Berliner Ausstellung "Glamour Dilemma" in Wien
Wien [ENA] Bunt, grell, stark und eindringlich präsentiert sich das Berliner Künstlerkollektiv Eva Engels, Klaus Halfar und Holger Brandt mit der Ausstellung "Glamour Dilemma" in Wien vom 7. August bis 25. September 2026 in der Marokkanergasse 7 und gibt Einblick in ein ambivalentes Lebensgefühl, das sich in Werken wie "Escape to where?", "Ein Tag im Leben unserer Väter" oder "Scarescrow" ausdrückt.
Die Kuratorin Luisa Brandt positioniert diese Ausstellung zeitgenössischer Malerei auf der "Schwelle zwischen Sehnsucht und Kalkül", als typisch für das Glamour Dilemma, weil sich damit das Gewöhnliche im glänzenden Licht hervortut. Interessant sind natürlich auch die Künstler*innen, wie die Schriftstellerin und Malerin Eva Engels, die in ihrer Werkserie "Narrative Fusion - Worn Shoes" ihre Ölgemälde mit gedruckter Kurzprosa fusioniert, da eben "Ein Text auch ein Bild" ist. Aus dem Nachlass von Klaus Halfars Phantastischer Realismus Serie finden sich Werke die die glamouröse Inszenierung von Macht demaskieren und die sich dabei einmal mehr am Genre Nationalsozialismus in Bildern wie "Red Nose Day" oder der "Blick des Bösen" abarbeiten.
Der Künstler Holger Brandt sieht im Neoexpressionismus eine Möglichkeit Glamour ironisch als Lüge zu entlarven und gleichzeitig als visuelles Tagebuch zu verwenden, das die Komplexität des Alltags oder die politischen Krisen unserer Zeit in Bildern wie "matriarchy", "oligarch" oder "america - great again" widerspiegelt. Kein Wunder also, dass das Unbehagen in der Kultur, das sich besonders gerne in der zeitgenössischen Bildenden Kunst zeigt, auch die Ausstellung "Glamour Dilemma" zur pointierten Groteske hochstilisiert und uns einmal mehr in der bunten und durchaus aufregenden künstlerischen Hoffnungslosigkeit zurücklässt.




















































