"Red Bow Vienna" Die rote Masche von Wien
Wien [ENA] In der Zwischenzeit ist die überdimensionale rote Masche, mit unzähligen leuchtenden Lichtern verziert, hoch über dem Eckhaus des exquisiten Modehauses Popp & Kretschmer angebracht, genau gegenüber der Wiener Staatsoper, zum internationalen Social Media Foto-Hype geworden. Angeblich kommen Touristen in der Weihnachtszeit nach Wien, nur um die "Red Bow Vienna" zu sehen.
"Ist diese rote Schleife in der Wiener Kärntner Straße die Anreise aus Vietnam wert?" fragt die Tageszeitung "Presse" in einem Artikel. Andere Medien sprechen vom Selfie-Wahnsinn, denn vor der roten Masche posieren sowohl internationale Influencer*innen, unzählige Touristen, aber natürlich auch Wiener und Wienerinnen, die unbedingt noch schnell ein Selfie vor der "Red Bow Vienna" hochladen wollen und damit natürlich den Hype nur verstärken. Eine Influencerin erzählte einem Journalisten, dass ihr ein Foto von der berühmten Wiener Weihnachtsdekoration tausende Followers bringt. In der Innenstadt sorgt die leuchtend rote XXL-Masche nicht für alle für ungetrübte Weihnachtsstimmung.
Denn viele Foto-Suchende stellen sich dafür mitten auf die Kreuzung, blockieren den Verkehr und sorgen für Chaos. An einem Adventsamstag musste sogar die Polizei eingreifen, weil sich Passanten bei Rot wieder mitten auf der Straße zum Fotografieren positionierten und die Polizei forderte sie sogar per Megafon auf, die Straße sofort zu verlassen. Doch das hilft nicht besonders lange, denn die gefährlichen Szenen wiederholen sich meistens bald nach den Warnungen. Hupkonzerte, schimpfende und gestresste Verkehrsteilnehmer und fröhliche, übermütige Besucher*innen stimmen nichtsdestotrotz irgendwie gemeinsam ein in das selige Weihnachtslied "Red Bow Vienna".




















































