Weltweite Abfallmengen steigen – EU fördert Reparaturen
Brüssel [ENA] Jedes Jahr produziert die Welt zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Tonnen Siedlungsabfall. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen könnte diese Menge bis 2050 auf 3,8 Milliarden Tonnen ansteigen. Um diese Entwicklung zu bremsen, setzt die Europäische Union auf einen konkreten Hebel: Die Reparatur von Produkten soll einfacher, zugänglicher und günstiger werden als ihr Ersatz – und damit Ressourcen, Energie und Rohstoffe schonen.
Das weltweite Müllproblem ist längst mehr als nur ein Umweltthema. Es zeigt sehr deutlich, wie wir heute konsumieren, kaufen und wegwerfen. Jahr für Jahr entstehen weltweit zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Tonnen Siedlungsabfall. Diese gewaltige Menge wächst weiter und macht sichtbar, wie stark unsere Wirtschaft in vielen Bereichen noch immer auf schnellen Verbrauch und schnellen Ersatz ausgerichtet ist.
Die Vereinten Nationen warnen, dass diese Menge ohne entschlossenes Gegensteuern bis 2050 auf 3,8 Milliarden Tonnen ansteigen könnte. Die Folgen wären erheblich: mehr Druck auf das Klima, höhere Belastungen für die öffentliche Gesundheit, Schäden an Ökosystemen und steigende gesellschaftliche Kosten. Es geht also nicht nur um volle Müllcontainer oder wachsende Deponien, sondern um ein System, das immer aufwendiger und schwerer beherrschbar wird.
Brüssel will damit nicht nur Regeln verändern, sondern auch ein neues Bewusstsein schaffen. Reparieren soll sich praktisch und finanziell wieder lohnen. Nach Angaben des Europäischen Parlaments sollen die neuen Vorgaben den Zugang zu Ersatzteilen verbessern, Informationen verständlicher machen und in bestimmten Fällen sogar die Gewährleistung verlängern, wenn sich Verbraucher für eine Reparatur statt für einen Ersatz entscheiden. Das Signal ist klar: Immer größere Müllberge dürfen nicht länger als normal gelten.




















































