Mittwoch, 14.04.2021 22:45 Uhr

Corona-Pandemie trifft Tourismus-Branche in Oldenburg

Verantwortlicher Autor: DieterTheisen/Silke Fennemann Oldenburg, 08.04.2021, 17:51 Uhr
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Oldenburg [ENA] Die Pandemie trifft fast jeden Urlaubsort an der Nordsee. So auch Oldenburg das mit stark sinkenden Übernachtungen zu kämpfen hat. Die nun vorliegenden ersten vorläufigen Ergebnisse zur Jahreserhebung für 2020 spiegeln die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Tourismusjahr deutlich wider. Rund 87.000 Gäste weniger als im Vorjahr (- 50 Prozent). Die Anzahl der Übernachtungen ging um 33 Prozent auf 267.437 zurück.

Der Jahresdurchschnitt der Aufenthaltsdauer ist hingegen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen; die Urlauber blieben im Schnitt 3,0 Tage. „Nach einem ruhigen Frühjahr bewirkte die anschließende Lockerungsphase in den Monaten Juli bis Oktober hohe Ankunft- und Übernachtungswerte. Dieser Erholungseffekt der Sommersaison konnte jedoch die starken Verluste der Lockdown-Monate nicht kompensieren“, sagt Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM). Auch bei den Stadtführungen sind pandemiebedingt starke Einbußen zu verzeichnen. Rund 84 Prozent der Rundgänge mussten 2020 ausfallen. „Das ist ein herber Rückschlag. Auch für unsere engagierten Gästeführer bedeutete dies Einnahmeverluste und Unsicherheiten."

Betonte Silke Fennemann.Trotz aller Einschränkungen ist es aber auch gelungen, neue touristische Formate einzuführen. Die OTM nutzte den Sommer 2020 für eine digitale Kampagne, um unter dem Motto „Sommer in Oldenburg“ mit kreativen und attraktiven Angeboten auf die Reize der Stadt und ihres naturschönen Umlands aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit 13 Oldenburger Hotels, mit der Jugendherberge Oldenburg und mit weiteren Partnern aus Kultur und Einzelhandel wurde ein starker Sommer gestaltet. Unter anderem gab es besondere Hotel-Arrangements für Kurzentschlossene. „Wir konnten über einen kurzen Zeitraum fast 100 Buchungen generieren. Für uns ein gutes Ergebnis.

Deswegen planen wir, dieses Angebot auch in diesem Jahr wieder auf die Beine zu stellen. Die Vorfreude auf den Neustart des Tourismus ist jedenfalls groß. Deswegen braucht der Deutschlandtourismus schnellstmöglich eine klare Öffnungsperspektive. Das erwartet die gesamte Branche. Es ist schwer zu verstehen, dass Wirtschaftsbereiche wie der Tourismus mit besseren Kontrollmöglichkeiten bisher außen vor geblieben sind. Es gibt vielfach Aufbruchstimmung. Die Corona-Krise zwingt uns aber natürlich auch zum Umdenken in vielen Bereichen, aber aus Schwächen können neue Stärke werden. Mit Blick auf die Mutationen gilt weiter das Gebot der Vorsicht. Uns ist wichtig, dass unsere Gäste sich bei uns wohlfühlen, so die Geschäftsführerin.

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