Europäischer Mediengipfel im Tiroler Seefeld
Wien [ENA] Chatbots, Voice-Clones und AI generierte Recherche Ergebnisse verändern natürlich den Umgang mit Medien im Internet und führen nicht selten zu Unbehagen und Unsicherheit. Auch darüber und über die tiefgreifenden Strukturveränderungen des Mediensystems hat der 17. Europäische Mediengipfel im Tiroler Seefeld nachgedacht, denn die Nutzung von KI steigt rasant. Gleichzeitig ist das Verhältnis zum News-Konsum ambivalent.
Trotzdem ist das Informationsbedürfnis ungebrochen, auch wenn Nachrichten oft negative Emotionen auslösen, denn irgendwo träumt doch jeder von einem konstruktiven Journalismus, der in der Lage ist Lösungen und Perspektiven anzubieten. Aber nachdem KI schon längst ein Teil des Journalismus ist, wünschen sich immer mehr eine klare Kennzeichnung von KI-generierten Beiträgen. Vielleicht deshalb plädiert auch APA-CEO Clemens Pig für einen gemeinsamen Aufbruch in eine neue, kooperative Medienära, denn der österreichische Mediensektor sieht sich mit einem Rückgang seiner wirtschaftlichen Stabilität konfrontiert, auch deshalb, weil die Konkurrenz internationaler Plattformen Werbegelder vereinnahmt und die Medientechnik kontrolliert.
In Angesicht dieser Herausforderungen stellt sich die Frage, ob das österreichische duale Mediensystem, nämlich das Nebeneinander von öffentlich rechtlichen Rundfunk und privaten Medienunternehmen nicht schon an seine Grenzen gestoßen ist. Als Antwort arbeitet die APA an einem europäischen kooperativen Mediensystem, das gemeinsam KI-Lösungen, IT-Infrastruktur oder Werkzeuge gegen Desinformation entwickelt. Die Austrian Presse Agentur, die sich schon jetzt im genossenschaftlichen Eigentum österreichischer Medien befindet, könnte deshalb als "Medien-Ökosystem" für einen Europäischen Wissensraum als redaktionelles Soziales Medium in der KI-Infogesellschaft mit verifizieren journalistischen Inhalten wichtig werden.




















































