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Scharfzüngiger Feldzug gegen Bundeshaus-Korruption

Verantwortlicher Autor: Ronaldo Goldberger CH - Ettenhausen TG, 12.07.2022, 19:57 Uhr
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CH - Ettenhausen TG [ENA] Man kann es ihr nicht verargen, der umtriebigen und von erfrischender Ehrlichkeit durchwaberten Kantonsrätin aus dem Thurgau, der ETH-Absolventin Dr. sc. nat. Barbara Müller aus Ettenhausen TG, dass sie quasi notorische Berühmtheit erlangt hat im Politikbetrieb. Sie gehört zur seltenen Gattung von Parlamentariern, die bescheiden zwar, doch mit Nachdruck, auf unabdingbare politische Veränderungen hinarbeitet.

Hierbei lässt sie sich durch nichts und niemanden verdriessen. Sie hat sich ihren Beachtungsgrad redlich verdient, da sie kein Blatt vor den Mund zu nehmen pflegt und unverhohlen, in wohlfeil gedrechselten Sätzen, die gestochen und formschön dahersprudeln, Ausdruck verleiht für ihr brodelndes Unbehagen über die vergorene Rechtschaffenheit des schweizerischen Staatswesens. Sie lastet ihm nicht weniger als Korrumpiertheit in allen Belangen an. Ein Vorwurf, den in seiner Ungeschminktheit kaum jemand aus der aktiven Politik zu unken wagt.

Sie selbst kann von den Kalamitäten ein Liedlein singen, zumal sie schmerzlich am eigenen Leibe erfahren musste, wie sowohl das Versicherungswesen als auch grundlegende Datenschutzrichtlinien im Medizinalbereich von Staates wegen unterhöhlt werden. Gegen die Invalidenversicherung ihres Wohnsitzkantons beispielsweise musste sie während fünfzehn Jahren 17 Gerichtsentscheide erzwingen, um zu ihrem Recht zu kommen.

Als freischaffende Wissenschafterin im Bereich der Geochemie untersucht Barbara Müller akribisch genau naturbezogene Zusammenhänge, bedient sich analytischer und experimenteller Erfahrungswerte, u.a. der Spurenelementen-Analytik. Insoweit kann man ihr kein X für ein U vormachen! Kraft ihrer Persönlichkeitsmerkmale verfügt sie über jenes Mass an Durchhaltedynamik, die unerlässlich ist, um - wenn man als Angehörige einer mentalen Minderheit durchgeht - die Verkrustung von Behäbigkeit zu durchbrechen.

Ein Jahrzehnt lang politisiert sie bereits in der Kantonshauptstadt Frauenfeld. Nunmehr, als von der SP ihrer unverdrossenen Wahrheitsliebe und Nicht-Stromlinienförmigkeit wegen ausgeschlossene Mandatsträgerin, firmiert sie unterm Dach der neuen Bürgerrechtsbewegung „Aufrecht Schweiz“. Ihr Credo ist, mittelst Eingaben und beharrlichem Einreichen von Vorstössen unablässig jene Kernelemente der schweizerischen Direktdemokratie einzusetzen, derer es bedarf, damit man wieder von der kleinsten bundesstaatlichen Zelle aus die eigentlichen Risse der tief zerspaltenen Bevölkerung kitten kann.

Wenige wie Müller üben dermassen harsche Kritik an den Missständen in den Wandelhallen des Bundeshauses, aus denen sich in entscheidenden Momenten sogar die Parlamentarier aus dem Staub gemacht haben, um die gesetzgeberischen Erfordernisse unter den Auspizien einer erklärten „Sonderlage“ an „die da oben z Bärn“ abzudelegieren. Müller verdrahtet ihre Affinität zu den Erdwissenschaften mit den Bedürfnissen nach politischer Weisheit in Zeiten der Ungewissheit.

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