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Wiener Boerse: Dem Sparschwein geht die Luft aus!

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 06.02.2020, 19:02 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 5573x gelesen

Wien [ENA] Mit dem Slogan, "Dem Sparschwein geht die Luft aus" hatte die Wiener Boerse bei einer Pressekonferenz in Wien darauf hingewiesen, dass 40 Prozent des österreichischen Privatvermögens, das sind immerhin 291 Mrd. Euro, als Bankeinlage oder Bargeld nahezu zinslos geparkt ist. Die Bevölkerung nimmt dabei einen großen Kaufkraftverlust hin, meint Christoph Boschan, Vorstandvorsitzender der Wiener Boerse.

Er empfiehlt deshalb Aktieninvestments, da österreichische Unternehmen europaweit zu den verlässlichsten Dividendenzahlern zählen. Mit einer Dividendenrendite von 3,8 Prozent befindet sich der österreichische Markt im europäischen Spitzenfeld. Die Finanzmärkte und das Konsumverhalten ändern sich. Das zeigt auch, dass die Welt komplizierter wird und Wirtschaftswissen auch für Laien wichtig wird. Das sagen Experten schon lange, aber das Warnsignal Negativzinsen könnte bedeuten, dass wir ein ganz anderes Verständnis für Geld und Investment entwickeln sollten. Boschan weist darauf hin, dass mangelnde Kenntnisse und Unwissen über Finanzinstrumente die Österreicher daran hindern von Renditen am Kapitalmarkt zu profitieren.

Ausserdem sollte ideologisch neutral organisierte Finanzbildung ein Anliegen für die Regierung sein. Denn es braucht dringend auch steuerliche Anreize für die arbeitende Bevölkerung, deren Altersvorsorge mit hohen Steuern zusätzlich bestraft wird. Zusammenfassend weist Boschan darauf hin, dass wer an den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung der Menschheit glaubt, sollte sich nicht nur als Konsument am Wirtschaftsleben beteiligen, sondern auch als Investor. Angeblich könnte man mit einer monatlichen Sparrate von 100 Euro unter Annahme der historischen Rendite im österreichischen Leitindex über ein Arbeitsleben von 50 Jahren hinweg aus 60 000 Euro rund 440 000 Euro machen. Statt Weltspartag also lieber Weltinvestitionstag.

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