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Muezzinruf in Göttingen die neue Toleranz ? 30.03.2026

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 02.04.2026, 12:16 Uhr
Kommentar: +++ Lokale Nachrichten +++ Bericht 664x gelesen
Der Koran ist DAS Glaubensbekenntnis im Islam, nach dem strikt gelebt und gehandelt wird
Der Koran ist DAS Glaubensbekenntnis im Islam, nach dem strikt gelebt und gehandelt wird  Bild: Ahm Adardity / Pixabay.de

Göttingen [ENA] Das Thema Muezzinruf ist inzwischen eines von weiteren neuen Themen von Islamverbänden in Deutschland, die bundesweit die Gemüter erregen, denn in immer mehr Städten werden diese Rufe gewünscht, eingeklagt und im Automatismus gegen Bürgerwillen genehmigt.

Was uns Bürgern immer als Vielfalt, Toleranz und friedvollem Zusammenleben verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein Teil von knallharten Islamgepflogenheiten, die nicht nur in Deutschland immer weiter die Islamisierung vorantreiben. Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit werden in diesem Falle in Verwaltungsgerichten reihenweise Klagen abgewiesen, die sogenannten Lärmgutachten sind nichts weiter als vorgeschobenes Argument, um Bürger zu beruhigen, die Genehmigung ist ein Selbstläufer.

Kommen wir auf Göttingen zurück, dort wurde 2004 eine Moschee der Ditib – Gemeinde erreichtet. Wer ist die Ditib ? Die DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist der größte sunnitisch-islamische Dachverband in Deutschland, eng mit der türkischen Staatsbehörde Diyanet (Präsidium für Religiöse Angelegenheiten) verbunden. Sie untersteht in vielen Belangen der Kontrolle aus Ankara, was regelmäßig zu Kritik wegen Einflussnahme, Spionagevorwürfen und Abhängigkeit führt.

Während des Planungs- und Vorstellungsverfahren gab es neben Lob auch Kritik und Bedenken, z.B. als es um den Muezzinruf und der 2 Minarette ging, und das nicht nur von Anwohnern, sondern auch von der Stadt Göttingen selbst. Es soll nie beabsichtigt gewesen sein, die Minarette zu Ausrufen nutzen zu wollen. Diese Info gehen aus Berichten aus dem Jahre 2004 hervor. Später dazu mehr. Fakt ist, die Moschee wurde dann doch mit 2 Minaretten gebaut, aber die DITIB verzichtete auf den Muezzinruf.

Wir springen ins Jahr 2026 in Göttingen, und da ist alles anders. Am 24.02.2026 ertönt erstmals zur Freude der OB Broistedt der Muezzinruf aus Anlass des Fastenbrechens. Aber das ist kein Zufall. Ambitionen werden bekannt, diesen nun in Göttingen regelmäßig einzuführen. Unter dem Deckmantel der Toleranz, Vielfalt und friedvollen Zusammenhalt und natürlich so ganz nebenbei auch der Religionsfreiheit im Grundgesetz wird das Recht abgeleitet, dieses nun regelmäßig ertönen lassen zu dürfen.

Das wolle die DITIB aber keinesfalls einfach so machen, sondern natürlich mit den Bürger darüber sprechen. Deshalb wurden 3 Termine festgesetzt, am 17. März fand ein „ offenes Gespräch „ im Weststadtzentrum statt, am 26. März fand ein „ Tag der offenen Tür „ in der Moschee statt, und morgen findet eine Podiumsveranstaltung in der VHS Göttingen statt. Im übrigen hatte sich im Vorfeld die Junge Union Göttingen und der Kreisverband der blauen Partei Göttingen klar gegen den Muezzinruf ausgesprochen. Ich habe mit beiden Parteien gesprochen, die blaue Partei war beim ersten Gespräch unerkannt vor Ort, die Junge Union nicht.

Interessanter weist hat sich der Pressesprecher der Stadt Göttingen Herr Kimyon, nicht auf eine Diskussion mit diesem Thema eingelassen. Die Stadt sei ja nicht der Veranstalter und deshalb könne er auch nicht sagen warum plötzlich eine Einladung zur ersten Veranstaltung verlangt gewesen sei – aber er habe jetzt auch keine Zeit und müsse zu einem Termin. Was für ein Zufall. Ich bin leicht verspätet zur Veranstaltung gekommen und hatte eigentlich mit einem vollen Haus so um die 100 Teilnehmer gerechnet, nein, wahrlich nicht. Aber eine interessante Prozedur vor dem Eingang, die datenschutzrechtlich mindestens bedenklich ist:

2 Securitys von HKS fragten die Teilnehmer, ob sie angemeldet seien. Wer das verneinte, mußte auf einem Papierbogen seinen Namen und Email – Kontakt eintragen. Wofür eigentlich ? Das wußte HKS auf Nachfrage nicht und wies ausdrücklich darauf hin, das diese dazu gar nicht berechtigt seien, der Veranstalter, also DITIB, habe darauf gedrungen. Aber auch für die gelten ja Datenschutzgesetze, wo sie doch ihre Rechte und Pflichten voll wahrnehmen möchten.

Im Raum selbst 20 Personen, davon 2 Kirchenvertreter, 2 DITIB Vertreter, ein Polizeibeamter, die Integrationsbeauftragte der Stadt Göttingen, also maximal 15 Besucher. Wieviel davon extra eingeladen worden sind, damit die Stimmung nicht kippt, kann ich nicht sagen, weil ich zu spät gekommen bin. Auf Nachfrage von mir trägt ein DITIB Sprecher vor, das 2. Minarett sei von der jüdischen Gemeinde angeregt worden wegen der Symmetrie der Moschee, das sei eigentlich nicht geplant gewesen. Komischerweise findet sich darüber kein Bauplan oder Genehmigung der Stadt Göttingen. Okay. Weiter.

Ich werde hier einfach mal ein paar Pro / Kontra Argumente hier präsentieren und ggf. später kommentieren. Los geht´s: Das Glockengeläut ist kein Glaubensbekenntnis, der Muezzinruf ein Glaubensbekenntnis, das andere Glaubensrichtungen unterordnet. Der Papst hätte gesagt, eine Gesellschaft müsse vielfältig sein. Göttingen sei ja schließlich multikulturell. Eine Religionsfreiheit in arabischen Ländern gibt es nicht, diese wird in Deutschland für den Islamismus aufgeweicht. Vom Islam gehe Frieden aus, Frieden wollen wir alle. Das multikulturelle Göttingen findet das gut und befürwortet das.

Zu den Fragen ergänzte der DITIB Sprecher folgendes: Auf den Muezzinruf habe man Jahrzehnte auf Rücksicht verzichtet, jetzt ginge das nicht mehr. Man wolle das erstmal 1x im Monat machen, die Regel wäre aber 5x am Tag. Der Superindendant ergänzt: Rechtlich ist das bis zu 5x am Tag zulässig, kein Verwaltungsgericht habe das auf Antrag abgelehnt. Die DITIB wolle im Anschluß an die Veranstaltungen besprechen, ob sie ihre Rechte bei Gegenwehr gerichtlich durchsetzen wollen oder nicht. Dann 2 Hammereinwände, die ich kaum glauben konnte. Eine Muslimin erklärte, ihr würde das Glockengeläut stören, aber sie könne nix dagegen tun. Doch, sage ich, ich kenne eine Lösung.

Das gehört unwiderruflich zum deutschen Land, der Kultur und ist das beste Beispiel der Nichtanpassung sondern der Anpassung, wenn sie nur könnte. Der 2. Einwand ebenfalls von einem Andersgläubigen: Christen wäre nur noch 44 % in Deutschland, also eine Minderheit, Christen würden in diesem Land andere belästigen. Er habe kein Problem mit dem Muezzinruf, auch mehrfach täglich, aber das Kirchengeläut stört auch ihn. Kein Problem, das gleiche Angebot gilt auch für ihn. Einige unsachliche Kommentare, die meisten spare ich mir einfach, weil die nur zeigen, welche Geisteshaltung manche haben, aber 2 möchte ich dann doch nachschieben, um die teilweise niedrige Qualität der Sitzung zu veranschaulichen:

Vor 200 Jahren wurden von der katholischen Kirche Bürger, die austreten wollen, verfolgt und getötet, oder auch: Busse und Feuerwehr sind lauter als der Muezzinruf. Ich fasse mich an den Kopf. Und Ali, einer der DITIB Sprecher, schließt mit den Worten: Ja, es gäbe auch radikale muslimische Gruppierungen in Göttingen, die die DITIB angreifen, die wolle er hier nicht. Er möchte keine Parallelgesellschaft in Göttingen haben. Tja Ali, ob du willst oder nicht, beides hast du schon. Fazit dieser Veranstaltung:

Wenig Publikum, kein wirklicher Austausch von Argumenten, kein Ergebnis, Beharrungen auf beiden Seiten, und letztlich war schon vor der Veranstaltung klar: Der Muezzinruf wird kommen, entweder mit oder ohne Zustimmung der Bürger. So einfach ist das. Insofern sind die Veranstaltungen reine Propagandashows, um für den Muezzinruf zu werben, um ihn in der Gesellschaft zu etablieren. Das ist wie mit dem Migrantenstrom, der einfach Jahr für Jahr weiter nach Deutschland kommt; irgendwann gewöhnen sich die Bürger, auch stärkste Gegner, daran, weil sie Migranten überall antreffen, nicht nur auf den Strassen sondern im gesamten öffentlichen Leben.

Aber dieser Bericht ist noch nicht fertig, ich habe mal 3 konkrete Toleranznachrichten rausgesucht, ein Bruchteil des Möglichen: Im November 2009 wurde der im Vorfeld umstrittene Bau der DİTİB-Zentralmoschee Köln Stadtteil Ehrenfeld umgesetzt. Das Richtfest wurde 2012 gefeiert. Der damalige Bürgermeister, der das Bauvorhaben immer massiv unterstützt hatte, geldlich massiv Teilhabe hatte und zur Eröffnung große Planungen im Vorfeld gemacht hatte, wurde nicht eingeladen. Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Wolfgang Huber und Soziologin / Islamkritikerin Necla Kelek haben sich klar zum Thema Moscheebau In Deutschland geäußert:

Man fordere Religionsfreiheit für Muslime und baue Moscheen, in der Türkei verweigere dieselbe Behörde türkischen Christen und türkischen Aleviten den Bau ihrer Sakralgebäude und volle Religionsfreiheit. Und angebracht wäre es auch mal, zu fragen, warum die eingetragenen DITIB – Gemeinden ihre Vereinssatzungen nicht veröffentlichen, diese sind nur beim Amtsgericht einsehbar.

Der Islam in Deutschland; besondere Kennzeichen der Toleranz heutiger Zeiten: Islamunterricht an Schulen, verschleiertes Autofahren - vor Gericht oder beim Amt - ein Richteramt oder Lehramtsposten ausführen, Scharia Polizei auf Pferden und zu Fuß, Ramadabeleuchtung in Großstädten, Schülerdiskriminierung wegen Essen während des Ramadans. Übrigens gehört zur neuen Toleranz in Deutschland jetzt auch der erste Polizist mit Turban auf dem Kopf im Bremen - kein Witz. Deutschland ist verloren - aber das wissen wir ja schon lange. Komischerweise ist die Webseite der DITIB Göttingen – ditib-goettingen.de seit Tagen nicht mehr erreichbar.

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