Dienstag, 28.04.2026 18:05 Uhr

Das Outing des AFD Kreisverbandes Göttingen 25.04.2026

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 28.04.2026, 11:07 Uhr
Kommentar: +++ Lokale Nachrichten +++ Bericht 372x gelesen
Jeden Tag ein wenig dunkler bis das Licht ganz weg ist
Jeden Tag ein wenig dunkler bis das Licht ganz weg ist  Bild: Felix Mittermeier / Pixabay.de

Göttingen [ENA] Im Februar 2026 ertönte zum ersten Mal in Göttingen ein Muezzinruf. Angeblich einmalig. Das wollte aber kaum jemand so richtig glauben, da in den folgenden Wochen 3 Treffen mit der DITIB Gemeinde Göttingen anberaumt wurden, bei denen ein Bürgerdialog geführt werden sollte.

Schon im Vorfeld hatte sich die DFA Kreisverband Göttingen und die Junge Union Göttingen per Statement gegen den Muezzinruf ausgesprochen. Während das bei der DFA uneingeschränkt galt, machte die Junge Union Sprecherin und Vorsitzende des Stadtverbandes Göttingen bei einer Versammlung das Statement gar nicht so klar, es wurde auf den jetzigen ungünstigen Zeitpunkt wegen anstehender Kommunalwahlen und der teilweise uninformierten und unvorbereiteten Bürger gestützt, beides könne der DFA Stimmen zuleiten. In einem späteren persönlichen Gespräch mit Frau Bohn relativierte sie die Aussage:

Ja, dieses Jahr sei es besonders fatal, aber die Junge Union ist generell dagegen. Natürlich hatte ich mich auch mit einem Vorstandsvertreter der DFA verabredet vor der ersten Versammlung, aufgrund meiner Verspätung kam dieser Termin nicht zustande. Das Vorstandsmitglied bat mich jedoch, ihn bei der Versammlung nicht als DFA Vorstand zu outen. Okay, hab ich verstanden. Nach der Versammlung habe ich gelegentlich mit dem Vorstand telefoniert, nicht nur wegen der Folgetermine, auch was die politische Lage allgemein so angeht. Ganz nebenbei hatte ich ihm erzählt, das ich „ ACHTUNG „ vor 24 Jahren mal für 2 Jahre in der DPN war.

Dann habe ich nix mehr von ihm gehört, er ging nicht mehr ans Telefon. Plötzlich Sonntag Abend ein Anruf von ihm, jetzt geht die eigentliche Story los: Ja, also er habe natürlich in seinem Kreisverband erzählt, das ich mal in der DPN war. Es gäbe in der DFA eine Unvereinbarkeitsliste, da gehöre die DPN und deren Mitglieder oder ehemalige Mitglieder dazu. Das würde bedeuten: Kein Kontakt mehr, weder Email, tel. oder persönlich. Wenn man sich zufällig in der Stadt Göttingen treffen würde, dann wäre das so. Puh, da bin ich aber froh, das nicht einer die Seite wechseln muß.

Das der Kreisverband Göttingen nicht nur keine Ahnung hat von dem Sinn der Unvereinbarkeitsliste sondern sich möglicherweise auf strafrechtlich relevantes Gebiet begibt, erkläre ich jetzt. Die Unvereinbarkeitsliste der DFA, Stand 8.12.2025, enthält Organisationen, Parteien, Gruppieren, deren aktive Mitglieder kein Mitglied der Partei werden können. In Ordnung. Personen, deren Mitgliedschaft erloschen ist, können nur Mitglied werden, wenn 2/3 des Landesvorstandes dafür sprechen; ggf. könnte der Bundeskonvent mit 2/3 seiner Mitglieder Bewertungen ändern. Auch in Ordnung.

Doch jetzt wird es komisch. Und davon steht nix in der Bundessatzung. Wie kann eine Unvereinbarkeitsliste für Zeiten gelten, wo die DFA gar nicht existiert hat. Keine Person kann in dieser Zeit gegen Parteiinteressen der DFA verstossen haben, weil es gar keine gab. Und noch besser: Nirgends steht etwas davon, das ein DFA Mitglied nicht mit einen der zehntausenden Mitgliedern oder ehemaligen Mitgliedern sprechen darf. Woher erkennt denn ein DFA Mitglied eine dieser Personen ? Hat jedes DFA Mitglied Fotos dabei die unterwegs verglichen werden, ich meine Erkennungsmerkmale gab es schon mal, diese Aussage mit dem Nichtkontakt ist völliger Nonsens. Doch das Ganze ist dann gar nicht zum Lachen.

Es spielt nämlich dabei gar keine Rolle, ob derjenige so wie ich gar nicht bei der AFD eintreten wollte, sondern es stellt eine Diskriminierung, Stigmatisierung dar. Ja sogar Ausgrenzung kommt in Frage. Was macht denn ein AFD Mitglied, das mich in einem Schlachtereibetrieb erkennt ? Werde ich nicht bedient, bekomme ich keine Ware ? Diese höchst mindestens seltsame Verhaltensweise wollte ich mit dem niedersächsischen Landesverband Herrn Horns besprechen, der aber auch kein Bock darauf hatte und die Email nicht beantwortet hat. Aber es geht noch besser:

Ein Anruf beim Bundesvorstand Presseabteilung. Der Herr am Telefon glaubt innerhalb einer Minute zu erkennen, das ich nicht neutral gegenüber der DFA bin und beendet das Gespräch. Da hatte er wohl recht. Also ich habe zweierlei gelernt: Wer nicht für die DFA ist ist gegen die DFA und wird mit Kontaktsperre belegt auf allen Ebenen. (Was mich total hart trifft). Und das eine solche freiheitsliebende bürgerfreundliche alle Meinungen akzeptierende Partei nicht Regierungsverantwortung haben darf, davon bin ich zwar erst jetzt, immerhin jetzt gefestigt, überzeugt.

Upps, was läuft mir denn da für ein Video über den Weg ? Bürgerdialog der DFA Brandenburg 21.04.2026 mit Landtagsabgeordneten und Kreistagsabgeordneten Dr. Dominik Kaufner, und der führt ein Interview mit Sebastian Schmidtke, bekennender langjähriges DPN Mitglied und Funktionär auch nach der DFA Gründung. Die DPN nennt sich ja jetzt „ Die H.....t „ und äh, was sehe ich bei YouTube: Das Impressum des Herrn Sebastian Schmidtke von Schmidtkes Welt, so sein YouTube Kanal, und die Parteianschrift „ Die H....t „ sind völlig identisch ? Und die unterhalten sich ? Ein glatter massiver Verstoss, oder was ?

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