Donnerstag, 21.01.2021 16:46 Uhr

Was wird aus der Marchfeld-Schnellstraße?

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Marchfeld/Österreich, 24.11.2020, 21:25 Uhr
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Mehr als 137 Zuschauer waren dabei
Mehr als 137 Zuschauer waren dabei  Bild: Walter Vymyslicky

Marchfeld/Österreich [ENA] Zwanzig Jahre lang kämpfen die Asfinag und die Bewohner der Marchfeldgemeinden entlang der B 8 um den Bau einer Marchfeld-Schnellstraße. 20 Jahre werden all ihre Bemühungen blockiert - teils von einem Grundbesitzer und teils da dort ein geschützter Vogel - der Triel nistet

Einigung unter den Gesprächspartnern gab es bei der Videodiskussion unter der Leitung des Landtagsabgeordneten René Lobner (VP) und den Gesprächspartnern mit Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP), der Landschaftsökologe Thomas Knoll und Rainer Raab, Leiter des Technischen Büros für Biologie und der Triel-Experte schlechthin. Sie stimmten der ASFINAG und dem Land am Donnerstag zu. „Es geht nicht um ein Entweder-oder – Triel oder Straße –, sondern um ein Sowohl-als-auch.

Es ist gar kein Problem, dass es beides geben kann“, so Raab. Die vorgesehenen Maßnahmen für den Vogel würden „die Straße mehr als ausgleichen“, so der Experte. Auch Knoll der Trielkenner ist der Meinung dass ein Kompromiss möglich ist. “Die Hauptakteure sind die geplante Marchfeld Schnellstraße und der geschützte Vogel Triel". Auf der einen Seite steht ein Straßenbauprojekt, das die Marchfeldgemeinden entlang der B8 entlasten soll. Nach Angaben von Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) fahren täglich 30.000 Autos und 3.000 Lkw durch die Ortschaften.

Auf der anderen Seite steht das geschützte Brutgebiet des vom Aussterben bedrohten Triels, wo die geplante Trasse durchführen würde. Die frühzeitige Schließung des Verfahrens bezeichnete „Wir haben nachgewiesen, dass das Projekt, obwohl es im Natura2000-Gebiet ist, keine erheblichen negativen Auswirkungen auf das Natura2000-Gebiet hat, weil ja zusätzliche riesige Flächen, auch im Managementplan des Landes, vorgeschlagen wurden“, so Walcher. „Zudem haben wir nachgewiesen, dass es keine bessere Variante gibt.“

Anders sah das, wie bereits erwähnt, der Gutachter. „Wir hoffen natürlich darauf, dass es auf keinen Fall abgeschlossen wird, das steht für uns im Vordergrund“, sagte Schleritzko im Interview mit noe.ORF.at. „Mit allem anderen werden wir umgehen müssen.“ Auch, wenn das bedeutet, bis zur letzten Instanz zu gehen. Die unendliche Geschichte der S8 dürfte also – auch nach 20 Jahren Planung – noch kein Ende finden.

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