Freitag, 03.07.2026 18:28 Uhr

Mysteriöser Doppelmord in Raunheim

Verantwortlicher Autor: Atilla Memet Raunheim, 03.07.2026, 15:06 Uhr
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Stadt Raunheim
Stadt Raunheim  Bild: Atilla Memet

Raunheim [ENA] Geheimnisvoller Doppelmord in Raunheim am 17.03.2026 gegen 03:40 Uhr erschoss ein maskierter Täter im Bistro „Onyro“ den 62-jährigen Betreiber und dessen 34-jährigen Freund. Der Täter flüchtete sofort. Polizei und Bundeskriminalamt fahnden öffentlich nach dem Verdächtigen.

Besondere Aufmerksamkeit erhalten die veröffentlichten Überwachungsaufnahmen. Darauf ist zu sehen, wie der Täter offenbar äußerst vorsichtig vorgeht, mehrfach versucht sein Gesicht zu verdecken und Kameras möglichst auszuweichen. Der Mann trägt eine auffällige Warnweste sowie eine Kapuze und wirkt äußerlich wie ein Bauarbeiter. Trotzdem gelang es mehreren Kameras im Umfeld des Tatorts, Bilder des Verdächtigen aufzunehmen. Brisant ist außerdem der Zeitstempel der Aufnahmen: Demnach hielt sich der mutmaßliche Täter bereits gegen 22 Uhr im Stadtgebiet Raunheim auf — also viele Stunden vor der eigentlichen Tat. Parallel dazu saßen die beiden späteren Opfer bei einem Treffen im Raum Frankfurt zusammen mit Robert T. aus Gießen.

Das Treffen wurde später von der Axel Springer SE-Zeitung BILD als „letztes Abendmahl“ bezeichnet. An dem Essen sollen laut Berichten verschiedene Personen aus dem Umfeld der organisierten Kriminalität sowie Mitglieder der Hells Angels teilgenommen haben. Besonders diskutiert wird ein Foto des Treffens, auf dem der später getötete Bistrobetreiber direkt neben Robert T. sitzt. Robert T. soll nach der bis heute ungeklärten Ermordung von Aygün Mucuk zeitweise eine führende Rolle innerhalb der Rockerszene übernommen haben.

In Szenekreisen wird der erschossene Bistrobetreiber seit Jahren mit großangelegtem Drogenhandel in Verbindung gebracht. Offiziell bestätigt wurden diese Vorwürfe bislang nicht. Ebenso ist derzeit unklar, ob das Frankfurter Treffen unmittelbar mit der späteren Tat zusammenhängt. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen sollen derzeit bis zu 200 Beamte an der Aufklärung des Falls arbeiten. Polizei Hessen und das BKA bitten die Bevölkerung weiterhin um Hinweise zum Täter: E-Mail: soko-taverne-hinweise.hlka@polizei.hessen.de Hinweistelefon: 06151 / 969 53111

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