Samstag, 22.08.2026 17:49 Uhr

Classic Days 2026 - Grand Meeting

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Korschenbroich, 22.08.2026, 13:52 Uhr
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Gekommen um zu Bleiben
Gekommen um zu Bleiben   Bild: Erich Hein

Korschenbroich [ENA] Mit viel Vorfreude auf ein schönes Wochenende fuhr man ob Teilnehmer oder Besucher am nach Korschenbroich zum Rittergut Birkenhof um die zweite Auflage der Classic Days zu begehen. Die Erwartungshaltung war hoch, war doch die erste Ausgabe noch sehr ausbaufähig.

Das Rittergut Birkenhof ist ein würdiger Nachfolger der Classic Days auf Schloss Dyk. Ein Hauch von Wehmut wird uns wohl noch einige Zeit begleiten, über den Verlust eines vergangenheitstragenden Orts mit einem besonderen Flair das nur ein Wasser-Schloss ausstrahlen kann. Der Birkenhof bei Korschenbroich hingegen ist bodenständig und nah am Mensch. Das Areal umfasst kleine Bachläufen, Teiche, alter Baumbestand, eine lange Kastanien- und Lindenallee und Buchenhecken ohne Ende. Einfach genial um die bewährten Programmpunkte stilecht zu repräsentieren, wie die „Jewels in the Park“, Stars and Stripes“, „Nostalgic Journeys“ und die „Lovley Heroes“. Leider hatte man Oma Janssen`s Büdchen etwas ins Abseits gerückt.

Platzieren wir doch Oma Janssen nächstes Jahr am Eingangsbereich, die Besucher wird es freuen. Mit dem Namenserweiterung „Grand Meeting“ setzt man neue Akzente. Ein neuer Interessenkreis jüngere Jahrgänge und Sportwagen – Inhaber sollen die Classic Days bereichern. Eine sehr gute Idee. Wie auch auf Schloss Dyk, lag der Fokus auf den Rundläufen. Schade, dass sich der Rundkurs freitags noch im Aufbau befand. Die Besucher hatten sich das wohl anders vorgestellt. Samstag und Sonntag starteten dann die Vier – und Zweiräder ganztägig in verschiedenen Startergruppen und wirbelten auf den 2,6 Kilometer den Staub so richtig auf. Geschuldet wurde dies eindeutig der Hitze und daraus resultierten Trockenheit.

Im stilvoll angelegten Park des Herrenhauses, standen die „Jewels in The Park“. Für die rund 15 Edel-Oldtimer (u.a.3 sehr schöne Bentleys) waren so viele Klassen kreiert worden, das fast Jeder Teilnehmer einen Pokal mit nach Hause nehmen konnte. Ein Mercedes 300s Cabriolet D „Adenauer“ gewann In der Gruppe „Deutsche Eleganz Post War“. Obwohl sie immer seltener werden, hin und wieder gibt es sie noch die beliebten „Scheunenfunde“. Auf Birkenhof zeigte man einen sehr seltenen und bestens aufgearbeiteten „Simca 8 Sport Cabriolet“ aus dem Jahr 1951. Ihm gestand man sogar zwei Pokale zu.

Zum einen „Französische Eleganz Post War „ und zusätzlich den „Best of Show“. War schon ein tolles Stück Vergangenheit. Erst am Vorabend des Events war sicher, dass die große Attraktion, einer von nur sechs gebauten „Bugatti Royale Typ 41“ sich die Ehre gab den Birkenhof mit seiner Anwesenheit zu bereichern. Der mächtige Repräsentationswagen machte echt was her. Ein weiteres Highlight war der Nachbau des gewaltigen Auto Union Typ 52, der trotz seiner 16 –Zylinder-Mittelmotors und über fünf Meter lang, mit seiner langgestreckten, aerodynamisch gestalteten Alu-Karosserie basierend auf Konstruktionsskizzen des Büros Porsche aus den 1930er Jahren, kaum hörbar an einem vorbeischwebte.

Eine echte Premiere feierte auf dem Rundkurs von Birkenhof ein ganz spezieller Porsche. Lediglich ein Foto von 1951 zeigte einen 356 der mit einer stromlinienförmigen Heckverlängerung versehen war und zu Rekordzwecken eingesetzt wurde. Mehr wusste man nicht. Das Technik-Museen Sinsheim und Speyer mit seinem Leiter Hermann Leyher machten sich an die Arbeit und konzipierten auf Basis eines Porsches 356 A (mit geteilter Windschutzscheibe) ein Nachbau des verschollenen Fahrzeugs. Das Auto sieht von der Seite aus als hätte man sein Heck ganz lang gezogen um dort ein Düsentriebwerk einzubauen.

Die lange Wartezeit an den Übergängen des Rundkurses machte den obligatorischen Sparziergang übers Gelände eher zu einem Geduldsspiel, dass den Besucher gerade bei der Hitze so einiges abverlangte. Wer sich jedoch in Geduld übte entdecke einen Bonomelli Bizzarini – Porsche 910 aus dem Jahr 1971 und fast daneben stehend den Lancia 037 Baujahr 1983 signiert von Walter Röhrl. Im Fahrerlager standen ein Darracq sowie einen Cyclecar beide gebaut im Jahr 1913. Als Stargäste Klaus Ludwig, Derek Bell, Giacomo „Ago“ Agostini und unser „Bares für Rares“ Moderator Horst Lichter. Fazit: Es gibt immer noch einiges zu verbessern, wie sagt man „Aller gute Dinge sind Drei“.

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