Sonntag, 25.10.2020 08:53 Uhr

Dresden Xperience - ein gelungenes Xperiencement!

Verantwortlicher Autor: Stefan Siedler Dresden, 16.10.2020, 10:28 Uhr
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Wegweise auf der Brühlschen Terrasse
Wegweise auf der Brühlschen Terrasse  Bild: Natalia Siedler

Dresden [ENA] Was haben alle Museen dieser Welt gemeinsam? Richtig: möglichst viele Exponate. Jedes hat doch irgendwas herum liegen, auch viel in den Magazinen, das sie einem interessierten Publikum voller Stolz präsentieren dürfen. Alle Museen? Nein - nicht ganz, eines weicht von dieser Linie stark ab,

wenn auch erst seit kurzem. Und genau das macht es so besonders, so einzigartig: Zwischen Goldenem Reiter und Kronjuwelen, zwischen Barocker Kunst und Waldschlößchenbrücke: ausgerechnet Dresden ist als eine von 2 Städten vorzeitig um den Zuschlag zur Kulturhauptstadt 2025 ausgeschieden. Das muss man nicht verstehen, aber was machen die Dresdner? Ziehen ihr Ding trotzdem durch. Neuestes Highlight: das Dresdner Xperience - untergebracht in den Brühlschen Terrassen zwischen Semper-Oper und Albertinum. Das was viele Museen bald wollen werden – in Dresden ist es schon anfassbar – nein! Erlebbar. Ein Museum, eine Ausstellung, die absolut ohne historische Ausstellungsgegenstände auskommt. Das gibt’s jetzt in Dresden zu bestaunen.

der Bauherr Kurfürst Moritz von Sachsen

Innerhalb der Festungsmauern haben die Dresdner eine multimediale Ausstellung geschaffen, die als Maßstab für andere Museen herhalten darf. Mittels 15 Projektoren werden gestochen scharfe Bilder und somit Illusionen auf die ungeraden, gemauerten Wände geworfen, dass das Mauerwerk aus dem 16 Jhdt. dahinter vergessen lässt. Die Bögen werden als Projektwand umfunktioniert und bleiben dabei trotzdem sichtbar. Mittels eines "Walkman", welcher an der Kasse ausgehändigt wird, erkennt das System, wo der Besucher gerade befindet und spielt ohne weiteres hinzu tun die Geschichte zu dem Kunstwerk an der Wand ab. Nach 2-3 min geht es zur nächsten Station, die auf dem Boden durchnummeriert ist. Natürlich mittels Scheinwerfer prohierziert.

Noch kurz einmal Tageslicht an Station 2+3 und dann geht es schon ab in die Tiefen der Festung. Mittels ausgeklügelter multimedia-Technik fängt es so mal das Regnen an und das Hochwasser kommt alle 10 Minuten. Nass wird man dabei nicht. Schließlich ist man Seit´ an Seit´ mit Friedrich Böttger (der Apothekergeselle) und seinem Team. Sie entdecken gerade die Rezeptur, welche als das Meißner Porzellan in die Geschichte eingehen wird. Auch in den Tanzpartys des Hofes ist man involviert. Am Ende erwartet dann einem die Kollegen der freundliche Stadtwache, die uns dann doch noch in die Stadt einlassen, aber nach uns schnell das Stadttor wieder verschließen. So läuft man direkt auf den Neumarkt mit der wieder errichteten Frauenkirche zu.

Das können Sie sich nicht vorstellen? Niemand kann sich das, der nicht schon dabei war. Daher große Empfehlung: sich wirklich schnell nach Dresden begeben. Aktuell ist nur die Ausstellung unter der Brühlschen Terrasse geöffnet, im Frühjahr folgt eine ähnliche Ausstellung, nur 800 m entfernt, im nicht minder fantastisch schönen Zwinger. Infos erhalten die Besucher unter https://www.festung-xperience.de Es ist von 09. bis 12.11 vorübergehend geschlossen, aber ab 13.11. wieder geöffnet. Die Eintrittspreise bewegen sich von FREI bis 10 €. Geöffnet jeweils von 10-18 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr. Ein Online-Ticket verhindert lange Wartezeiten vor dem Eintritt in ein Museum der Zukunft, die sich mit der Vergangenheit beschäftigt!

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