Mittwoch, 17.08.2022 06:38 Uhr

Spartipps

Verantwortlicher Autor: Jochen Behr Würzburg, 05.08.2022, 11:54 Uhr
Kommentar: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 2500x gelesen

Würzburg [ENA] Die gefakte Energiekrise treibt die Preise drastisch nach oben und viele Bürger fragen sich wie diese noch ihre laufenden Kosten bezahlen können. Tatsächlich muss man sich ernsthafte Gedanken machen nicht in einem Schuldensumpf zu ersticken, daher macht es Sinn schon heute vorausschauend zu planen und zu kalkulieren, wo man welche Kosten einsparen kann und muss. Dazu hier eine Hilfestellung:

1. Abonnements überprüfen und Verträge mit Kündigungsfristen zum 30.09. eines Jahres bei jährlicher Kündigung, ansonsten nach den neuen gesetzlichen Vorgaben jederzeit kündbar per email, bei Altverträgen z.B. Mobilfunk mit Hardware die Kündigungsfristen erfragen und sofort kündigen, auch wenn Vertrag noch 1 Jahr oder länger läuft. Oft erhält man dann auch günstigere Konditionen um den Kunden zu halten. 2. Stromanbieter Tarife checken ggf. dort nachfragen, es gibt oft mehrere Tarife zur Auswahl mit unterschiedlichen Grundgebühren, manche bieten auch Nachtstrom an zu niedrigeren KW/h Preisen ab 22 Uhr und am Wochenende. Ein Wechsel zu einem anderen neuen Stromanbieter kann zur Folge haben, dass Sie als Neukunde dann höher eingestuft werden.

3. Stromfresser finden und ausschalten: Kontrollieren Sie täglich ihren Stromverbrauch, ist dieser zu hoch? Gibt es Geräte im Haus, die viel Strom verbrauchen? Spüren Sie diese Geräte auf! Das können z.B. alte Kühlschränke und Gefrierschränke ein, hängen sie ein Messgerät zwischen Stromdose und Stecker und ermitteln Sie den aktuellen Verbrauch und den in 24h. Ist der Ihnen zu hoch? Benötigen Sie das Gerät zwingend? Wäre eine Neuanschaffung günstiger? Bei Kühlschränken: Ist dieser vereist? Auf welche Temperatur ist dieser eingestellt? Brauchen sie einen Kühlschrank/Gefrierschrank überhaupt?

4. Wassererhitzer: Wie wird ihr Warmwasser erhitzt? Haben sie einen alten Warmwasserspeicher im Keller, der viel Strom verbraucht? Auf welche Temperatur erhitzt dieser ihr Wasser? Man sollte max. 60 Grad einstellen, wenn Sie nicht viel Wasser verbrauchen können Sie auch weiter runter gehen auf z.B. 35 Grad, aber dann sollten sie mind. 1 x die Woche das Wasser auf 60 Grad erhitzen zur Abtötung von Keimen im Warmwasser. Benötigen sie Warmwasser? Welche Alternativen gibt es? Solartechnik anschaffen? Durchlauferhitzer anstatt Speicher? Heizstab? Wärmepumpe? Das muss man individuell planen, je nachdem wieviel Personen im Haushalt leben und zu welchen Zeiten diese zuhause sind.

5. Heizung in den kalten Tagen: Welche Alternativen gibt es zu Gas und Öl? Heizen mit Strom kann sehr teuer sein, gerade früher heizte man gerne mit Nachtspeicheröfen, 1 Ofen verbrauchte zum Aufladen ca. 6 KW/h und bei 4 Stunden pro Nacht waren das schnell 24 KW/h pro Ofen, bei 8 solcher Öfen im ganzen Haus kommt man da schnell mal auf 200 KW Verbrauch an nur 1 Tag, selbst bei den günstigen Kw/h Preisen damals waren das schon viel Geld, heutzutage unbezahlbar. Aber auch Ölradiatoren verbrauchen sehr viel Energie bis zu 3 Kw/h, daher hier am Besten auf reine Infrarotheizungen setzen, die Kleinsten benötigen 400 Watt, also ca. 10 KW in 24h und versorgen einen kleineren Raum wie ein Bad. Größere Räume mit mehreren kleinen Infrarotheizungen.

Müssen alle Räume auf angenehme Temperaturen beheizt werden oder können sie sich hier einschränken? z.B. Schlafzimmer, Küche, Nebenräume nur auf Frostschutz einstellen mit Thermostat an Infrarotheizungen - hier kann man sehr viel Energie und Geld einsparen. Infrarotheizungen funktionieren an jeder Steckdose mit 220 Volt, können an die wand montiert werden oder aufgestellt werden auf Sockel. Die Steinplatte erhitzt sich langsam und gibt eine natürliche Wärme ab, die langsam aber nachhaltig den Raum aufwärmt. Man sollte die Heizung nicht an einer Außenwand montieren, am Besten Innenwand oder im Raum aufstellen. Der Aufwärmprozess dauert, daher 24h laufen lassen bei niedrigem KW Verbrauch.

Wenn Sie schnell Wärme benötigen empfiehlt sich entweder kurz der Einsatz eines Heizlüfters oder Infrarotstrahler, z.B. wenn Sie Duschen oder Baden. Je kühler Sie die Räume lassen umso weniger Energie verbrauchen Sie. Daher lieber lange Kleidung tragen und so den Körper warm halten, warme Getränke zu sich nehmen und abends eher in das Bett gehen zum Schlafen. Für das Bett empfiehlt sich auch der Einsatz eines Schlafsacks, der hält den Körper schön warum, auch wenn es im Schlafzimmer kühl ist. Man sollte ja eh kühler schlafen. Ältere Menschen benötigen mehr Wärme als Jüngere, daher kann man hier keine Pauschalaussagen treffen.

6. Haben Sie Kreditverträge ohne feste Laufzeiten? Variable Zinssätze? Schnell auf mind. 10 Jahre abschließen, denn diese variablen Zinsen steigen drastisch an auf bis zu 10% in den nächsten Jahren, das bricht Ihnen sonst das Genick. Vermeiden Sie hohe Zinsen durch Dispoüberziehungen. Überlegen Sie sich welche Neuanschaffungen jetzt dringend notwendig sind und auf welche Sie verzichten können.

7. Photovoltaik Anlage für viel Geld anschaffen oder nicht? Im Sommer verbrauchen Sie weniger Energie als im Winter, aber eine PV-Anlage erzeugt im Winter sehr wenig Strom, das wird gerne schön gerechnet von den Anbietern. Sie werden es nicht schaffen zu 100% mit Strom zu heizen im Winter, der über ihre PV-Anlage erzeugt wird. Eine 10KW/h PV Anlage kostet derzeit ca. 30.000 Euro und der Preis steigt, da die Nachfrage höher ist als das Angebot, daher ist es eine Überlegung wert zu warten, bis der Hype abflacht, dann fallen auch die Preise wieder.

8. Wechsel des PKWs: Sind Sie beruflich auf Ihren PKW angewiesen? Wieviel fahren Sie im Jahr? Wenn Sie z.B. 30.000 Kilometer im Jahr fahren auch aus beruflichen Gründen ist es eine Überlegung wert umzusteigen auf Vollelektro. Einen Kleinwagen gibt es schon günstig zu leasen, lassen sie sich beraten bei mehreren Händlern und vergleichen Sie deren Angebote, die Umweltprämie soll ab 2023 gekürzt werden. Haben sie Zuhause einen Starkstromanschluß? Dann können Sie darüber auch Ihr E-Auto laden mit spezieller Ladehardware, es gibt auch mobile Lösungen anstatt der "Wallbox".

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