Sonntag, 08.11.2026 23:24 Uhr

Klimawahn in Göttingen gestartet ich frage nach 08.11.26

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 08.11.2026, 17:20 Uhr
Kommentar: +++ Lokale Nachrichten +++ Bericht 419x gelesen
Für die Bekämpfung des fiktiven ideologischen Klimawandels wird alles getan
Für die Bekämpfung des fiktiven ideologischen Klimawandels wird alles getan  Bild: Jason Goh / pixabay.de

Göttingen [ENA] Es ist gerade mal so 3 Wochen her, da flattert den rund 3800 Bürgern des Stadtteils Holtenser Berg in Göttingen ein Flyer der Stadtwerke in den Briefkasten. Darin wird angekündigt, das Fernwärme ja zum Klimaplan der Stadt Göttingen beitragen werde und dieser nun angegangen werde.

Ein Plan für die Zukunft der Wärmeversorgung nennen die das. Das der Klimaplan der Stadt Göttingen längst nicht eingehalten wurde und wird, und es viele weitere Jahre braucht, um den umzusetzen, das verrät der Flyer nicht. Stattdessen werden den Bürgern vollmundig die Vorteile erklärt und der Ablauf, der in 10 Bauphasen erfolgen soll und nach Plan bereits am 4. November 2026 begonnen hat. Dabei wird jeweils eine Strassenseite gesperrt. Dann der Hinweis: Einschränkungen und Behinderungen werden so gering wie möglich gehalten, Rettungsdienst und Feuerwehr könnten bei Bedarf in den Baustellenbereich reinfahren.

Wie großzügig, die Wohnungen müssen also nicht abbrennen, die Personen mit Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht sterben. Wenn z.B. ein Aus- oder Einzug stattfindet, wird in Absprache mit den Firmen vor Ort eine Lösung gefunden. Auch super, das man seine Möbel nicht 100m oder so über Matsch und Dreck schleppen muß. Der Müll wird weiter abgeholt (es ist der Wahnsinn der Service) aber es kann sein, das dieser zu einem zentralen Sammelpunkt gebracht werden muß, es kommt dann zu sogenannten (meine Wortkreation) Müllverwertungswanderungen. Ansonsten kann jeder Bürger auf einer einfachen Karte des Holtenser Berges sehen, wann welche Strasse, ggf. sein Wohnbereich mit dem Umbau geplant ist, denn die Planung reicht jetzt schon bis 2028.

Wo wir doch wissen, das so gut wie keine Baumaßnahme nach Plan verläuft, Göttingen hat nämlich schon 3 Großbauprojekte: Das sogenannte Europaquartier mit 600 geplanten neuen Wohnungen, das mit einem städtebaulichen Entwurf am 28. Januar 2019 vorgestellt wurde und längst seit Jahren fertiggestellt sein sollte, hat noch nicht einmal begonnen. Natürlich sind inzwischen alle Kostenkalkulationen, Planungen nichts mehr wert. Letztes Jahr sollte der Autobahnzubringer Weende umgebaut werden wegen maroder Brücke. Das Ganze wurde letztes Jahr beantragt und einseitig der Zubringer gesperrt wegen zu hohen Gewichtes des Verkehrs und wegen Sicherstellung der Landeszuschüsse. Passiert ist jedoch bis heute, ein Jahr danach so gut wie nix.

Immer noch einseitige Sperrung, nix geht voran. Schließlich gibt es noch ein zweites großes Wohnprojekt, auch das liegt seit Jahren auf Halde. Insgesamt hat die Stadt Göttingen Stand heute 32 offene Baumaßnahmen und 23 offene Sanierungsprojekte auf Warteliste, das älteste nach der Liste aus 2022, was nicht stimmt, aber selbst daran kann jeder sehen, es wird Jahre dauern bis diese, wenn überhaupt, erledigt sind. Wer aber den Flyer genau gelesen hat, wird feststellen, daß gewissen Themen gar nicht angesprochen sind, nämlich die, die sich zum Nachteil der Bürger herausstellen werden. Da habe ich mal nachgefragt, 3 Bereiche sind mir eingefallen. Meine Fragen im Original:

Lt. Flyer fangen Sie ja bereits Anfang November 2026 an mit den Umbaumaßnahmen, die lt. Flyer bis Dezember 2027 dauern. Abgesehen davon, das der Zeitplan natürlich niemals klappt, frage ich, warum sie ausgerechnet zu Beginn der Heizperiode beginnen und mitten in der stärksten Heizperiode aufhören wollen, und nicht von Sommer bis Sommer arbeiten, wo der Wärmebedarf am geringsten ist und dazu 2 Sommerferien darin liegen wo viele Einwohner im Urlaub sind. Denn neben der unglücklichen Bauphase wird es natürlich zu erhöhten Lärmbelästigungen kommen, die in den Winterzeiten, wo die Mieter in der Regel in den Wohnung sind, besonders abbekommen.

Denn natürlich wird es hier und da bei den Veränderungen zu Abschaltungen und Unterbrechungen kommen, denn irgendwie müssen ja die Hausleitungen an die neuen Fernwärmesystem angeschlossen werden. Ist das so ? Sie loben ja so schön die neue Versorgungsart, es geht natürlich einzig und allein darum dem sogenannten fiktiven Klimawandel gerecht zu werden, auch wenn die Stadt Göttingen nach jahrelangen Planungen nun die Ziele um viele Jahre verfehlt. Trotzdem wird der massive Umbau auf dem gesamten Holtenser Berg ein Millionenobjekt, das sicherlich die Städt. Wohnungsbau nicht alleine endgültig finanzieren wird. Ist schon bekannt, mit welchen Kosten die Mieter spätestens nach Abschluß zusätzlich zu rechnen haben ?

Ich weiß das Nebenkosten von der Städt. Wohnungsbau erstellt werden, aber Sie als Stadtwerke haben ja einen Kostenplan, auch wenn der am Ende Makulator sein wird, und kalkulieren die Umsetzungskosten. Mit welchen Kosten rechnen Sie denn komplett ? Und hier die Antworten: Zum Bauzeitraum: Der geplante Zeitraum von November 2026 bis Dezember 2027 ergibt sich aus verschiedenen technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Bei der Terminplanung wurden unter anderem die Verfügbarkeit von Fachfirmen, erforderliche Vorarbeiten sowie die Abstimmung mit weiteren Infrastrukturmaßnahmen berücksichtigt. Unabhängig vom Starttermin ist unser Ziel, die Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Zu möglichen Versorgungsunterbrechungen: Die Leitungen werden an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Göttingen angeschlossen. Nach aktuellem Planungsstand erfolgt die Einbindung mit einem Verfahren, das Arbeiten am bestehenden Netz ohne eine Außerbetriebnahme der Versorgungsleitungen ermöglicht. Daher rechnen wir derzeit nicht mit Versorgungsunterbrechungen für die angeschlossenen Gebäude. Sollten sich im weiteren Projektverlauf dennoch einzelne Maßnahmen ergeben, die Auswirkungen auf die Versorgung haben könnten, würden die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner selbstverständlich rechtzeitig informiert. Nach heutigem Kenntnisstand sind solche Unterbrechungen jedoch nicht vorgesehen.

Zu den Kosten: Die von den Stadtwerken geplante Baumaßnahme sieht derzeit keine Anschlüsse an Liegenschaften der Städtischen Wohnungsbau vor. Aussagen zu möglichen Auswirkungen auf Nebenkosten oder Mieten können wir daher nicht treffen. Hierzu wenden Sie sich bitte direkt an die Städtische Wohnungsbau. Zu den Kosten unserer Baumaßnahmen geben wir grundsätzlich keine Auskunft. Immerhin eine ausführliche Bürgerinfo, denn ich habe nicht als Pressevertreter, sondern als Bürger angefragt. Die Bürger werden jetzt erleben, was von den gemachten Aussagen eintrifft oder wie das tägliche Leben durch Einfluß der Baumaßnahmen nachhaltig gestört wird. Ich bleibe dran.

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