Freitag, 14.05.2021 00:27 Uhr

Corona News 10.01.2021 Ein Wochenrückblick

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 10.01.2021, 21:18 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Special interest +++ Bericht 5146x gelesen
Weltweit 90 Mill. Infektionen Deutschland 1.928.000 erreicht mit 35.755 Toten
Weltweit 90 Mill. Infektionen Deutschland 1.928.000 erreicht mit 35.755 Toten  Bild: Arek Socha / www.pixabay.com Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Göttingen [ENA] Infektionsraten: USA 22 Mio, Indien 10.4 Mio, Brasilien 8 Mio, Russland 3.4 Mio. EU: Frankreich 2.8 Mio, Spanien 2 Mio, Italien 2.3 Mio. England 3 Mio. 1.9 Mio. Todesfälle weltweit. Türkei über 2 Mio. Argentinien Kolumbien Mexiko Polen Iran Ukraine Südafrika Peru über 1 Million.

Deutschland – Zahlen am 10.01.2021 0.00 Uhr: Gesamtinfektionen: 1.908.527 / + 16.946 zum Vortag Todesfälle 40.343 / + 465 zum Vortag; 7 Tage Inzidenz für Deutschland 162.2 (Copyright Esri Deutschland GmbH Kranzberg im Auftrag des RKI Deutschland). Achtung: Sonntag sind wegen unvollständiger Meldung der Gesundheitsämter die Zahlen nicht korrekt. Ich möchte hier auch auf einen Hinweis aufmerksam machen, der immer noch beim Aufrufen der Webseite angezeigt wird.

Ich habe es mir mal erlaubt, ein wenig Auszeit zu gönnen. Nichts desto trotz habe ich jetzt wieder interessante Informationen gesammelt, denn nicht jeder schaut ja jeden Tag TV Nachrichten, hört Radio, guckt im Internet oder in die Zeitung, um die vielen jeden Tag teilweise widersprüchlichen Corona – Informationen aufzunehmen. Los geht´s dieses Mal mit regionalen Infos in Göttingen.

Nachdem ja am 27.12. in diversen deutschen Städten medienwirksam mit dem Corona Impfungen begonnen wurde, habe ich am 3. Januar bei der Stadt Göttingen angefragt wegen der Einladung zu einem Fototermin bei der ersten Impfung in einem Impfzentrum. Die Antwort kam prompt einen Tag später: Am Montag wäre der Impfstoff geliefert worden, am Dienstag würde es losgehen. Ein Pressetermin vor Ort sei aus nachvollziehbaren Gründen nicht möglich. Als ich auf einen Termin in einem Impfzentrum hinwies und natürlich nicht in einem Pflegeheim, kam die Antwort, das es noch eine Weile dauern würde, bis die Impfungen in Impfzentren beginnen.

Aufgrund der zu wenigen Impfdosen, denn wie ich inzwischen erfahren habe, hat die Stadt Göttingen nur 975 Dosen bekommen. Angeblich werden wöchentlich ca. 1000 Impfstoffdosen vom Land an das Impfzentrum Siekhöhe ausgegeben. Lt. Stadt Göttingen gibt es 1626 Pflegeplätze in 14 Pflegeeinrichtungen. Bis Ende März 2021 soll Niedersachsen rund 1 Million Impfdosen bekommen, also rund 500.000 Personen von den etwas über 8 Millionen in Niedersachsen lebenden Personen versorgen können.

Am 5. Januar dann hat in Göttingen das Impfen begonnen, die ersten 120 Personen in der Altenpflegeeinrichtung Pro Seniore Residenz am Posthof wurden geimpft. Die UMG Göttingen und das Ev. Krankenhaus Weende sollen für Ihre Mitarbeiter eine eigene Lieferung bekommen. Die Sozialdezernentin und Leiterin des Corona-Einsatzstabs der Stadt Göttingen, Frau Broistedt, bringt es knallhart auf den Punkt und kalkuliert scharf: Niedersachsen soll bis zum Ende des 1. Quartals rund 200.000 Impfdosen bekommen, damit können 100.000 Personen geimpft werden.

Wie ja alle wissen, wird ab Montag der zweite Lockdown gewisser Geschäfte gültig, der erst einmal bis 31. Januar andauern soll. Vielleicht. Denn inzwischen kursieren in vielen Städten und auch überregional Nachrichten von Initiativen, Einzelunternehmern und Aktionisten, die sich gegen den Lockdown stemmen wollen und einfach die Läden öffnen wollen. Ich bin mal gespannt, ob die Ordnungsämter/Polizei hier radikal und mit entsprechenden Bußgeldern durchgreift, um diese Aktionen zu unterbinden.

Und neue Nachrichten von v.d.Leyen und Co. aus der EU: Wir (also Sie und die EU) haben ausreichend Impfstoffe geordert, um alle Einwohner der EU, rund 449 Millionen, impfen zu können. Angeblich wurden über 1 Milliarde Einheiten insgesamt geordert, zuletzt machte wieder ein Bericht von 300 Millionen Dosen die Runde, die die EU abgeschlossen haben soll. Was in diesen Berichten immer aussen vor bleibt, ist die Lieferzeit: Bis Ende 2. Quartal 2021 sollen davon 100 Millionen Dosen geliefert werden, die restlichen 200 Millionen Dosen bis Ende des Jahres; wenn alles klappt. Ebenfalls angeblich sollen ab Dienstag auch Impfstoffe der Firma Moderna genutzt werden können in der Bundesrepublik Deutschland.

Nachdem dieser dann plötzlich doch von der EMA und europäischen Kommission als Formsache genehmigt worden war, von einer gigantischen Menge von 63.600 Dosen ist die Rede. Die Wende ist quasi eingeleitet. Keine Wende dagegen gibt es in der Impflandschaft des medizinischen Personals bei Pflegeheimen. Dort ist eine große Anzahl vom Personal offensichtlich nicht bereit, sich derzeit impfen lassen zu wollen. Die Zahl ist so groß, das sogar Impfdosen übrig bleiben und nicht alle verimpft werden können. Warum die das verweigern, spricht wohl Bände.

Nochmal zurück zur EU: Bisher hat die EU wohl verbindliche Verträge mit 6 möglichen Impfstoffherstellern abgeschlossen, dabei kommen rund 1.305 Milliarden Impfdosen zusammen; theoretisch. Denn zugelassen sind derzeit 2 der 6 Anbieter, und ein 7. steht noch in der Pipeline. Als Zusatzbestelloption sind dann noch 660 Millionen Dosen. Auch theoretisch. Denn: Schaut man auf die Zahlen der beiden einzigen Hersteller, die liefern können, kommt man auf gerade mal 280 Millionen Dosen für die EU mit einer Option von weiteren 180 Millionen Dosen.

Klingt schon anders bei den 27 EU - Ländern; da bleibt wenig für Deutschland übrig. Interessant dabei ist auch die Preisgestaltung: Zwischen rund 1.80 Euro bis sage und schreibe knapp 15 Euro kostet eine Dosis. Auffällig dabei ist, das gerade die noch nie entwickelten und benutzten und nicht durch Langzeittests abgesicherten Impfstoffe mRNA offensichtlich die höchsten Preise haben.

Zum heutigen Schluß in Sachen Impfen möchte ich noch auf ein Video unserer EU Chefin hinweisen, wo sich mir die Haare zu Berge stehen wegen vieler Unwahrheiten: Sie redet von einem weltweit einzigartigen Impf - Monitoring der EU, das heute (31.12.2020) beginnen würde, in dem Tausende von Institute und Experten miteinander vernetzt sind, um in Echtzeit in den nächsten Wochen und Monaten zu beobachten, wie gut die Impfstoffe funktionieren. (Meint Sie damit vielleicht, die Nebenwirkungen zu beobachten und zu dokumentieren ?).

Wir haben 2021 deutlich mehr Impfstoffe zur Verfügung, als wir für alle Europäer brauchen (Hat Sie Ihre Glaskugel bemüht, die Zahlen liegen doch vor ?). Das habe man bewußt so angelegt, wir wollen für unsere Nachbarschaft sorgen (Meint Sie Afrika ?). Die Impfstoffe sind sicher und wirksam und nicht nur ein Schutz für einen selber sondern auch für die Umgebung (Das weiß Frau Dr.v.d.Leyen aus unsicheren Kreisen). Europa ist ausgezeichnet aufgestellt, wir haben ein breites Impfstoffportfolio (Sie meint breites Bestellportfolio).

Thema Unterstützung. Zum einen der Bereich Wirtschaft, zum anderen Privatpersonen. Natürlich ist wieder die Wirtschaft, vertreten vom HDE, am Jammern. Das Geld würde ja teilweise noch nicht einmal für die Begleichung der Fixkosten reichen. Nanu, was haben denn diese Betriebe für Fixkosten ? Und wie haben die früher die Kosten gestemmt, wo sie weniger Geld bekommen haben, denn mit 75 % Umsatzausgleich sind die Zahlungen klar über den Verdiensten damaliger Zeiten. Abgesehen davon vergessen so manche Wirtschaftsbetriebe eines: Sie haben normalerweise gar kein Recht auf einen Ausgleich, das ist der deutsche Einzelweg in Sachen Erstattung, lediglich Frankreich zahlt 20 % Umsatzausgleich, andere Staaten nix.

Aber hier in Deutschland gibt es deswegen 100.000de von Pleiten; klar. Dann müßten ja in anderen Ländern alle Geschäfte, die wegen Corona geschlossen haben, pleite gehen, die bekommen ja gar keine Kohle. Da sieht man wieder, Deutschland ist ein richtiges Abzockland, das nicht nur von Wirtschaftsbetrieben ausgebeutet wird. Die einen jammern über zu wenig Geld und wollen am besten alles vom Staat bezahlt bekommen, die anderen versuchen mit Click & Collect oder wie das sonst noch heisst zusätzliche Umsätze zu generieren, und wer´s nicht hatte führt das einfach ein, und dann noch trotzdem die 75 % abgreifen, dritte versuchen über Missbrauch von Kurzarbeitergeld Kasse zu machen.

Fiktive Mitarbeiter, falsche Arbeitszeiten und Mitarbeiter, die gar nicht zu Hause sind, das sind einige Maschen der schwarzen Schafe der Wirtschaft. Und ein paar sind ehrlich und versuchen ganz legal, durch die Krise zu kommen. Davon redet der HDE natürlich nicht. Auch nicht über die Millionen Euro von Schäden durch die Abzockmodelle. Lieber wird davon geredet, das der Einzelhandel kein Hotspot in Sachen Coronaverbreitung sei. Und deshalb wird auch dafür gesorgt, das es dazu nicht kommen wird, denn Kunden und Personal müssen ja nicht in der Gegend umherfahren um den Virus weiter zu verbreiten und aufzunehmen; gerade wo jetzt schnell ansteckende Mutationen unterwegs sind aus Großbritannien.

Haben sie wohl vergessen, wie so manch anderes auch. Und das jetzt auch noch das Statistische Bundesamt ganz offiziell dem deutschen Einzelhandel bescheinigt, gegenüber 2019 ein Plus von ca. 4 % gemacht zu haben, über 5 % zum Vorjahresmonat. Wie immer gibt es Unterschiede bei den versch. Branchen. Und das Internet stieg um über 30 %. Klingt für mich so gar nicht nach Pleiten und Schließungen. Denn eines ist doch klar: Die Bürger haben Geld übrig, keine Reisen, keine Veranstaltungen, keine Disco und Kneipenbesuche, kein Essengehen usw. Irgendwo muß das Geld ja hin, wer spart denn noch bei 0 % oder Minuszinsen. NATÜRLICH geht das Geld großzügiger denn je in den Kauf. Hat der HDE aber nicht mitbekommen.

Wir erinnern uns: Vor Monaten als in Bayern die Coronastatistikpannen nicht aufhören wollten, stellte sich (angeblich) Ministerpräsident Söder komplett hinter seine Gesundheitsministerin Huml. Jetzt ist sie weg; angesetzt von Herrn Söder persönlich: Es kommt ein nicht ganz neuer Mann, sondern der Staatssekretät und gleichzeitig Leiter der Corona – Task – Force Holetschek. Aber Frau Huml wird nicht arbeitslos – Sie wechselt in die Staatskanzlei.

Thema Verstösse gegen Coronaregeln. Ein Thema hatte ich ja heute schon dazu, es ging um die geplanten Ladenöffnungen am Montag. Aber aktuell stören sich viele auch an der 15 km Regel. Kann ich gar nicht verstehen. ALLE Geschäfte, Ärzte, alle Erledigungen liegen normalerweise locker in diesem Gebiet, man muß ja auch nicht alles unbedingt jetzt erledigen, weil man einfach Lust darauf hat, manche begreifen das aber nicht. Ich kann die Leute nicht ab, die z. B. bei TikTok oder ähnlichen Plattformen Videos hochladen, wo sie ein Schild hochhalten, sie wären jetzt 16 km vom Wohnort entfernt und nichts würde passieren.

Im übrigen klagt natürlich auch die Polizei über fehlende Kontrollmöglichkeit der 15 km Radius Anordnung, wer soll schon die Entfernung genau feststellen, ob da nun 1 oder 2 km mehr vorliegen. Es fehle auch ganz klar an Personal, sozusagen alle Ortsausgänge oder Strassen abzudecken. Ist verständlich, hier geht es ja sicherlich nicht um 15,000 km, sondern eher um die Regel, nicht 50 km zum nächsten Skiort zu fahren. Denn wir wissen ja, was in den letzten Tagen und Woche an versch. Skiorten passiert ist.

Irgendwo muß halt die Grenze liegen, bei 50/100000 Einwohner ist ja auch eine Grenze gesetzt, es interessiert keinen ob es 49 oder 52 pro 100000 Einwohner sind. Wie naiv manche Bürger in Sachen Corona sind, zeigte auch ein im Internet veröffentlichtes Video von einer Personengruppe von ca. 20 Personen, die in Berlin auf dem Alexanderplatz unter Mißachtung von Abstand und Maske Polonaise tanzen und dazu das bekannte Lied: „Ein bißchen Spaß muß sein „ in abgewandelter Version singen: „ Ein bißchen SARS muß sein „. Dazu kann ich nur sagen: Ihr Bußgelder kommet.

Was ist denn nun wieder los mit der hochgelobten Bundesregierung – Corona -App ? Diese soll seit dem letzten Update irgendwie so gut wie keine Risikobegegnungen mehr anzeigen, melden viele Nutzer; so viele, das es kaum sein kann. Das bestätigen inzwischen auch Politiker und Journalisten. Ist die überfordert, hat SAP Probleme mit seinen Programmierern, sind diese womöglich derzeit in Quarantäne wegen Corona oder ist die App selbst erkrankt ? Keiner weiß was und wer was weiß sagt nix, das ist Stand der Dinge. Aber eines wissen wir: Die Abermillionen, die diese App weiterhin kostet, werden rechtzeitig überwiesen.

Schlagzeilen machte auch die TUI AG in diesen Tagen. Mindestens zum 3. Mal. Denn zum 3. Mal wird sie Nutznießer staatlicher Unterstützungen und Hilfen. Diesmal mit der größten Trance, die die EU inzwischen auch genehmigt hat: Schlappe 1.25 Milliarden Euro soll das Unternehmen zum Überleben bekommen; und zur Abwendung von Massenentlassungen. Klingt alles super, doch hier liegt eine massive Wettbewerbsverzerrung vor, das darf man bei aller Freude nicht vergessen.

Andere Unternehmen der Reisebranche werden nur in bekannter Art und Weise unterstützt, die Frage stellt sich hier: Hatte und bekommt die TUI AG eigentlich zusätzlich zu den Geldern auch noch die 75 % Umsatzerstattung gegenüber dem Vorjahr; und was sagen die Aktionäre: Gibt es womöglich eine aus Steuergeldern finanzierte Ausschüttung von einer Dividende ? Wichtige Fragen, die ich dem Unternehmen gestellt habe. Sobald ich eine Antwort oder auch keine erhalte, werde ich darüber berichten.

Zum Schluß möchte ich auf einen interessanten Inhalt der Webseite der Bayrischen Staatskanzlei hinweisen, den mir jemand am 4. Januar 2021 zugemailt hat: Dort findet man unter der Rubrik: Bayern.Recht ein Gesetz über die Feststellung des Haushaltsplans. Unter Art. 2a findet sich die Kreditermächtigung zur Finanzierung von Kapitel 13 19 – Sonderfonds Corona – Pandemie. Es geht um die mögliche Aufnahme eines Kredits in Höhe von 20 Milliarden Euro. Interessant ist die Kopfzeile. Dort steht, das der Text ab dem 01.01.2020 gilt und die Fassung vom 24.05.2019 ist. Wußte Bayern, wußte Herr Söder mehr ?

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