Sand im Getriebe im digitalen Netzausbau
Wien [ENA] Es ist schon interessant, dass trotz 2 Milliarden Euro öffentlicher Förderung seit 2020, der Ausbau des Glasfasernetzes, insbesondere im ländlichen Raum, nicht so schnell und effizient, wie von der Telekombranche erhofft, vonstatten geht. Deshalb haben die Industriellen Vereinigung gemeinsam mit der Telekombranche Anfang Dezember 2025 eine Pressekonferenz in Wien abgehalten, um auf die Probleme aufmerksam zu machen.
Denn obwohl auch österreichische Unternehmen milliardenschwere Investitionen in den Netzausbau tätigen, wird dieser von langwierigen Genehmigungen und rechtlichen Unsicherheiten gebremst, meint Peter Koren, Vize-Generalsekretär der IV und IV-Chefökonom Christian Helmenstein streicht die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche heraus, die im letzten Jahr 11,2 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung generiert hat. Die staatlichen Fördermaßnahmen haben zwar den Tiefbau für die Kabel durch Zuschüsse erleichtert, gleichzeitig aber private Investoren verdrängt. Es wurden nämlich jahrelang tausende Kilometer Glasfaserkabel verlegt, aber nur ein Fünftel davon führt auch in die Haushalte, sodass die Branche einen Stopp der Förderungen befürwortet.
Vielmehr braucht es ein technologieoffenes, zielgenaues und nachfrageorientiertes Fördermodell, sowie eine stärkere Ausrichtung auf Wirtschaftlichkeit und Anschlussanreize, damit sich 5G als kostengünstigere Alternative etablieren kann, meinen die Experten. Viele Nutzer sind nämlich zur Zeit noch mit ihren verschiedenen Internetanschlüssen zufrieden und sehen deshalb keine besondere Notwendigkeit in neue Anschlüsse zu investieren, auch wenn das Glasfaserkabel super schnelles Internet verspricht und für die enormen Datenmengen der Zukunft gerüstet scheint. Ohne einen entschlossenen Digitalisierungsschub verliert Österreich nämlich an Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit argumentiert die Telekombranche.




















































