Straße von Hormus geschlossen: Ölpreise steigen
Teheran / Iran [ENA] Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten ist der Schiffsverkehr stark eingeschränkt. Die Krise treibt die Öl- und Energiepreise nach oben und sorgt weltweit für Nervosität an den Energiemärkten.
Die Straße von Hormus gilt als einer der sensibelsten Punkte des globalen Energiesystems. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und gehört zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl weltweit. Unter normalen Bedingungen wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls durch diese Route transportiert. Nach der militärischen Eskalation in der Region ist der Schiffsverkehr jedoch nahezu zum Stillstand gekommen. Iranische Behörden erklärten die Meerenge für geschlossen und drohten damit, auf jedes Schiff zu schießen, das versucht, die Passage zu durchqueren.
Die Folgen der Krise sind bereits auf den internationalen Energiemärkten spürbar. In mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, sind die Kraftstoffpreise deutlich gestiegen. Der durchschnittliche Preis für Benzin der Sorte E10 überschritt zeitweise die Marke von zwei Euro pro Liter. Um einen weiteren Energieschock zu verhindern, prüft die Internationale Energieagentur (IEA) eine koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven ihrer Mitgliedstaaten. Diese Reserven entsprechen mindestens 90 Tagen der Nettoimporte und wurden in der Vergangenheit nur in schweren internationalen Krisen genutzt. Laut verschiedenen Berichten könnte die aktuelle Maßnahme die größte Freigabe von Ölreserven in der Geschichte der IEA werden.




















































