Dienstag, 04.10.2022 04:55 Uhr

ITFS Eröffnung

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 04.05.2022, 22:44 Uhr
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Prof. Ulrich Wegenast + Dieter Krauß
Prof. Ulrich Wegenast + Dieter Krauß  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Am Dienstagabend wurde das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS) eröffnet. An sechs Tagen und Nächten wird die Region Stuttgart im Frühjahr zum weltweiten Zentrum des Animationsfilms. Auf dem Festival wird die ganze Bandbreite des aktuellen Animationsfilmschaffens präsentiert.

Mit dem Kurzfilm „Mondo Domino“ des französischen Animationsfilmers Suki wurde das ITFS eröffnet. Holzfäller summen den Bolero fröhlich zum ohrenbetäubenden Lärm von Motorsägen, während sie Bäume fällen. Diese Bäume sollen als Dekoration für eine Modenschau verwendet werden. In dieser burlesken Action-Musical-Tragikomödie kommt es dabei zu chaotischen und grotesken Szenen. „Es ist ein verrückter Film für eine verrückte Welt“, so Suki bei der Eröffnung. „Er handelt davon, was Menschen einander und dem Planeten antun.“

Dann folge der Film „Souls of Ukraine“ von Michael Magulis vom Studio Kapi aus Kiew. Transparente Strichfiguren, Kinder, Frauen, Männer, verwehen vor feurigen Trümmern zu flüchtigen Schnipseln. Die Festivalleitung hat sich dem ukrainischen Druck gebeugt und russische Beiträge aus dem Eröffnungsprogramm gestrichen. „Wir müssen eine Botschaft senden“, so Magulis, „russische Kultur ist Propaganda für den Krieg!“

Auch der Film Varken vom holländischen Regisseur Leeuwerink wurde gezeigt. Eine Gruppe von Tieren schließt ein Stromnetz an die steckdosenförmige Schnauze eines großen, schlafenden Schweins an. Anfangs nutzen die Tiere die Energie des Schweins für einfache Dinge, doch schon bald machen sie sich von einer Stadt abhängig, in der alles automatisiert ist. Wie lange kann das gut gehen?

Weitere Filme: Bis zum letzten Tropfen von Simon Schnellmann Während einer Chemotherapie kämpft ein Infusionsständer um das Leben eines Patienten. Mit diesem Film verarbeitete Schnellmann seine eigene Chemotherapie. BusLine35A von Elena Felici, Deep Water von Anna Dudko, In Seiner Gnade von Christoph Büttner, Angle Mort von Lotfi Achour und Sprite Fright von Matthew Luhn rundeten das Abendprogramm ab.

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