Donnerstag, 08.10.2026 15:50 Uhr

Ohne Nahrung keine Kraniche – Traditionsrastplatz retten

Verantwortlicher Autor: Sergej Perelman Linum, 08.10.2026, 11:15 Uhr
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Kranich, Linum. Bild: Natur Konkret

Linum [ENA] Guido Leutenegger, Naturschützer und Landwirt, ist um den signifikanten Rückgang der Kraniche in Linum (Brandenburg) sehr besorgt, wo sich seit Jahrzehnten einer der bedeutendsten Kranichrastplätze Deutschlands und Europas befindet. Im September 2025 verzeichnete man 56.630 Kraniche, dieses Jahr nur noch 10.270 Kraniche. Er und sein Team haben eine Petition zur Aufklärung und Rettung der Kraniche gestartet.

Die Initiative 'Natur Konkret', die aus Guido Leutenegger und seinem Team besteht, die daran arbeiten, Naturschutz, Biodiversität und die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel in Einklang zu bringen, hat die Petition unter der Überschrift "Ohne Nahrung, keine Kraniche – rettet den Traditionsrastplatz Linum" gestartet. Seit 2016 führen Herr Leutenegger und sein Team drei Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg, heute mit über 2000 Hektar. Jeden Herbst rasten die Kraniche direkt vor ihrer Haustür.

Es folgen Auszüge aus der Petition und ein Link zur Petitionsseite.

Wir dürfen nicht warten, bis aus einer aussergewöhnlichen Saison eine dauerhafte Entwicklung geworden ist. Wenn sich die Bedingungen an einem seit Jahrzehnten bedeutenden Rastplatz verändern, müssen die Ursachen frühzeitig erkannt werden. Jetzt können geeignete Massnahmen erprobt werden. Jetzt können gemeinsam mit den Landwirten Nahrungsflächen gesichert werden. Und jetzt können wir untersuchen, was die Kraniche benötigen, damit sie Linum weiterhin als Rastplatz nutzen.

Kranich, Linum. Bild: Natur Konkret
Kraniche in V-Formation, Bild: Natur Konkret
Kraniche im Flug, Bild: Natur Konkret

Der Kranich gilt als Vogel des Glücks. Seine Rufe und die grossen Schwärme am Himmel gehören seit Generationen zum Herbst in Linum.Die Vögel legen auf ihrem Zug durch Europa Tausende Kilometer zurück. Linum ist für sie eine wichtige Station auf dieser Reise. Diesen außergewöhnlichen Rastplatz zu bewahren, liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung. Deshalb appellieren wir an das Land Brandenburg, den Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das Landesamt für Umwelt und die Gemeinde Fehrbellin: Handeln Sie jetzt. Untersuchen Sie die Ursachen. Sichern Sie Wasser und Schlafplätze. Und sorgen Sie gemeinsam mit den Landwirten dafür, dass die Kraniche rund um Linum ausreichend Nahrung finden. Denn ohne Nahrung kein Rastplatz und keine Kraniche.

https://www.openpetition.de/petition/online/ohne-nahrung-keine-kraniche-rettet-den-traditionsrastplatz-linum

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