Mittwoch, 29.07.2026 21:49 Uhr

WEC: Saisonabschlussrennen in Europa

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Paris (FRA), 29.07.2026, 19:34 Uhr
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WEC Rennen 2023 Monza
WEC Rennen 2023 Monza  Bild: Markus Faber

Paris (FRA) [ENA] Die Saison 2026 der FIA World Endurance Championship (WEC) endet mit zwei europäischen Rennen in Spanien und Italien, nachdem die geplanten Veranstaltungen in Katar und Bahrain aufgrund anhaltender regionaler Entwicklungen, die sich auf Fracht- und Reiseplanungen auswirkten, abgesagt werden mussten.

Die letzten beiden Saisonläufe, die ursprünglich in Katar und Bahrain geplant waren, werden stattdessen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya und dem Autodromo Nazionale Monza ausgetragen. Die erstmals stattfindenden „6 Stunden von Barcelona“ finden am Wochenende vom 16. bis 18. Oktober statt. Es ist das erste Gastspiel der WEC auf dieser Strecke, auf der in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich Rennen der European Le Mans Series und des Michelin Le Mans Cup ausgetragen wurden. Monza wiederum blickt auf eine mehr als 60-jährige Geschichte zurück und war bereits mehrfach Schauplatz der FIA-Sportwagen-Weltmeisterschaft – wobei Legenden wie John Surtees, Mario Andretti und Jacky Ickx dort Siege errangen

Von 2021 bis 2023 gastierte die WEC drei Saisons in Folge im „Tempel der Geschwindigkeit“, wobei Toyota und Alpine Triumphe feierten. Die Ausgabe der „6 Stunden von Monza“ im Jahr 2026 findet vom 6. bis 8. November statt. Die Änderung des Rennkalenders steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den FIA-Weltrat für Motorsport (World Motor Sport Council). Frédéric Lequien, CEO der FIA WEC, sagte:„Wir haben die Entwicklungen im Nahen Osten in den vergangenen Monaten genau verfolgt. Noch vor wenigen Wochen waren wir optimistisch, Rennen in Katar und Bahrain austragen zu können; die aktuelle Situation zwingt uns jedoch leider dazu, auf einen Alternativplan auszuweichen.

„Wir haben uns daher entschieden, diese beiden Saisonabschlussrennen durch Veranstaltungen in Barcelona und Monza zu ersetzen. Aus logistischer Sicht war es unerlässlich, diese Entscheidung bereits jetzt zu treffen, damit die Hersteller, die Teams und die Organisation der FIA WEC alle notwendigen Vorkehrungen treffen können. Ich möchte Katar und Bahrain herzlich für ihr Verständnis in dieser Zeit danken. Wir stehen in ständigem Austausch mit den Betreibern beider Rennstrecken sowie den jeweiligen nationalen Verbänden und sind stolz auf die engen, langjährigen Beziehungen, die wir im Nahen Osten aufgebaut haben. Es handelt sich um äußerst wichtige und etablierte Veranstaltungen, die dies auch noch viele Jahre lang bleiben werden.“

Pierre Fillon, Präsident des Automobile Club de l’Ouest (ACO), erklärte: „Wir befinden uns im Nahen Osten in einer äußerst komplexen Phase. Gemeinsam mit Frédéric Lequien haben wir die Entwicklungen täglich verfolgt und eng sowie transparent mit allen Beteiligten zusammengearbeitet, um die bestmögliche Lösung zu finden. Der ACO hat starke und dauerhafte Beziehungen zu Regierungen, Motorsportverbänden, Veranstaltern und Partnern im gesamten Nahen Osten aufgebaut. Ich möchte unseren Kollegen in Katar und Bahrain meinen aufrichtigen Dank für ihr außergewöhnliches Engagement und die erheblichen Anstrengungen aussprechen, die sie in den vergangenen Wochen unternommen haben, um den Erhalt dieser beiden Veranstaltungen zu ermöglichen.“

„Wir sind zutiefst enttäuscht, dass wir in diesem Jahr keine Rennen in Katar und Bahrain austragen können. Diese Länder sind zu wichtigen Mitgliedern der Familie der WEC geworden, und ich möchte eines ganz klar sagen: Wir halten uneingeschränkt an unserem Plan fest, im Jahr 2027 an beide Veranstaltungsorte zurückzukehren. Wir freuen uns schon jetzt darauf, dort wieder mit unseren Partnern und Fans zusammenzukommen. Gleichzeitig möchte ich Barcelona und Monza für ihre schnelle Reaktion und die Bereitschaft danken, die Weltmeisterschaft so kurzfristig auszurichten. Ich bin überzeugt, dass beide Rennstrecken eine hervorragende Bühne für den Langstreckensport bieten werden.“

Seine Exzellenz Mohammed Ben Sulayem, Präsident der FIA, sagte: „Ich bin unglaublich stolz auf die Zusammenarbeit, die es Barcelona und Monza ermöglichen wird, im weiteren Verlauf dieses Jahres Läufe zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft auszurichten. Die FIA hat in den vergangenen Monaten eng mit unseren Partnern in Katar und Bahrain zusammengearbeitet, um alle Möglichkeiten zur Erhaltung beider Veranstaltungen in dieser Saison zu prüfen; doch angesichts der anhaltenden Lage in der Region hat die Sicherheit unserer Teams, Kollegen und Motorsportfans weiterhin oberste Priorität. Dies sind niemals leichte Entscheidungen, aber der Schutz des Wohlergehens unserer Motorsport-Gemeinschaft steht stets an erster Stelle.

Mein Dank gilt all unseren Mitgliedsclubs, die dazu beigetragen haben, diese Änderungen zu ermöglichen, sowie dem Lusail International Circuit, dem Bahrain International Circuit und unseren Kollegen aus der Meisterschaftsorganisation, deren Partnerschaft und Unterstützung während dieses gesamten Prozesses das Beste unseres Sports widerspiegeln. Unsere Gedanken sind bei all jenen, die von der Situation in der Region betroffen sind, und wir freuen uns darauf, zurückzukehren, sobald die Umstände dies zulassen.“

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