Mittwoch, 26.08.2026 18:58 Uhr

Himmelspektakel

Verantwortlicher Autor: Gabriele M Perklitsch Klagenfurt, 26.08.2026, 13:48 Uhr
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Blutmond
Blutmond  Bild: Gabriele M Perklitsch

Klagenfurt [ENA] Spektakuläre Mondfinsternis - Am 28. August 2026, lohnt sich für Frühaufsteher ein Blick zum Himmel: Eine außergewöhnliche partielle Mondfinsternis steht bevor. In Österreich werden dabei fast 93 Prozent der Mondscheibe vom Kernschatten der Erde bedeckt. Es wird eine partielle Mondfinsternis.

Früh aufstehen lohnt sich: Die Mondfinsternis beginnt in den frühen Morgenstunden. In Wien startet die sichtbare partielle Phase gegen 4:30 Uhr. Der Höhepunkt wird dort um etwa 6:08 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond allerdings bereits sehr tief im Westen und verschwindet kurz darauf unter dem Horizont. Wer das Himmelsschauspiel beobachten möchte, sollte deshalb einen Standort mit möglichst freier Sicht nach Westen wählen. Anhöhen oder offene Flächen eignen sich besonders gut, denn Häuser, Bäume oder Berge können den ohnehin tief stehenden Mond verdecken.

Warum wird der Mond rot? Bei einer totalen Mondfinsternis gelangt der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde. Dabei erreicht ihn weiterhin Sonnenlicht, das durch die Erdatmosphäre gelenkt wird. Blaues Licht wird stärker gestreut, während rötliche Lichtanteile den Mond erreichen können. Dadurch erscheint er häufig kupferrot bis dunkelrot – daher der umgangssprachliche Name „Blutmond“. Bei der bevorstehenden Finsternis am 28. August wird der Mond jedoch nicht vollständig in den Kernschatten eintauchen. Rund 93 Prozent der Mondscheibe werden bedeckt, ein kleiner heller Bereich bleibt sichtbar. Deshalb handelt es sich astronomisch um eine partielle Mondfinsternis, nicht um einen Blutmond.

In Österreich kurz optimal zu sehen: Die Bedingungen sind für Beobachter in Österreich etwas schwierig. Der Mond geht kurz vor dem eigentlichen Maximum der Finsternis unter, während gleichzeitig die Morgendämmerung einsetzt. Dadurch wird das Schauspiel gegen Ende zunehmend schwerer zu erkennen. Auch in Niederösterreich lohnt sich der frühe Blick Richtung Westen. In Horn beispielsweise liegt das berechnete Maximum bei etwa 6:10 Uhr. Für die Beobachtung ist keine spezielle Schutzausrüstung notwendig. Anders als bei einer Sonnenfinsternis kann eine Mondfinsternis gefahrlos mit bloßem Auge betrachtet werden. Wer fotografieren möchte, sollte möglichst ein Stativ oder eine andere stabile Unterlage verwenden.

Der nächste echte Blutmond lässt auf sich warten: Wer unbedingt einen vollständig roten Mond sehen möchte, muss sich noch etwas gedulden. Die nächste totale Mondfinsternis, die von Wien aus in ihrem entscheidenden Verlauf vollständig beobachtet werden kann, findet erst am 31. Dezember 2028 statt. Bis dahin bleibt die Mondfinsternis am 28. August dennoch ein lohnendes Naturschauspiel – insbesondere für alle, die bereit sind, den Wecker sehr früh zu stellen. Ein freier Blick zum Westhorizont, gutes Wetter und etwas Geduld könnten am Freitagmorgen für ein besonderes Himmelsspektakel sorgen.

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