Mittwoch, 25.11.2020 17:40 Uhr

Die Biogas Convention

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom, 04.11.2020, 21:24 Uhr
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Aristide Sartorio’s painting (1905)

Rom [ENA] Die Biogas Convention, die vom 16. – 20. November 2020 erstmalig virtuell stattfinden wird, steht ganz im Zeichen der aktuellen Novelle des EEG 2021 sowie der anderen aktuellen Branchenthemen. Mitten in der heißen Phase der EEG-Novelle trifft sich die internationale Biogasbranche auf ihrer traditionsreichen BIOGAS Convention, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und auszutauschen.

Zum ersten Mal in ihrer 30-jährigen Geschichte findet die Veranstaltung rein virtuell statt. Und die Vorzeichen sind vielversprechend: Nach Jahren der Stagnation blicken die Akteure wieder optimistisch in die Zukunft. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“. Mit diesen Worten fasst der Präsident des Fachverbandes Biogas, Horst Seide, die aktuelle Situation seiner Branche zusammen. Der Kabinettsentwurf zum EEG gibt den Akteuren Grund zur Hoffnung. Nach Jahren der Stagnation und des beginnenden Rückbaus an installierter Biogas-Leistung sind die aktuellen Zeichen aus Berlin vielversprechend. „Wir werden gebraucht“, interpretiert der Verbandspräsident den Inhalt der EEG-Novelle.

Zwei Jahre vor dem Ausstieg aus der Atomkraft und am Anfang vom Ende der Kohleverstromung werde die besondere Rolle der Biogasnutzung erkannt – als flexible regenerative Ergänzung zur volatilen Stromerzeugung aus Wind und Sonne; aber auch als heimische preiswerte Gasquelle zum Beispiel für den Verkehrssektor, als Lösung für mehr Artenvielfalt auf den Feldern und wichtiges Standbein für die angeschlagene Landwirtschaft. „Der Betrieb einer Biogasanlage wird in Zukunft vielfältiger und anspruchsvoller“, betont Seide. Umso wichtiger sei es, dass sich die Betreiber informieren und flexibel auf die neuen Chancen reagieren. „Dass wir genau in diesen richtungsweisenden Monaten unsere BIOGAS Convention veranstalten ist ein glücklicher Zufall.“

Und die Zeit drängt: Für die Betreiber der ersten Stunde steht jetzt eine Entscheidung an: nach 20 Jahren EEG endet ihr Vergütungszeitraum. Was sich ihnen bietet sei „ein bunter Strauß an Möglichkeiten“, der passend zur Anlage ausgewählt werden müsse. Viele dieser Optionen werden auf der BIOGAS Convention vorgestellt: Die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan als Kraftstoff ist eine Variante, ggf. ergänzt um den Bau einer hofeigenen Tankstelle. Die Integration von Power-to-Gas Konzepten in Biogas- und Biomethananlagen eine weitere. Bei der Stromerzeugung wird die Flexibilisierung und bedarfsgerechte Einspeisung weiter an Bedeutung gewinnen.

Und auch bei der Vergärung von Gülle ist noch viel Luft nach oben. „Jeder Vieh haltende Betrieb sollte eine Biogasanlage haben“, fordert der Verbandspräsident. Hierfür müsse im EEG allerdings noch nachgebessert werden. Aber auch genehmigungsrechtliche Auflagen gilt es, im Auge zu behalten. „Jeder Betreiber muss das passende Konzept für seine Anlage finden“, erklärt Seide. Dafür sei die BIOGAS Convention die optimale Plattform.

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