Dienstag, 05.05.2026 20:03 Uhr

Members' Meeting in Goodwood - „Glücksmomente“

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Goodwood, 05.05.2026, 15:54 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Auto und Motorsport +++ Bericht 329x gelesen
Members' Meeting
Members' Meeting  Bild: Erich Hein

Goodwood [ENA] Ja, was haben wir uns gefreut, aber so was von gefreut - ja auf was wohl – das Members‘ Meeting in Goodwood. Bescherte es uns doch etliche Glücksmomente die wir uns bei den Krisen in der Welt, wahrlich verdient haben. Das Members` Meeting, das kleine „Revival“, ...

basiert auf die legendär Race Meetings, die den sportlichen Geist unter Zuschauern, Fahrern und Mechanikern gepaart mit typisch englischen Bräuchen zelebriert wurde. Es war auch eine Gelegenheit für Fahrer wie Mike Hawthorne, Stirling Moss, Jackie Stewart ihr Können unter Beweis zu stellen, Sponsoren zu finden und ihre Karriere voranzubringen. „Glücksmomente“ für die legendären Ikonen des historischen Motorsports. Nach Jahren der Abstinenz, das letzte Mal 1966 begann im Jahr 2014 mit dem 72nd. Members' Meeting die Neuauflage, die mit Liebe zum Detail weiterentwickelt wurde.

Hier dreh sich nicht alles um Rennsieger, Vorführungen, Ehrengäste und außergewöhnliche Fahrzeuge tragen zum bunten Spektakel bei. Jedes Jahr aufs Neue kann man sich auf unglaubliche Startaufstellungen von Rennmaschinen – von klassischen Tin-Tops und GTs bis hin zu Motorrädern und offenen Formel-3- und F1-Fahrzeuge freuen. Manche Maschinen legen einen fulminanten Start hin – andere haben schon nach kurzer Zeit Probleme. Die Hektik die beim Revival zeitweise aufkommt kennt man hier nicht. Geschuldet durch die reduzierte Besucherzahl und das kleinere Konzept. Nicht jedoch beim eigentlichen Renngeschehen auf und neben der Strecke.

Allein schon das Wetter mit wärmenden Sonnenstrahlen bescherte den Mitgliedern schon den Glücksmoment. Herausragend der Protheroe Cup – E-Typs in Hülle und Fülle tummelten sich erst zum zweiten Mal auf der Goodwood-Rennstrecke. Rund 30 dieser „Katzen“ beim Einzelmarkenrennen im 83. Members' Meeting am Start zu sehen – das hat schon was. Die letzten Sonnenstrahlten konnten die Wärme des ersten Tages in den Abendstunden nicht mehr leisten, dafür leisteten die „Katzen“ auf der Rennstrecke ein Spektakel der Sonderklasse. Glücksmoment!!! Für die Piloten war es eine echte Herausforderung da diese Autos nicht einfach zu fahren sind, allein die „Madgwick“ Kurve ist eine Hausnummer für sich.

Gekonnt wurde dieser Umstand gelöst. Die Art wie die „Katzen“ ihre Runden drehten, die Sonnenstrahlen auf die exquisiten Maschinen mit ihrer eleganten Karosserie ob es nun das schlanke bodenständige Coupé mit festem Kopf, der wie ein echter Rennschlitten aussieht oder das Langheck- Cabriolet eher der definitiver E-Typ-Stil glitzerte. Ein wahrlich gigantischer Anblick. Samstags heulten die Motoren der Motorräder schon recht früh und holte die Rennschrecke aus ihrem Schlafmodus. Ein weiterer Glücksmoment – denn damit begann die Feier zum 50. Jahrestag zweier Briten enge Freunde, extravagant und aus völlig unterschiedlichen Motorsportwelten.

James Hunt in der Formel-1 und der Barry Sheene in der 500-ccm-Motorradklasse. Ja, 1976, das war ihr Jahr, nicht nur auf der Rennstrecke sonder auch in den Medien. Die sportlichen Leistungen und ihr bis weil ausschweifenden Lifestyl – charismatisch, langhaarig und ketterauchend James Hunt und Berry Sheene. Beide waren wahnsinnig schnell unterwegs nicht nur auf der Rennstrecke sondern auch in ihrem realen Leben. 1976 ihr Glücksmoment: beide Weltmeister Hunt im legendären McLaren M23, Sheene auf Suzuki R500.

Für viele jüngeren Besucher bestimmt ein unvergessener Glücksmoment: Weltmeister 2009 und eingefleischter Goodwood-Fan Jenson Button auf seinem nach ihm benannten BGP 001 von Ross Brawn. Alle drei Chassis waren anwesend, und als Button den schrillen hochdrehenden Mercedes-Benz-V8-Motor, des einzigen fahrbereiten Wagen, den Anlasser seit 2019 , war es wohl Buttons eigener Glücksmoment. Man merkte es ihm an, als er die Phil Hill Trophy in seinem ehemaligen Dick Protheroe Jaguar E-Type CUT8, dessen Heckklappe aus Plexiglas das Rennen gewann.

Im Protheroe Cup GT-Rennen mit einem 1962er E, Platz 5 und im Gordon Spice Trophy mit Andrew Smith im berühmten Bastos Chevrolet Camaro von David Clark auf dem zweiten Platz fuhr. Beim Tourenwagen-Weltmeister von 2012 Rob Huff zeigte das ganze Wochenende beste Leistungen. Beim Protheroe Cup E-Type-Rennen sicherte er sich die Pole-Position gewann mit Dave Devine in einem Ford Escort RS2000 die Win Percy Trophy. Bei der erstmalig ausgetragenen Super Touring Trophy Shoot-Out fuhr gab er in einem Vauxhall Vectra von 2000 während Training und Quali das Tempo vor.

Im Finale, gefahren auf Regenreifen lag er bemerkenswert zwei Sekunden (1:22,452) Minuten über dem damaligen Rundenrekord von Jim Clark und Jackie Stwart, gefahren 1965 in einem 1500-cm-Formel1-Lotus Climax 25 bzw. einem BRM P261 V aufstellten. Huff hatte nicht nur einen Glücksmomente! Sehen sie doch auch so? Oder. Zum Schluss müssen wir uns noch mit dem Fahrerlager befassen.

In Hülle und Fülle standen sie dort faszinierende Fahrzeuge und im Schlepptau Besitzer und Mechaniker. Und wenn dann noch der Duke of Richmond vorbei schaute und sich fachsimpelt in die Gruppe gesellte. „Glücksmoment“!!! Sonntagabend: 18.00 Uhr nun hat auch das letzte Auto die Strecke verlassen, unsere Glücksmomente machen Pause, jedoch nicht lange - im September beim „Revival“ stellen sie sich wieder ein die „Glücksmomente“.

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