Industrial Management aufnimmt, arbeitet Krämer in einem Maschinenbauunternehmen für Pumpen. Seitdem 2011 das Deutschlandstipendium etabliert wurde konnte die H-BRS - einschließlich der 44 DAAD-Stipendien, die nach dem gleichen Muster DAAD plus privater Geldgeber gespeist werden - rund 950 Stipendien an ihre Studierenden ausschütten. Macht in Summe 3,4 Millionen Euro, die Hälfte davon hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eingeworben. Weiterführender Link: https://www.deutschlandstipendium.de/de/infografiken-1736.html

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