Terminal 3 setzt neue Maßstäbe am Flughafen Frankfurt
Frankfurt/Main [ENA] Fraport als Betreiber von Deutschlands größtem Luftverkehrs-Drehkreuz hat kein großes Aufheben gemacht um den reibungslosen Ablauf der jahrelangen Bauarbeiten rund um das neue Terminal. Nun ist T3 im vollen Betrieb und es läuft genauso problemlos wie seinerzeit die Großbaustelle im Südteil.
Während andere Großprojekte mit teils drastischen Verzögerungen und Kostenexplosionen zu kämpfen haben, fand rund um das neue Abfertigungsgebäude mit seinen riesigen Ausmaßen kaum Erwähnung, dass Deutschlands größte Baustelle vollkommen im Zeit- und Kostenrahmen geblieben ist. Die Frankfurter haben ihr Mammutprojekt mit Bravour gestemmt und allen Unkenrufen zum Trotz läuft der Betrieb nach Einzug aller geplanten Airlines rund. Das neue Terminal erfreut sich größter Beliebtheit, während das Anfang der neunziger Jahre eröffnete Terminal 2 bereits zwecks langjähriger Renovierungsarbeiten geschlossen wurde. Dies soll zeigen: T3 läuft rund und funktioniert.
Das Erfolgsmodell Terminal 3 hat seinen Ursprung im Jahr 2007, als mit dem Planfeststellungsbeschluss als rechtlicher Grundlage der Ausbau des Frankfurter Flughafens beschlossen wurde. Die Baugenehmigung folgte im Jahre 2014, im Jahr darauf wurde der erste Spatenstich zelebriert, woraufhin die Bauarbeiten starteten. Damit wandelte sich die ehemalige US-Airbase im Südteil des Flughafens langsam aber sicher zum modernsten Teil des riesigen Areals. 2019 begann man mit dem Bau der Flugsteige H und J, was auch den Beginn der Rohbauarbeiten beinhaltet.
Der gleichzeitigen Grundsteinlegung für das Hauptgebäude schlossen sich die Bauarbeiten für die neue Skyline-Bahn an, welche die Terminals 1 und 2 in weniger als zehn Minuten mit dem neuen Gebäude verbindet. Im Jahr 2022 wird Flugsteig G komplettiert, welcher ursprünglich für die seinerzeit anwesenden Billigflieger gedacht war. Aufgrund der einbrechenden Passagierzahlen während der Corona-Pandemie und Abwanderung von Ryanair und Co. mottete man den fertigen Flugsteig jedoch wieder ein.
Im Jahr 2025 erfolgte die erfolgreiche Abnahme durch die Behörden einschließlich des Brandschutzes, womit das neue Terminal offiziell keine Baustelle mehr war. Das durch den Frankfurter Architekten Christoph Mäckler entworfene Gebäude hatte bereits im Jahr 2005 den Realsierungswettbewerb gewonnen - seinerzeit schon warb man mit dem Konzept eines wachsenden Käfers ("Growing Beetle"), da sich einzelne Bauteile an beiden Seiten des Terminals erweitern lassen. Aufgeteilt ist T3 in drei Bereiche: die große Check-In Halle als Kopf, den dahinter liegenden 6.000 Quadratmeter großen Marktplatz als Körper, sowie die Flugsteige als Beine.
Ausgelegt für 19 Millionen Passagiere in der ersten Ausbaustufe kann Terminal 3 ohne weitere Genehmigungen auf 25 Millionen Passagiere erweitert werden. 57 Airlines werden bis zum Sommer ins neue Abfertigungsgebäude umgezogen sein. Wenn Terminal 2 nach geplanter Sanierung Mitte der 2030er Jahre wieder in Betrieb geht, könnte der Frankfurter Flughafen theoretisch 95 Millionen Passagiere abfertigen. Dazu muss sich der Luftfahrtmarkt vor allem in Deutschland jedoch erholen - Abschaffung der Luftverkehrssteuer, der Luftfahrt dienliche politische Entscheidung - das braucht es nun, um nicht von großen Drehkreuzen abgehängt zu werden. In Frankfurt ist man jedenfalls bereit für modernen Wachstum.




















































