Samstag, 04.04.2026 14:22 Uhr

Vom Moonwalk auf 4 Pfoten bis zu Spinnen zum Anfassen

Verantwortlicher Autor: Vivien Rose Wien , 02.03.2026, 14:18 Uhr
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Haustiermesse 2026 Lukas Pratschker und sein Team
Haustiermesse 2026 Lukas Pratschker und sein Team   Bild: Vivien Rose

Wien [ENA] Die Haustiermesse Wien 2026 bot vergangene WE, als zentrale Plattform Einblicke in Tierhaltung, Zucht, Training und tiergestützte Therapie. Aussteller/innen und ein vielfältiges Programm präsentierten aktuelle Entwicklungen – von innovativen Trainingsmethoden bis zum medizinischen Einsatz von Tieren

Junge Hunde, welche zukünftig Moonwalk lernen sollen, eine Therapiebegleithündin im Krankenhaus, Minischweine als Haustiere und Spinnen, die von Hand zu Hand wandern – die Haustiermesse Wien 2026 bot auch heuer wieder eine beeindruckende Vielfalt an tierischen Begegnungen und spannenden Einblicken in die moderne Haustierhaltung. Zwischen Show, Wissen und praxisnahen Vorführungen wurde schnell klar: Haustiere sind längst mehr als nur Begleiter – sie sind Familienmitglieder, Trainingspartner und in manchen Fällen sogar wichtige Helfer im Alltag.

Hollywood-Feeling mitten in Wien

Für große Begeisterung sorgte einmal mehr Supertalent Lukas Pratschker, der mit seinen Hunden bereits internationale Bühnen erobert hat – bis nach Hollywood. „Wir waren nach Supertalent eigentlich weltweit unterwegs und auf verschiedensten Showbühnen“, erzählt er. Ein besonderes Highlight: „Wir waren in Hollywood auf der riesengroßen Bühne und durften bei America’s Got Talent unsere Show zeigen.“Trotz internationaler Karriere bleibt Wien seine Basis: „ Den Wohnsitz habe ich natürlich nie aufgegeben, weil von Wien erreicht man alles super – und es ist eine sehr hundefreundliche Stadt.“ Bereits zum 16. Mal stand Pratschker auf der Bühne der Haustiermesse – diesmal mit einer neuen, fantasievollen Choreografie.

Die meistgestellte Frage kam allerdings direkt aus dem Publikum: Können seine Hunde wirklich tanzen? „Von meinen aktuellen Hunden kann keiner mehr den Moonwalk – der Falco konnte ihn. Nicht so gut wie Michael Jackson natürlich“,lacht Pratschker. „Jetzt muss ich mich wohl wieder ans Training setzen.“ Mit der Siegessumme aus seiner Zeit beim Supertalent gründete er in Wien die Hundeschule School of Dogs. Heute trainieren dort rund 400 bis 500 Mensch-Hund-Teams mit einem Ziel: mehr Spaß im Alltag durch eine stärkere Bindung zwischen Mensch und Tier.

Wettbewerb mit Wow-Effekt

Ein echtes Messe-Highlight war der internationale Wettbewerb Best EUropean Trickdog 2026. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa präsentierten kreative Trick-Performances und beeindruckende Teamarbeit mit ihren Hunden. Über den Sieg durften sich Petra Barbarova, Alena Smolikova und Claudia Duroska freuen. Mit Präzision, Kreativität und einer außergewöhnlichen Mensch-Hund-Bindung überzeugten sie Jury und Publikum gleichermaßen.

Dass Tiere weit mehr leisten können als Unterhaltung, zeigte Therapiebegleithündin Rosi. Sie besucht regelmäßig Patientinnen und Patienten im Albert-Schweitzer-Krankenhaus in Graz auf Remobilisations-Stationen. Mit ihrer ruhigen Art bringt sie Abwechslung, Motivation und ein Stück Normalität in den Klinikalltag. Die Ausbildung zum Therapiebegleithund dauert etwa ein Jahr und kostet rund 1.200 Euro – entscheidend sind dabei nicht Rasse oder Aussehen, sondern ein ruhiges Wesen und Gelassenheit im Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Krücken.

Verantwortungsvolle Katzenzucht

Auch die Katzenzucht spielte auf der Messe eine bedeutende Rolle. Die Zucht von Rassekatzen ist weit mehr als die Verpaarung besonders schöner Tiere – sie ist verantwortungsvolle genetische Zukunftsarbeit. Auf Ausstellungen wird genau beurteilt, welche Katzen dem jeweiligen Rassestandard entsprechen und zur Weiterzucht geeignet sind. Neben äußeren Merkmalen wie Körperbau, Augenform und Fellzeichnung spielen vor allem Gesundheit und Wesen eine entscheidende Rolle. Ziel einer seriösen Zucht ist, Erbkrankheiten zu minimieren, ein stabiles Immunsystem zu fördern und ausgeglichene, menschenbezogene Tiere hervorzubringen. Jede sorgfältige Zuchtentscheidung trägt dazu bei, rassetypische, gesunde und lebensfrohe Katzen für kommende Generationen.

Trendhaustiere: Minischweine und Hasen

Für Überraschung sorgten erstmals auch Minischweine auf der Messe. Die intelligenten Tiere werden als Haustiere immer beliebter – brauchen jedoch viel Platz, Beschäftigung und unbedingt den Kontakt zu Artgenossen. Auch bei Hasen wurde deutlich: Artgerechte Haltung bedeutet weit mehr als ein Käfig. Viel Platz zum Hoppeln, Rückzugsmöglichkeiten, frisches Heu als Hauptnahrung sowie tägliche Beschäftigung und Sozialkontakt sind entscheidend, damit die Tiere gesund bleiben und ihr natürliches Verhalten zeigen können.

Spinnen zum Anfassen

Für besonderes Interesse sorgte eine Station mit Spinnen und Skorpionen, die ruhig von Hand zu Hand der Besucher krochen. Der erste Schreck wich schnell neugieriger Faszination. Tierpfleger erklärten, dass viele Arten friedlicher sind als ihr Ruf. Wer Spinnen selbst halten möchte, benötigt ein artgerechtes Terrarium mit passender Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Verstecken und geeignetem Bodengrund wie Kokoshumus. Wichtig dabei: beobachten statt anfassen – denn häufiges Herausnehmen bedeutet Stress für die Tiere.

Nächste Termine bereits fixiert

Nach dem großen Besucherandrang in der Wiener Marx Halle, auf der Haustiermesse Wien 2026 dürfen sich Tierfreunde bereits auf kommende Veranstaltungen freuen. Am 7. Juni 2026 findet der Hundetag Baden auf der Trabrennbahn Baden statt. Dort erwartet Besucherinnen und Besucher erneut ein abwechslungsreiches Programm rund um Training, Beschäftigung und Showeinlagen für Mensch und Hund.

Weiter geht es am 5. und 6. September 2026 mit der Messe Haustier Aktuell in der Arena Nova in Wiener Neustadt. Auch hier stehen Information, artgerechte Haltung und spannende Vorführungen im Mittelpunkt. ⸻ Ob Showeinlage, Therapiebesuch oder exotische Begegnung – die Haustiermesse Wien 2026 zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Haustiere unser Leben bereichern können.

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