Mittwoch, 24.07.2019 04:21 Uhr

Jun Yang und das Eis des Kaisers von China

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/Graz , 12.05.2019, 22:06 Uhr
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Rom/Graz [ENA] Von 19.05. bis 31.10.2019 wird im Österreichischen Skulpturenpark, Graz „Das Eis des Kaisers von China, 2018/2019“ präsentiert. Die Eröffnung wird am Frühlingsfest 19. Mai 2019, 14 Uhr in Kooperation mit dem Kunsthaus Graz gezeigt. Der 1975 in China geborene und seit den frühen 1980er Jahren in Wien lebende Künstler Jun Yang erforscht die Synthese verschiedener kultureller Kontexte und sucht nach

möglichen Identifikationsfiguren und -attributen. Der Schwerpunkt liegt auf einer autonome, selbsterkennenden Perspektive, die durch persönliche Erfahrungen und Medienassoziationen bestimmt wird. Im Österreichischen Skulpturenpark südlich von Graz wurde Ende November 2018 ein Eisblock in der Größe von 1m³ in einer Holzkiste verpackt und in ein vorbereitetes Erdloch versenkt. Dabei handelt es sich um das Artist-in-Residence-Projekt des Künstlers Jun Yang, der sich in seinem Werk mit den Themen Transfer kultureller Errungenschaften und Mythenbildung beschäftigt. Ausgehend vom Mythos, dass Marco Polo von seinen Reisen nach China das Wissen um die Herstellung von Eis zum Verbrauch und dessen Erhalt bis in den Sommer hinein nach

Europa gebracht, führte den österreichisch-chinesischen Künstler an den das Projekt heran. Im Besonderen interessierte ihn, wie Eis bis in den Hochsommer haltbar gemacht wurde, um es dem Kaiser von China gehobelt mit Sirup oder Früchten zu servieren. Dieser Methode, die von China nach Rom und durch Katharina von Medici nach Paris gelangte und so den Genuss von Speiseeis in Europa verbreitete, geht das Artist-in-Residence-Projekt 2019 im Österreichischen Skulpturenpark nach. https://youtu.be/_Vcgl3ipn5c

„Dieses außergewöhnliche Kunstprojekt ist so interessant, weil weder wir noch der Künstler Jun Yang das Resultat kennen. Mit Spannung erwarten wir das Ergebnis im Mai 2019“, so die Leiterin des Österreichischen Skulpturenparks Elisabeth Fiedler.  Der Eisblock befindet sich in einer Holzkiste und wurde in ein 1,3m³ großes Erdloch versenkt. Der Zwischenraum zwischen Verschalung und der Erde wurde mit schlechten Wärmeleitern wie Asche und Stroh gefüllt und mit einer 1,7m² großen Holzplatte, die den Hinweis auf das Projekt gibt, abgedeckt. Durch dieses spannende Experiment thematisiert der Künstler wissenschaftliche Erkenntnisse, deren Umsetzung im realen Leben und Geschichtskonstruktion. Eine markante Skulptur ist sichtbares Zeichen

der komplexen konzeptuellen Arbeit. Beim Fest wird es neben chinesischen Speisen auch gehobeltes Eis geben, das an das ursprüngliche chinesische „Baobing“ oder das japanische „Kakigori“ angelehnt ist und mit verschiedenen Sirupen serviert wird . ERÖFFNUNG:Frühlingsfest im Skulpturenpark, 19. Mai 2019, um 14 Uhr Das Kunsthaus Graz zeigt derzeit eine große Personale Jun Yangs, die am 19. Mai 2019 mit einer Finissage endet. Jun Yang und Barbara Steiner führen um 11:30 Uhr ein letztes Mal durch die Ausstelllung. Danach gibt es die Möglichkeit mit einem kostenlosen Shuttlebus zur Eröffnung in den Skulpturenpark weiterzufahen.  Kostenloser Shuttlebus: Nur mit Anmeldung unter: +43 (0)699 1500 5794

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